Bericht: Koch wird Vorstands-Boss

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Roland Koch

Berlin - Der scheidende hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) übernimmt nach Medien-Informationen im Spätherbst den Posten des Vorstandschefs beim Baukonzern Bilfinger Berger.

Das berichtet die Bild. Dort soll er Herbert Bodner ablösen, der nach den Skandalen um den Bau der Kölner U-Bahn in die Diskussion geraten sei, wie das Blatt in seiner Samstagausgabe schreibt. Kochs Jahresgehalt werde bei rund 1,5 Millionen Euro liegen. Der börsennotierte Konzern beschäftigt weltweit rund 67.000 Mitarbeiter. Dass Koch eine Tätigkeit in der Wirtschaft anstrebt, war schon länger bekannt. Dennoch wurden ihm in den vergangenen Tagen mehrfach Ambitionen auf einen Posten als Bundesminister unterstellt.

Der Baukonzern Bilfinger Berger hat den Bericht der “Bild“-Zeitung mittlerweile zurückgewiesen. “Stimmt nicht“, sagte ein Sprecher am Samstag auf DAPD-Anfrage.

Der Ministerpräsident gibt sein Amt zum 31. August auf, seinen Posten als Bundesvize der CDU wird er im Herbst niederlegen. In Hessen galt Koch über Jahre als politisches Stehaufmännchen: Mehrfach war er dem Ende seiner politischen Karriere nahe, etwa, als er im Jahr 2000 der Lüge in Sachen schwarze Kassen der hessischen CDU bezichtigt wurde und nach der schweren Niederlage bei der Landtagswahl Ende Januar 2008. Das Vorhaben der SPD-Politikerin Andrea Ypsilanti, mit Hilfe der Linken eine rot-grüne Minderheitsregierung zu bilden, scheiterte jedoch an vier Abweichlern in der eigenen Partei, und Koch konnte nach einer Neuwahl die Koalition mit der FDP in Hessen fortsetzen.

dapd

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