Röttgen: "Schwarz-Grün ist möglich"

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Norbert Röttgen

München - Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Norbert Röttgen hält eine schwarz-grüne Koalition für möglich. "Die alten ideologischen Kämpfe sind vorbei."

"Die unüberbrückbaren Gegensätze früherer Zeiten sind in den letzten Jahren weitgehend verschwunden", sagte Röttgen dem Magazin "Focus" am Samstag.

"Aus einigen traditionellen politischen Kampfthemen sind inzwischen Konsensthemen der Gesellschaft geworden." Dazu zähle er den Atomausstieg, die Energiewende, die Auslandseinsätze der Bundeswehr sowie die Homo-Ehe. "Das macht die Politik pragmatischer, auch bei der Suche nach Mehrheiten und bei der Bildung von Regierungskoalitionen", betonte der frühere Bundesumweltminister.

Die aktuellen Abgrenzungsversuche von Grünen und Unionspolitikern hält Röttgen für unglaubwürdig. "Die Intonierung dieser Lagerdebatte, die jetzt stattfindet, erinnert mich eher an einen Schaukampf."

Merkel: "Aufs Bewährte setzen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erteilte unterdessen den schwarz-grünen Planspielen mit Blick auf die Bundestagswahl 2013 eine Absage. Beim Landesparteitag der sächsischen CDU in Leipzig sagte die Parteichefin am Samstag in Anspielung auf die in traditionellem Sachsen-Grün gehaltene Dekoration des Saales: „Da rate ich uns, bei dem vielen Grün hier hinter mir, trotzdem erstmal auf das zu setzen, was sich bewährt hat - und das ist die christlich-liberale Koalition.“

Merkel fügte hinzu: „Ich weiß, dass man mich in diesen Tagen da etwas entgeistert anguckt. Ich glaube, dass diese Koalition das beste für unser Land ist. Dass wir als CDU stark sein müssen, sehr stark sein müssen. Und dass wir zusammen mit der FDP, über die wir uns manchmal ärgern wie die sich über uns, dann gemeinsam etwas schaffen.“

dpa/dapd

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