Ramsauer übt Kritik an Sparkurs der Bahn

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer übt Kritik am Sparkurs der Bahn.

Berlin - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat den Sparkurs vor dem dann abgesagten Börsengang der Bahn als eine Ursache für die technischen Probleme bei Zügen verantwortlich gemacht.

Um ein bestimmtes betriebswirtschaftliches Ergebnis zu erzielen, seien zahlreiche Kürzungen vorgenommen worden, sagte Ramsauer am Donnerstag im Deutschlandfunk. Für den Ausfall von Klimaanlagen in ICE-Zügen vor einigen Tagen machte er das Zusammenspiel von extrem hohen Temperaturen und älteren, anfälligeren Kühlsystemen verantwortlich. Sein Ministerium und die Bahn hätten sofort Maßnahmen eingeleitet, um die Lage zu verbessern. Nun müssten langfristige Lösungen gefunden werden.

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Ramsauer wird sich heute (1000) in Berlin gemeinsam mit Bahnchef Rüdiger Grube und dem Präsidenten des Eisenbahn-Bundesamtes, Gerald Hörster, den Fragen der Verkehrsexperten des Bundestages stellen. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Winfried Hermann (Grüne), hat zu einem Gespräch eingeladen. Die Bahn hatte am Mittwoch angekündigt, allen ICE-Fahrgästen, die wegen Hitze im Zug ärztlich behandelt werden mussten, 500 Euro Schmerzensgeld zu zahlen. Der Fahrgastverband Pro Bahn hält diese Summe für zu gering. Mehr als 2200 hitzegeplagte Bahnfahrer erhielten bislang eine Entschädigung in Form von Reisegutscheinen.

dpa

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