Thüringer Ministerpräsident

Ramelow: "Meine Wahl besiegelt das Ende der DDR"

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Bodo Ramelow.

Berlin - Der neue Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linken sieht seine Wahl als endgültigen Schlussstrich unter 40 Jahre SED-Herrschaft an.

„Meine Wahl besiegelt das Ende der DDR. Jetzt können wir in meiner Partei über die Verantwortung und die Fehler in der DDR viel deutlicher reden“, sagte der Linke-Politiker der „Bild am Sonntag“.

Ramelow äußerte Respekt für die Opfer der SED-Herrschaft, zog aber die Motive anderer Gegner in Zweifel. „Ich bin bereit, jede Demonstration zu ertragen und mich von DDR-Opfern als Verbrecher beschimpfen zu lassen. Aber dass andere, die jetzt protestieren, in der DDR mitgemacht haben, finde ich seltsam.“ Der rot-rot-grüne Koalitionsvertrag enthalte mehr konkrete Schritte zur Aufarbeitung des DDR-Unrechts als alle bisherigen in Thüringen. „Wir wollen eine Erinnerungspolitik machen, die Brücken baut und versöhnt.“

dpa

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