Anpassung an die Preisentwicklung

Bericht: Große Koalition plant Pflegereform - Versicherungsleistungen sollen schon bald steigen 

Einem Medienbericht zufolge plant die große Koalition eine Pflegereform, die ab kommendem Jahr greifen soll. (Symbolbild)
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Einem Medienbericht zufolge plant die große Koalition eine Pflegereform, die ab kommendem Jahr greifen soll. (Symbolbild)

Einem Medienbericht zufolge plant die Große Koalition eine Pflegereform. Die Leistungen von Versicherungen sollen steigen, Beitragszahler müssen aber nicht mit höheren Kosten rechnen. 

  • Die große Koalition plant laut eines Medienberichts eine Pflegereform.
  • Die Leistungen, die Versicherungen übernehmen, sollen steigen.
  • Höhere Belastungen für Beitragszahler seien nicht geplant, erklärte Erwin Rüddel, der Chef des Gesundheitsausschusses im Bundestag. 

Berlin - Die Große Koalition plant einem Medienbericht zufolge eine Pflegereform. Ab dem kommenden Jahr sollen die Leistungen an die Preisentwicklung angepasst werden und somit steigen, sagte Erwin Rüddel (CDU), Chef des Gesundheitsausschusses im Bundestag, dem Nachrichtenportal ThePioneer (Montag). Rüddel bezieht sich damit auf den Teil der Pflegekosten, die von der Pflegeversicherung übernommen werden. Die Zahlungen sind abhängig vom sogenannten Pflegegrad. Die Bundesregierung ist gesetzlich verpflichtet, in diesem Jahr zu prüfen, ob eine Anpassung erforderlich ist. Zuletzt waren die Leistungen Anfang 2017 angepasst worden*.

Pflegereform geplant, aber keine Erhöhung für die Beitragszahler

„In der vergangenen Legislaturperiode haben wir viel für die ambulante Pflege gemacht“, sagte CDU-Politiker Rüddel. „Jetzt müssen wir etwas für die stationäre Pflege tun. Je unattraktiver die stationäre Versorgung ist, desto mehr entscheiden sich für die ambulante Pflege, die für die Sozialsysteme deutlich teurer ist.“ Ferner betonte Rüddel betonte, es gehe darum, eine Überforderung bei den Eigenanteilen zu verhindern. „Ich bin dafür, dass die staatliche Förderung für private Pflegevorsorge ausgeweitet wird“, stellte der CDU-Politiker klar.

Dass eine bessere Bezahlung des Pflegepersonals notwendig ist, ist gerade in der Corona-Krise wieder deutlich geworden. (Symbolbild)

Doch nach Rüddels Worten soll es keine höheren Belastungen für die Beitragszahler geben. „Wir werden verhindern, dass diese Pflegereform gleich nach ihrem Start zu einer Erhöhung des Beitragssatzes führt. Eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte wollen wir alle“, sagte der CDU-Politiker weiter. „Nur ist das eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und nichts, was man aus Beitragsmitteln finanzieren sollte.“

Übrigens: Wie viel Krankenschwestern und -pfleger verdienen, lesen Sie bei Merkur.de*. Weitere Informationen zur letzten Pflegereform aus dem Jahr 2017* erhalten Sie ebenfalls auf unserem Nachrichtenportal. (dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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