Panne mit Regierungs-Jet - Westerwelle sitzt fest

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Außenminister Westerwelle sitzt wegen eines Defekts an seinem Regierungs-Airbus auf Malta fest.

Valletta - Schon wieder Ärger mit einem Regierungsflieger: Die defekte Bordtür eines Airbus hat Außenminister Guido Westerwelle (FDP) zu einem verlängerten Aufenthalt auf Malta gezwungen.

Der Minister musste am Freitag auf eine Ersatzmaschine vom Typ Challenger warten, wie ein Sprecher der Luftwaffe mitteilte. Er saß bis zum frühen Freitagabend auf dem Flughafen von Valletta fest und wurde mit stundenlanger Verspätung gegen 23 Uhr zurück in Berlin erwartet. Der Außenminister wollte ursprünglich an einem Abendessen von Bundespräsident Christian Wulff für den polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski in Berlin teilnehmen.

Westerwelle nutzte die freie Zeit für ein Telefongespräch mit dem israelischen Außenminister Avigdor Lieberman, hieß es aus der Delegation. Er erkundigte sich dabei nach dem Stand der Nahost-Friedensverhandlungen. Bei dem Problem-Flieger handelt es sich um eine von zwei erst kürzlich von der Luftwaffe übernommene Maschinen vom Typ A-319.

Die überalterte Luftflotte der Bundesregierung hatte in der Vergangenheit wiederholt für Verdruss gesorgt. Mitte Juli musste das Flugzeug von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Russland vor dem Weiterflug nach China wegen eines Defekts ausgetauscht werden. Zur gleichen Zeit legte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eine unfreiwillige Übernachtung in der Ukraine ein, weil seine Challenger beim Tankstopp wegen eines qualmenden Fahrwerks geräumt werden musste. Im Frühjahr 2009 kam Merkel zu spät zu einem EU-Gipfel, weil eine Challenger wegen eines Triebwerkschadens zur Zwischenlandung in Hannover gezwungen war.

dpa

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