Pakistan bestätigt Tötung von Osama bin Laden

Islamabad - Der pakistanische Geheimdienst ISI hat am Montag die Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in Pakistan bestätigt. Es wurde ein Foto des Leichnams veröffentlicht.

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Bin Laden sei in der Nacht bei einer gemeinsamen Operation merikanischer und pakistanischer Sicherheitskräfte in der Stadt Abbottabad, rund 100 Kilometer nördlich von Islamabad, getötet worden, sagte ISI-Chef Ahmed Shuja Pasha im pakistanischen Fernsehen. Auch ein Sohn Bin Ladens und drei seiner Wachleute seien ums Leben gekommen. Die drei Ehefrauen des Top-Terroristen, sechs weitere Bin-Laden-Söhne sowie vier enge Mitstreiter wurden den Angaben zufolge festgenommen. Namen wurden zunächst nicht bekannt.

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US-Präsident Barack Obama hatte zuvor in einer Fernsehansprache erklärt, der meistgesuchte Terrorist der Welt sei am Sonntag von einer US-Spezialeinheit getötet worden.

Wie aus pakistanischen Sicherheitskreisen weiter verlautete, begann die Operation kurz nach Mitternacht (Ortszeit) und dauerte vier Stunden. Der Einsatz sei von US-Kräften geführt worden. Pakistanische Einheiten hätten die Aktion unterstützt, sagte ein Geheimdienstmitarbeiter, der anonym bleiben wollte.

Augenzeugen in Abbottabad, einer Stadt mit mehr als 100 000 Einwohnern im Vorgebirge des Himalayas, berichteten in pakistanischen Medien, dass mindestens drei Hubschrauber an der Aktion beteiligt gewesen seien. Es habe heftige Schusswechsel gegeben. Einer der Hubschrauber habe beim Landeversuch Feuer gefangen und sei abgestürzt. Pakistanische Soldaten hätten das Gebiet abgeriegelt.

dpa

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