Japan wurde abgehört

Obama entschuldigt sich im Spionage-Skandal 

+
Die Spionage-Affäre hat in den letzten Monaten hohe Wellen geschlagen. 

Washington - In der Spionage-Affäre hat sich US-Präsident Barack Obama jetzt beim japanischen Ministerpräsidenten entschuldigt. Wikileaks hatte Belege für die Spionage veröffentlicht. 

US-Präsident Barack Obama hat sich beim japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe für US-Spionageaktivitäten in Japan entschuldigt. "Präsident Obama sagte, dass es ihm sehr leid tue, da die Sache in Japan eine große Debatte auslöste", teilte am Mittwoch der japanische Regierungssprecher Yoshihide Suga mit. Es gab jedoch keine ausdrückliche Bestätigung für die Spionage-Vorwürfe. Die Internet-Plattform Wikileaks hatte im Juli berichtet, ihr lägen Belege für jahrelange Spionage des US-Geheimdienstes NSA gegen japanische Politiker und japanische Großunternehmen vor.

Abe selbst wurde nach den vorliegenden Informationen nicht abgehört, andere hochrangige japanische Politiker aber schon - etwa Handelsminister Yoichi Miyazawa. Abe habe dem US-Präsidenten in dem Telefonat gesagt, wenn die Berichte über die Spionage-Aktivitäten zuträfen, seien "vertrauensvolle Beziehungen zwischen Alliierten gefährdet". Japan ist ein wichtiger Verbündeter der USA in der Region Asien-Pazifik, beide Seiten stimmen ihre Verteidigungs-, Wirtschafts- und Handelspolitik eng ab.

Die weltweiten Spionageaktivitäten der NSA hatten in den vergangenen Jahren hohe Wellen geschlagen. Sie betrafen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den französischen Präsidenten François Hollande.

afp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.