Grüne zweitstärkste Kraft

CSU rauscht in Umfragen ab: Nur noch bei knapp 36 Prozent

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Betont gelassen angesichts der katastrophalen Umfragewerte: CSU-Chef Horst Seehofer und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. Foto: Peter Kneffel

Nur noch gut ein Monat bis zur Landtagswahl, nur 36 Prozent in den aktuellen Umfragen: Der CSU droht am 14. Oktober in Bayern eine herbe Niederlage. Gründe? Markus Söder weist mit dem Finger auf andere.

München (dpa) - Angesichts schlechter Umfragewerte gut einen Monat vor der bayerischen Landtagswahl haben Parteichef Horst Seehofer und Ministerpräsident Markus Söder die CSU zu Geschlossenheit und Kampfgeist aufgerufen.

"Wir kämpfen um den Sieg", sagte Seehofer nach einer CSU-Vorstandssitzung in München. Söder rief die Partei auf, souverän zu agieren und nicht zu hyperventilieren. Koalitionsspekulationen lehnten die beiden bei einem ihrer seltenen gemeinsamen Auftritte strikt ab. Seehofer sagte: "Seit Jahrzehnten kämpfe ich immer dafür, dass die Union gut abschneidet und für sich wirbt und nicht für Koalitionen."

In Bayern wird am 14. Oktober ein neuer Landtag gewählt. In Umfragen liegt die CSU derzeit bei rund 36 Prozent, muss also den Verlust ihrer absoluten Mehrheit fürchten. Seehofer betonte gleichwohl, die CSU gehe mit großer Zuversicht in die nächsten Wochen. 50 Prozent der Menschen seien noch nicht entschieden, viele Wahlentscheidungen würden buchstäblich auf der Zielgeraden getroffen. Am kommenden Samstag will die CSU auf einem Parteitag die heiße Wahlkampfphase einläuten.

Söder betonte, man werde keinen inhaltlichen Kurswechsel vornehmen, sondern souverän den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Die gesamte CSU müsse sich vor der Wahl voll auf Bayern konzentrieren. Er machte allerdings keinen Hehl daraus, dass er die Ursachen für die schlechten Umfragewerte in erster Linie außerhalb Bayerns sieht. "Die Dinge, die jetzt im Moment diskutiert werden, haben ja mit Bayern nur sehr wenig zu tun im Grunde genommen", sagte er mit Blick auf bundespolitische Debatten.

Seehofer wies eine Mitverantwortung der CSU am Erstarken der AfD zurück. "Dass die CSU die AfD stark gemacht hat, ist ein Märchen", sagte er. Die Migrationsfrage habe zum Aufblühen der AfD geführt. Und dazu hätten auch andere Parteien wie die Grünen beigetragen, etwa mit permanenten Forderungen, bei der Zuwanderung da und dort noch großzügiger zu sein. "Das will die Bevölkerung nicht."

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