Muslim-Zentralrat boykottiert Islamkonferenz

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Der Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime, Bekir Alboga (l), und der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland Ayyub Axel Köhler (r) beraten über einen möglichen Ausstieg aus der Deutschen Islamkonferenz.

Berlin/Köln - Der Zentralrat der Muslime steigt nun doch überraschend aus der Islamkonferenz aus. Der Grund: Keine konkreten Ziele und eine falsche Zusammensetzung. Schuld ist das Innenministerium.

Die am Montag beginnende Konferenz formuliere keine konkreten Ziele, ihre Zusammensetzung sei falsch, das drängende Thema Islamfeindlichkeit werde nicht angemessen behandelt, kritisierte der Zentralrat am Mittwoch in Berlin.

“Die DIK ist und bleibt eine von der Bundesregierung verordnete Konferenz“, kritisierte ZMD-Vorsitzender Ayyub Axel Köhler. Das Innenministerium sei dem Zentralrat in mehreren Verhandlungen bis zuletzt in keinem Punkt entgegengekommen.

Der ZMD saß bei der ersten Deutschen Islamkonferenz (DIK) 2006 bis 2008 mit am Berliner Konferenztisch. Für eine weitere Teilnahme hatte der Zentralrat aber deutliche Reformen der Islamkonferenz verlangt.

dpa

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