"Das machen wir nicht"

Mütterrenten: Gröhe pocht auf Kostenstop

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CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe

Hannover - CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe setzt auf eine Lösung des parteiinternen Konflikts um eine Aufstockung der Renten für ältere Mütter, bleibt aber in der Kostenfrage hart.

Die Frauen-Union hat einen Antrag auf eine schrittweise Angleichung der Rentenpunkte an den CDU-Bundesparteitag gestellt, der an diesem Dienstag beginnt. Derzeit bekommen Mütter für Kinder nach 1992 drei Punkte, davor einen Punkt. Ein Rentenpunkt entspricht im Westen etwa 28 Euro im Monat, im Osten sind es knapp 25 Euro.

Die Gegner, darunter der designierte stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet, die rheinland-pfälzischen CDU-Chefin Julia Klöckner sowie der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, sehen das Problem zwar ähnlich, scheuen aber die Kosten. Kurz vor einer CDU-Präsidiumssitzung sagte er am Montag in Hannover: „Für mich ist völlig klar, dass es eine umfassende, sofortige Ausweitung auf den gesamten Rentenbestand (...) nicht geben kann. 13 Milliarden Euro im Jahr mehr - das sprengt die Rentenkassen. Das machen wir nicht.“

Um die Wogen zu glätten, kündigte Generalsekretär Hermann Gröhe eine eigene Initiative für Hannover an. So soll geprüft werden, ob ältere Mütter mit mehreren Kindern berücksichtigt werden können. Der Frauen-Union reicht das nicht.

Einen Fürsprecher findet die Frauen-Union im bayerischen Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). „Das Thema wird angepackt. Wir werden die Erziehungszeiten bei der Rente stärker anrechnen“, hatte Seehofer am Wochenende versprochen.

dpa

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