Mindestlohn: Gaststättenverband befürchtet Entlassungen

Berlin - Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) geht von Entlassungen im Gastgewerbe aus, wenn die Pläne der CDU für eine flächendeckende Lohnuntergrenze umgesetzt werden.

Das sagte die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges am Dienstag im ZDF-“Morgenmagazin“.

Gerade das Gastgewerbe biete etwa jungen oder unqualifizierten Menschen Arbeitsplätze. Zudem seien die Löhne in den meisten Bereichen bereits tariflich ausgehandelt. “Da halte ich die Mindestlöhne, wie sie hier diskutiert werden von 8,50 oder 10 Euro, für unvertretbar“, sagte Hartges zum CDU-Vorstoß.

Die derzeitige Debatte sei widersprüchlich, “wenn man auf der einen Seite sagt, das orientiert sich an der Zeitarbeit und wenn man auf der anderen Seite sagt, wir respektieren die Tarifhoheit“, sagte Hartges. Für die Politik gebe es keinen Handlungsbedarf: “Ich kann der Politik nur dringend raten, sich da rauszuhalten.“

Die CDU will in zwei Wochen beim Bundesparteitag in Leipzig über den Vorstoß abstimmen, eine branchenübergreifende Lohnuntergrenze einzuführen. Die Höhe soll eine Kommission von Gewerkschaften und Arbeitgebern festlegen. Widerstand gibt es vor allem aus der Wirtschaft.

dpa

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