Merkel verteidigt Euro-Hilfe gegen Kritik

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Peter Gauweiler (CSU) kritisierte das Vorgehen der Bundesregierung deutlich.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das geplante neue Euro-Hilfspaket gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt. Die Kanzlerin kündigte gleichzeitig sparsame Zeiten an.

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Es gehe um die Zukunftsfähigkeit Europas, sagte die CDU- Vorsitzende am Dienstag nach Teilnehmerangaben in einer Sondersitzung der Unionsfraktion. Merkel sagte demnach, mit dem Hilfspaket werde Zeit erkauft, um das Notwendige zu tun. Sie kündigte Sparanstrengungen an: Deutschland müsse seine Hausaufgaben machen.

In den nächsten vier Wochen sollten hierzu Entscheidungen fallen. In der Fraktion regte sich Kritik. Der CSU-Abgeordnete Peter Gauweiler sagte nach Teilnehmerangaben, was derzeit passiere, sei nicht mehr verantwortbar. Er behielt sich demnach eine mögliche Klage vor.

Mehrere Abgeordnete, die in der vergangenen Woche gegen das Hilfspaket gestimmt hatten, äußerten sich ebenfalls skeptisch. Die zuständigen EU-Länder müssen nach Angaben Merkels über künftige Hilfen aus dem Paket für ein bestimmtes Land dann konkret entscheiden. Unionsfraktionsvize Johannes Singhammer (CSU) forderte, dass der Bundestag ein Kontrollrecht haben solle, wenn darüber entschieden werde.

dpa

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