Mehrheit gegen Entlassung Sarrazins aus Bundesbank

Thilo Sarrazin bei Beckmann: Laut einer Emnid-Umfrage sehen 51 Prozent der Befragten in den umstrittenen Thesen Sarrazins über Muslime keine Grund für eine Rauswuf bei der Bundesbank.

Berlin - Die Mehrheit der Deutschen hat sich einer Umfrage zufolge gegen die Entlassung Thilo Sarrazins aus dem Bundesbankvorstand ausgesprochen. Große Ablehnung schlägt dem umstrittenen Bundesbanker aus seiner eigenen Partei entgegen.

Lesen sie auch:

Bundesbank vertagt Entscheidung zu Sarrazin

In einer Emnid-Umfrage für den Nachrichtensender N24 gaben 51 Prozent der Befragten an, die umstrittenen Thesen Sarrazins über Muslime seien kein Grund für einen Rauswurf, teilte der Sender am Mittwoch mit. 32 Prozent sprachen sich hingegen für eine Entlassung aus.

Inhaltlich stimmen der Erhebung zufolge die meisten Deutschen Sarrazin aber dennoch nicht zu. So lehnen 35 Prozent der rund 1.000 Befragten seine Thesen eher ab, 30 Prozent stimmen Sarrazins Theorien eher zu.

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

Sarrazin: Der Provokateur redet Klartext

Bei den Wählern seiner eigenen Partei genießt Sarrazin noch weniger Sympathien: 41 Prozent der SPD-Wähler lehnen seine Aussagen ab, 30 Prozent stimmen ihm zu. Bei den Unionswählern ist der Trend allerdings anders. Hier stimmen 39 Prozent Sarrazin zu, 33 Prozent lehnen seine Thesen ab.

Bei der Schuldzuweisung in Sachen Migration sind die Deutschen laut Umfrage deutlich auf Seiten Sarrazins. So machen 56 Prozent der Befragten die Migranten selbst für ihre Integrationsprobleme verantwortlich. Nur 11 Prozent glauben, dass eher die Deutschen schuld an den Integrationsschwierigkeiten sind.

dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare