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Kehrt Maskenpflicht zurück? Corona-Plan von Karl Lauterbach für den Herbst

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Kommt die Maskenpflicht in Innenräumen wieder? Karl Lauterbach äußert sich im ZDF bei Markus Lanz zu strengeren Corona-Maßnahmen im Herbst 2022.

Hamm - Das Coronavirus ist noch da - auch wenn das Thema in der öffentlichen Aufmerksamkeit von neuen Fällen von Affenpocken in Deutschland verdrängt wird. Im Sommer gehen die Corona-Zahlen wie in den Vorjahren herunter. Kommt es jedoch wie in den ersten beiden Pandemie-Jahren 2020 und 2021, dann wird es im Herbst eine neue Welle geben. Für diesen Fall spricht Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) von einer Verschärfung der Corona-Regeln.

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Maskenpflicht: Das sagt Karl Lauterbach bei Lanz über Corona-Pläne

Karl Lauterbach will auf eine mögliche neue Corona-Welle im Herbst wieder mit einer Maskenpflicht in Innenräumen reagieren können. Aktuell werde erneut am Infektionsschutzgesetz gearbeitet, sagte er am Mittwochabend (25. Mai) in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. „Das läuft ja am 23.9. aus. Und dann wird die Frage erneut zu diskutieren sein, ob zum Beispiel Maskentragen in Innenräumen wieder verpflichtend wird.“

Er halte es für unbedingt notwendig, sich für den Herbst diese Möglichkeit zu eröffnen. Aktuell sinken die Corona-Inzidenz und die Zahl der Klinikaufnahmen weiter - das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Bevölkerung aber weiterhin als hoch ein.

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung sprach sich dafür aus, im Herbst den Corona-Schutz in Pflegeeinrichtungen wieder zu verstärken. Diskutiert wird zudem über die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Gelockert werden bald die noch geltenden Corona-Einreiseregeln: Für die Einreise nach Deutschland wird dann kein 3G-Nachweis mehr verlangt - zumindest für eine bestimmte Zeitspanne.

Corona in Deutschland: Infektionsschutzgesetz läuft im September aus

Das erst kürzlich geänderte Infektionsschutzgesetz läuft bis 23. September. Allgemeine Maskenpflichten für Veranstaltungen oder beim Einkaufen sowie 2G- und 3G-Regelungen sind damit seit Anfang April weggefallen. Vorerst gilt ein „Basisschutz“ - etwa mit Maskenpflichten in Bussen, Bahnen, Kliniken, Praxen und Pflegeheimen. Unabhängig von staatlichen Vorgaben gibt es aber vielerorts, etwa in Kultureinrichtungen, auch weiter Schutzregeln mit Maskenpflichten.

Das RKI gab die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen (26. Mai) mit 262,6 an - nach 281,8 am Vortag (Vorwoche: 383,2, Vormonat: 909,1). Nach RKI-Angaben geht auch die Zahl der Klinikaufnahmen seit einem Gipfel Mitte März stetig zurück. Auch die Zahl der Todesfälle nehme weiter ab. Die Impfung habe aber nicht an Bedeutung verloren, schreibt das RKI in seinem am Mittwochabend veröffentlichten Wochenbericht. Insbesondere Menschen aus Risikogruppen und ab 70 Jahren sollten sich mit einer zweiten Auffrischungsimpfung vor schweren Erkrankungen schützen.

Die Inzidenz, also die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Menschen in sieben Tagen, liefert kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen. (mit dpa)

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