Unpassender Vergleich

Magazin in Polen zeigt Merkel als KZ-Häftling

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Bundeskanzlerin Angela Merkel wird vom polnischen Magazin Uwazam Rze als KZ-Häftling gezeigt

Warschau - Die Darstellung polnischer Partisanen in einem ZDF-Film über den Zweiten Weltkrieg sorgt für scharfe Kritik in Polen. Nun reagiert ein Magazin mit einem unpassenden Vergleich.

Der vielgelobte ZDF-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" sorgte in Polen für viel Kritik. Für Aufsehen sorgte die Darstellung polnischer Partisanen, die gegen die NS-Besatzer kämpften. Die Freiheitskämpfer zeigten in dem Film deutliche antisemitische Tendenzen.

Nun reagierte das polnische Magazin "Uzawam Rze" mit einer unpassenden Fotomontage auf den Film - und das auf dem Cover! Es zeigt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hinter einem Stacheldrahtzaun in der Kleidung eines KZ-Häftlings. Im Hintergrund zeichnet sich der Umriss eines Konzentrationslagers ab. Der Vorwurf des Magazins an das ZDF: Geschichtsfälschung.

Nach der Ausstrahlung der drei ZDF-Filme hatte sich auch der polnische Botschafter Jerzy Marganski in einem Brief persönlich an den Fernsehsender gewandt. Er beschwerte sich über das im Film vermittelte Bild der Polen, das seine Landsleute pauschal als Antisemiten darstelle. Dieses nannte er "ungerecht" und "verletzend".

Das ZDF rechtfertigte sich daraufhin: Keinesfalls habe der Sender in dem Kriegsepos historische Tatsachen verdrehen wollen. Noch sollte laut ZDF die Verantwortung der Deutschen für den Massenmord an den Polen und Juden im Zweiten Weltkrieg relativiert werden.

Dennoch reagierte das als konservativ geltende Magazin nun auf seine Weise auf die ZDF-Trilogie.

bix

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