Stuttgart 21: Freigabe für Bahnstrecke verweigert

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Protest gegen Stuttgart 21: Das Eisenbahn-Bundesamt hat jetzt angeblich die Genehmigung für den Neubau einer mit dem Jahrhundertprojekt zusammenhängenden Neubaustrecke aus finanziellen Gründen verweigert.

Hamburg/Bonn - Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat offenbar den Bau der zu “Stuttgart 21“ gehörenden Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm nicht genehmigt.

Dies berichtet das Magazin “Stern“. In Absprache mit dem Bundesverkehrsministerium würden “vorläufig keine Baufreigaben in finanzieller Hinsicht erteilt“, heißt es demnach in einem Schreiben der Bonner Behörde an die Deutsche Bahn vom 7. September 2010.

Unter anderem befürchteten die EBA-Beamten, dass beim Bau zweier Tunnel auf die Schwäbische Alb “Mehrkosten in Höhe von ca. 280 Millionen Euro zu verzeichnen sind“. Aus der Erfahrung mit anderen Projekten sei “nicht zu erwarten, dass derart hohe Mehrkosten (...) kompensiert werden können“, heiße es weiter. Das EBA vertritt demnach die Auffassung, dass “die Gesamtfinanzierung des Vorhabens zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesichert“ sei.

Auch ist laut “Stern“ fraglich, ob die Zeitpläne eingehalten werden können. Das Magazin zitiert ein bahninternes Dokument, in dem es heißt: “Der Gesamtterminplan ist unter den aktuellen Randbedingungen nicht mehr realistisch und der Inbetriebnahmetermin 2019 nicht mehr zu halten.“ Die Deutsche Bahn halte indes an den Finanz- und Zeitplänen fest, sagte ein Sprecher laut “Stern“. Der Terminplan sei zwar “ambitioniert“, aber es sei “weiterhin möglich, ihn einzuhalten“.

dapd

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