Linksparteivorsitzender Riexinger lästert

Steinbrück "Karikatur eines Kanzlerkandidaten“

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Der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück

Halle -Der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger hat Peer Steinbrück böse verspottet. Ein anderer Politiker eckte mit seiner Kritik am SPD-Kanzlerkandidaten so an, dass er sich nun entschuldigen soll.

„Steinbrück ist die Karikatur eines Kanzlerkandidaten“, sagte der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ vom Freitag. Er bezog sich mit seiner Kritik auf Steinbrücks Auftritt im Bundestag. Dort habe "man gesehen, dass das Duell Merkel gegen Steinbrück ein Kampf Maus gegen Mäuschen ist. Die Wirtschaft schwächelt. Wir bräuchten eine Debatte darüber, wo neues Wachstum herkommen soll. Wir könnten die Energiewende zum Beispiel um ein Bündel sozialökologischer Konjunkturmaßnahmen erweitern.“ Steinbrück aber habe „nur rumgeholzt und keine Alternative formuliert“, so Riexinger. „Ich zweifle daran, dass er eine hat. Die Leute sehen ihn eher neben Merkel als gegen Merkel.“

Kubicki: Döring soll sich bei Steinbrück entschuldigen

Unterdessen reißt die Kritik an den Äußerungen von FDP-Generalsekretär Patrick Döring nicht ab. Er hatte Steinbrück in der Debatte um Nebentätigkeiten unter anderem eine „knallharte Gewinnermentalität“ attestiert. Damit machte er sich auch bei seiner eigenen Partei unbeliebt. Er habe das Statement Dörings „ziemlich peinlich“ gefunden, sagte der Fraktionschef der FDP im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki, am Donnerstag in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“.

Kubicki fügte hinzu: „Ich weiß nicht, was er geraucht hat, aber für die Vertreter einer liberalen Partei ist es geradezu unerhört, sich darüber zu äußern, dass jemand für seine Tätigkeiten, in die er ja auch seine Persönlichkeit einbringt, Geld bekommt. Das ist wirklich unglaublich.“ Er fände es schön, wenn Döring sich bei Steinbrück öffentlich entschuldigen würde, sagte Kubicki. Es sei „albern“ anzunehmen, wer einen bezahlten Vortrag halte, richte sich nach der Meinung des Zuhörenden.

dapd/dpa

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