FDP-Chef ist sich bei Wahlausgang sicher

Laschet gibt ersten Ausblick auf sein Kabinett - und nennt Getränkepläne für Männerabend mit Lindner

Armin Laschet
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„Dass sie die populärste Politikerin ist, verstehe ich“, sagt Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet über die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Wie könnte das Kabinett eines möglichen Kanzlers Laschet aussehen? Der Unionskandidat verspricht, mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Eine Koalition nennt er „schädlich“.

Düsseldorf - Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet* will im Fall eines Sieges bei der Bundestagswahl* das künftige Kabinett paritätisch aufstellen.

„Das Kabinett, das ich zu bilden die Absicht habe, sollte paritätisch besetzt sein mit Männern und Frauen“, betonte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident erneut. Auch Ost und West müssten im künftigen Kabinett vertreten sein - „nicht nur Nordrhein-Westfalen“.

Laschet über Lindner: „Trinken ein Bier zusammen“

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich im Bundestag ihrer letzten Regierungsbefragung gestellt hat, hinterlasse „große Fußstapfen“, sagte Laschet. „Das weiß jeder, der für dieses Amt antritt.“ Merkel habe in 16 Jahren Amtszeit vier Weltkrisen gemeistert und sei in Europa und der Welt angesehen. „Dass sie die populärste Politikerin ist, verstehe ich.“

Zu seinem geplanten gemeinsamen Auftritt mit FDP*-Chef Christian Lindner am Freitag anlässlich des vierten Jahrestags der Unterzeichnung des schwarz-gelben Koalitionsvertrags in NRW sagte der CDU-Chef: „Wir trinken ein Bier zusammen.“

Laschet erteilt Ampel-Koalition nach Bundestagswahl Absage

Mit Blick auf aktuelle Wahlumfragen, nach denen nach der Bundestagswahl* im September auch eine Koalition aus Grünen, SPD und FDP möglich wäre, sagte Laschet: „Ich glaube, eine Ampel wäre für Deutschland von Schaden.“ Ob die FDP* am Ende wirklich in eine solche Regierung eintreten würde, müssten die Liberalen Ende September selbst entscheiden.

Er halte nach wie vor eine Koalition aus CDU* und FDP für eine gute Kombination, sagte Laschet. „Das wären mindestens zwei gute Partner für Berlin.“

FDP-Chef Lindner geht von einem Kanzler Laschet aus

Der Chef der Liberalen stellt unterdessen seine Partei auf eine mögliche Zusammenarbeit mit einem CDU-Kanzler Laschet* ein. Man könne „nahezu als sicher annehmen“, dass der Auftrag zur Bildung einer Regierung an die Union gehe und nicht an die Grünen, sagte Christian Lindner am Mittwoch in einer Runde mit Journalisten.

„Der Abstand zwischen Union und Grünen ist so groß, dass eine grün geführte Regierung inzwischen absolut unwahrscheinlich ist, aufgrund der Zahlen, aufgrund der Programme“, so Lindner. „Wir möchten alles dafür tun, dass es eben keine schwarz-grüne Mehrheit gibt, sondern dass es eine Regierung unter Beteiligung der FDP gibt.“ Ein Parteikollege Lindners hat den Münchner Regenbogen-Plan kritisiert. Ungarn* wäre „entwürdigt und bloßgestellt“ worden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. (mt/dpa)

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