Preisverhandlungen laufen

Traktoren-Auflauf vor Zentrallager: Landwirte blockieren Aldi - aus Zorn über „Dumping“

Landwirte protestieren vor dem Umweltministerium in München.
+
Agrarpolitik und Lebensmittelpreise erzürnen Deutschlands Landwirte - hier ein Protest in München im Mai.

Deutschlands Landwirte sind erzürnt. Vor mehreren großen Supermarktlagern haben sie am Sonntag und Montag protestiert - mit Blockaden gegen „Preisdumping“.

Aichtal - Der Fall Tönnies hatte das Thema Lebensmittelpreise vor einigen Monaten wieder auf die Agenda gebracht. Und auch, wenn die mediale Aufmerksamkeit schnell wieder weiter zog: Für viele Landwirte ist das Preisniveau in den großen Ketten weiter eine existenzielle Frage. Am Montag hat ein Bündnis mit mehreren Blockaden für Aufsehen gesorgt.

50 Traktoren vor Großlager in Baden-Württemberg: Bauern wollen mehr Geld für Lebensmittel

So haben etwa Landwirte in Aichtal im baden-württembergischen Kreis Esslingen die Zufahrt zum Zentrallager einer großen Supermarktkette blockiert. In dem Ort hat Aldi Süd ein Zentrallager. Ungefähr 50 Traktoren versperrten die Zufahrt, wie die Polizei mitteilte. Die Blockade am frühen Montagmorgen hat einem Sprecher zufolge etwas mehr als drei Stunden gedauert. Hintergrund war eine Protestaktion der bundesweiten Bauern-Bewegung „Land schafft Verbindung“.

Aldi, Lidl, Rewe und Edeka erleben Blockade: Landwirte protestieren mit Traktoren gegen „Dumpingpreise“

Auch in anderen deutschen Städten haben Landwirte am Sonntagabend und am Montagmorgen die Auslieferungslager von Lebensmittelketten blockiert. Mit den Aktionen wollten die Bauern nach eigenen Angaben gegen „Dumpingpreise“ seitens des Einzelhandels demonstrieren. Es ist nicht der erste Protest dieser Art.

Laut einem Sprecher finden derzeit Preisverhandlungen statt. Betroffen waren demnach Lager der Handelsketten Aldi, Lidl, Rewe und Edeka. Schwerpunkte der Aktion waren in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die Politik in Deutschland debattiert seit längerem über Maßnahmen für angemessenere Preise. (dpa/fn)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare