Kuba will 52 politische Gefangene freilassen

Havanna - Die kommunistische Regierung Kubas hat sich nach Angaben der katholischen Kirche bereiterklärt, 52 politische Gefangene freizulassen und ihnen die Ausreise zu gestatten.

Es wäre die größte derartige Freilassung auf der Karibikinsel seit Jahrzehnten. Die Ankündigung am Mittwoch folgte nach einem Treffen zwischen Präsident Raul Castro und Kardinal Jaime Ortega, dem Erzbischof von Havanna. An dem Treffen nahmen auch der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos und sein kubanischer Kollege Bruno Rodriguez. Die ersten fünf Gefangenen sollten schon in wenigen Stunden freikommen, hieß es weiter.

Bei den übrigen 47 sei die Haftentlassung ein “Prozess, der noch drei oder vier Monaten dauern wird“. Der Umfang der Vereinbarung “ist eine Überraschung“, erklärte Elizardo Sanchez, Leiter der unabhängigen kubanischen Kommission für Menschenrechte und Nationale Aussühnung. “Wir hatten auf eine signifikante Freilassung von Gefangenen gehofft, aber nicht auf das hier.“

DAPD

Rubriklistenbild: © dpa

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