Kremlgegner fordern erneut Putins Rücktritt

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Lautstark protestierten die Putin-Gegner in Moskau.

Moskau - Begleitet von einem Großaufgebot russischer Polizei haben etwa 300 Kremlgegner bei einer Kundgebung in Moskau erneut den Rücktritt von Regierungschef Wladimir Putin gefordert.

Außerdem verlangten sie am Samstag faire und freie Parlamentswahlen im Dezember. Putin trage die Verantwortung dafür, dass Russland ein korrupter Polizeistaat sei, sagte der Kremlgegner und Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow. Zudem beklagten die Teilnehmer der genehmigten und friedlichen Kundgebung, dass immer mehr Menschen im größten Land der Erde unter die Armutsgrenze fallen. Putin gilt laut Umfragen weiter als der beliebteste Politiker des Landes.

Die außerparlamentarische Opposition um Kasparow versucht nach eigenen Angaben alles, um Putins Rückkehr in den Kreml 2012 bei der Präsidentenwahl zu verhindern. Unterdessen empörten sich Politiker der von Putin geführten Partei Geeintes Russland über Finanzminister Alexej Kudrin, der auf einem Wirtschaftsforum ebenfalls "ehrliche Wahlen" gefordert hatte. Eine freie Abstimmung sei Voraussetzung dafür, dass Russland wirtschaftlich nach vorne komme, hatte Kudrin gesagt. Parteiabgeordnete rügten den Minister für seine "unzulässige Einmischung" in politische Angelegenheiten.

dpa

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