Die Fetzen flogen

Zoff bei Präsidiumssitzung der CDU: Darum war AKK mächtig sauer

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Annegret Kramp-Karrenbauer nahm sich Daniel Günther zur Brust. 

Bei einer Präsidiumssitzung der CDU hat es wohl zwischen den Mitgliedern gekracht. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer soll sich Daniel Günther zur Brust genommen haben.

Berlin - Die Große Koalition durchlebt derzeit einen echten Härtetest und bei der CDU läuft es innerparteilich nicht gerade rund. Darauf lässt zumindest ein Bericht von bild.de schließen, wonach bei einer Sitzung des CDU-Präsidiums am Montag ordentlich die Fetzen flogen. Schuld daran war wohl ein Interview, das Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther dem Spiegel gegeben hatte. Dieses hielt der 45-Jährige gemeinsam mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei. Für CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer offenbar ein No-Go.

AKK bat Günther bereits vor der Sitzung zu einem Sechs-Augen-Gespräch mit Mike Mohring, der Ramelow bei der kommenden Landtagswahl in Thüringen als Ministerpräsident ablösen möchte. Beide waren demnach nicht erfreut darüber, dass sich Daniel Günther mit den Linken verbrüdert. Günther sprach sich in besagtem Interview unter anderem dafür aus, dass die Union ein besseres Verhältnis zu den Linken entwickeln sollte und forderte ein „Ende der Ausgrenzung“. 

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. 

CDU-Spitze sauer auf Daniel Günther - auch Bouffier und Spahn gingen ihn wohl an 

Mohring beklagte sich demnach darüber, dass es schädlich für seinen Wahlkampf sei, wenn sich führende CDU-Politiker mit seinem größten Konkurrenten treffen würden. Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gingen Günther laut bild.de hart an.

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein spricht sich nicht zum ersten Mal für mehr Offenheit gegenüber der Linkspartei aus. Zur Verzweiflung seiner Präsidiums-Kollegen, die sowohl eine Zusammenarbeit mit der Linken, als auch mit der AfD vehement ausschließen.

fd

Annegret Kramp-Karrenbauer musste kürzlich selbst Kritik einstecken. Die kam ausgerechnet von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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