Köhler beim Abschied sichtlich bewegt

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Horst Köhler (links vorne) war seit 2004 Bundespräsident.

Berlin - Der zurückgetretene Bundespräsident Horst Köhler ist am Dienstagabend im Schloss Bellevue mit einem Großen Zapfenstreich offiziell verabschiedet worden, was ihm sichtlich nahe ging.

Zwei Wochen nach seinem Rücktritt ist Bundespräsident Horst Köhler von der Bundeswehr mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet worden. An der Zeremonie im Park des Berliner Schlosses Bellevue nahmen am Dienstagabend unter anderem Kanzlerin Angela Merkel, Vizekanzler Guido Westerwelle und Bundestagspräsident Norbert Lammert teil.

Horst Köhler: Abschied von Schloss Bellevue

Horst Köhler: Abschied von Schloss Bellevue

Auch Köhlers Ehefrau Eva Luise und seine beiden Kinder Ulrike und Jochen waren zugegen. Neben Köhler standen während der Zeremonie Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker.

Der Große Zapfenstreich begann um 22.00 Uhr mit dem Einmarsch der Formation zu den Klängen des Yorck'schen Marsches. Das höchste militärische Zeremoniell der Bundeswehr steht Bundespräsidenten, Bundeskanzlern und Verteidigungsministern zu.

Für die musikalisch gestaltete Abschiedszeremonie lässt die Bundeswehr gewöhnlich ihr Stabsmusikkorps aufmarschieren, das von Soldaten unter Gewehr und Fackelträgern begleitet wird. Auf Wunsch Köhlers spielte das Musikkorps den “Marsch der Elisabether“ von Johann Strauß, einen historischen Marsch aus der Zeit Friedrich des Großen sowie den “St. Louis Blues“ von William Handy. Reden oder Grußworte werden beim Großen Zapfenstreich traditionell nicht gehalten. Abgeschlossen wurde er mit der Nationalhymne.

Köhler war sichtlich bewegt. Der 67-Jährige war Ende Mai wegen der Kritik an seinen Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr zurückgetreten. Sein Nachfolger wird am 30. Juni gewählt. Das Amt soll nach dem Willen von Union und FDP der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff übernehmen.

AP

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