Koalition erwägt Versteigerung von AKW-Laufzeiten

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Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) zeigt sich aufgeschlossen für die Versteigerung von AKW-Laufzeiten.

Hamburg - In der schwarz-gelben Koalition gibt es einem Zeitungsbericht zufolge Überlegungen, längere Laufzeiten von Atomkraftwerken den Stromkonzernen zu versteigern statt zuzuteilen.

“Das ist ein interessanter Vorschlag, der eine ernsthafte Prüfung verdient“, sagte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) der “Financial Times Deutschland“ laut Vorabmeldung. Die Regierung würde laut “FTD“ nach dem Modell zusätzliche Laufzeiten in Strommengen umrechnen, die die Betreiber in ersteigern müssten. Vorbild sei die Auktion der Mobilfunk-Lizenzen, die dem Staat im Jahr 2000 viele Milliarden einbrachte. Auch der FDP-Energiepolitiker Horst Meierhofer äußerte “große Sympathien“ für eine Auktion. “Das ist eine gute Idee, weil sie eine wettbewerbliche Lösung ermöglicht“, sagte er der Zeitung. Der Vorteil sei, dass nicht Politiker entscheiden müssten, wie viel längere Laufzeiten für welches Kraftwerk wert seien.

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Der energiepolitische Sprecher der der Unionsfraktion, Thomas Bareiß (CDU), sagte dem Blatt: “Ich kann mir eine Auktionierung gut vorstellen. Alles, was wir sonst machen würden, wäre ein Deal und damit angreifbar.“ Auch energiepolitisch dürfte eine Auktion effizienter wirken, so Bareiß. “Die Reststrommengen landen mit der Versteigerung dort, wo sie am meisten gebraucht werden.“ Union und FDP wollen die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern. Der wesentliche Teil der zusätzlichen Gewinne soll laut Koalitionsvertrag an die öffentliche Hand gehen. Derzeit gibt es Streit darüber, ob der Bundesrat einer Laufzeitverlängerung zustimmen muss.

apn

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