Kommentar

Kanzler-Frage der Union: Laschet oder Söder? Die Qual mit der Wahl

Armin Laschet oder Markus Söder - wer wird Kanzlerkandidat der Union? Die Klärung der K-Frage steht bevor, der Druck von außen wächst. Ein Kommentar.

Es spricht einiges dafür, dass die K-Frage der Union bald beantwortet wird. Die Zahl der Politiker in CDU und CSU wird immer größer, die eine rasche Entscheidung fordert oder sich sogar öffentlich für einen der beiden Kandidaten – Armin Laschet oder Markus Söder – ausspricht.

ParteienCDUCSU
Mögliche KanzlerkandidatenArmin LaschetMarkus Söder
PositionParteivorsitzender, Ministerpräsiden von Nordrhein-WestfalenParteivorsitzender, Ministerpräsident von Bayern

Kanzlerkandidaten der Union: Armin Laschet oder Markus Söder? Ein Kommentar

Das trägt weder zur Ruhe noch zur Geschlossenheit bei. Zudem wächst der Druck von außen. Mit ihrem Termin für die Kandidatenkür am 19. April haben die Grünen die Schwarzen unter Zugzwang gesetzt. Die Union wirkt nicht nur getrieben, sie ist es.

Das Problem: Die Union hat nicht die Qual der Wahl. Vielmehr quält sie sich mit der Auswahl. Ja, Armin Laschet ist Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Wäre das Bundesland ein eigener Staat, stünde es beim Bruttoinlandsprodukt auf Rang 19 in der Welt und bei der Einwohnerzahl unter den Top 10 in der EU.

Aber Laschets persönliche Umfragewerte sind so schlecht, dass nicht wenige Unions-Abgeordnete um ihr Mandat fürchten. Besserung ist nicht in Sicht. Es sei denn, Corona spielt im September nicht mehr die Hauptrolle. (News zum Coronavirus)

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und neuer CDU-Vorsitzender, und Markus Söder (r), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender.

Und Söder? Der sonnt sich zwar in den Umfragen, doch besonders für den bayerischen Ministerpräsidenten gilt: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Aktie Söder ist überzeichnet. Gute Rhetorik ersetzt nicht gute Politik. Jenseits des Weißwurstäquators könnte der Scheinriese noch ordentlich schrumpfen.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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