Umstrittene Gaspipeline

Biden führt Trump-Kurs weiter: US-Regierung knallhart gegenüber Nord Stream 2

Joe Biden und Antony Blinken sitzen an einem Tisch.
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Klarer Kurs in puncto Nord Stream 2: US-Präsident Joe Biden (l) und sein Außenminister Antony Blinken stehen dem Projekt kritisch gegenüber.

„Nord Stream 2 ist ein schlechtes Projekt.“ Die USA haben deutliche Worte gewählt und einen „sofortigen“ Stopp der Pipeline gefordert.

Washington - Die USA haben am Donnerstag den „sofortigen“ Stopp am Bau der umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2 gefordert. Jede Stelle, die am Projekt Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland beteiligt sei, müsse sich „sofort“ zurückziehen oder mit US-Sanktionen rechnen, erklärte US-Außenminister Antony Blinken. Die Regierung von Präsident Joe Biden* sei verpflichtet, das dazu vom Kongress verabschiedete Sanktionsgesetz umzusetzen.

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Das Außenministerium prüfe Informationen über Unternehmen, die am Bau der Pipeline beteiligt sind, fügte Blinken hinzu. „Nord Stream 2 ist ein schlechtes Projekt - für Deutschland, für die Ukraine und für unsere Verbündeten und Partner in Mittel- und Osteuropa“, erklärte der Außenminister und bekräftigte damit Washingtons langjährigen Widerstand gegen die über neun Milliarden Euro teure Gaspipeline.

Die Arbeiten an der Pipeline durch die Ostsee waren im Dezember wieder aufgenommen worden, nachdem sie wegen US-Sanktionen fast ein Jahr unterbrochen waren. Die Pipeline zwischen Russland und Deutschland ist fast fertig gebaut.

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Die USA sind strikt gegen Nord Stream 2. Washington argumentiert, die Pipeline schaffe eine zu starke Abhängigkeit Europas von russischen Energielieferungen. Nicht nur der frühere Präsident Donald Trump* war ein entschiedener Gegner des Projekts - auch sein Nachfolger Joe Biden hat Nord Stream 2 wiederholt kritisiert. Auch Frankreich und viele andere europäische Staaten stehen dem Projekt kritisch gegenüber. Die Bundesregierung hält trotz der Kritik an dem Projekt fest.

Die USA haben Sanktionen gegen Firmen angedroht, die an Bau und Zertifizierung der 1200 Kilometer langen Röhre beteiligt sind. Konkrete Sanktionen wurden im Januar gegen das russische Verlegeschiff „Fortuna“ und dessen Inhaberin, die russische Firma KVT-RUS, verhängt. Eine Reihe von Unternehmen, darunter der Versicherungskonzern Axa, zogen sich deshalb bereits aus dem Projekt zurück. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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