Jemen: Salih stimmt Wahlen Ende 2011 zu

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Der durch Proteste schwer unter Druck geratene jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih hat am Mittwoch vorgezogenen Wahlen noch in diesem Jahr zugestimmt.

Sanaa - Wende im Jemen: Der durch Proteste schwer unter Druck geratene jemenitische Präsident Ali Abdullah Salih hat am Mittwoch vorgezogenen Wahlen noch in diesem Jahr zugestimmt.

Dies berichtete die staatliche jemenitische Nachrichtenagentur Saba. Er folgt damit einer wesentlichen Forderung der Opposition. Salih soll demnach eingewilligt haben, dass bis zum Ende des Jahres ein neuer Präsident gewählt wird. Der Herrscher, der seit 32 Jahren über das verarmte Land im Süden der arabischen Halbinsel regiert, soll keine weitere Kandidatur mehr anstreben. Seit Mitte Februar demonstrierten Hunderttausende Menschen für den Rücktritt Salihs.

Der Präsident hatte immer wieder seine Sicherheitskräfte mit brutaler Gewalt und häufig auch unter Einsatz von Schusswaffen gegen unbewaffnete Demonstranten vorgehen lassen. Der Höhepunkt dieser Gewalt war am letzten Freitag erreicht, als Scharfschützen in die Menge schossen und 53 Menschen töteten. Salih hatte daraufhin den Ausnahmezustand erklärt. Dieser wurde vom Parlament in Sanaa, in dem Salihs Regierungspartei eine komfortable Mehrheit hat, abgesegnet. In Sanaa demonstrierten am Mittwoch dennoch Tausende Menschen weiter.

dpa

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