Shebab-Miliz: Attentäter sind "Helden"

Islamischer Staat kündigt weitere Terrorangriffe an

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Das islamische Glaubensbekenntnis, die sogenannte Schahada auf einer Fahne, verwendet auch der Islamische Staat.

Mossul - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ als Start einer größeren Terrorkampagne mit weiteren Angriffen in Europa und den USA bezeichnet.

„Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen“, sagte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari nach Angaben von Anwesenden beim Freitagsgebet in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mossul. „Morgen werden es Großbritannien, die USA und andere sein.“ Die Drohung gelte für alle Länder des Bündnisses, das Luftangriffe auf den Islamischen Staat fliege.

Berliner Moschee-Vorstand befürchtet Anschläge

Der Vorstand der Sehitlik-Moschee im Berliner Stadtteil Neukölln, Ender Cetin, befürchtet nach dem mutmaßlich islamistischen Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris Anschläge auf Moscheen in Deutschland. Die Vorbehalte gegenüber Muslimen wüchsen. „Wir machen uns Sorgen. Die Angst ist da, dass Pegida wieder stärker wird und wieder Anschläge passieren auf Moscheen“, sagte Cetin am Freitag im Inforadio des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

Zur Bekämpfung von Vorurteilen müsse es statt einzelner Projekte langfristige strukturelle Programme geben - mit pädagogisch und psychologisch geschulten Mitarbeitern. Cetin erinnerte daran, dass eine spätere Radikalisierung von Jugendlichen eine Vorgeschichte habe. Meist beginne sie mit Kriminalität und familiären Problemen. Dem könne man vorbeugen.

Weißes Haus hat keinen konkreten Hinweis auf Terrorpläne in USA

Die US-Sicherheitsbehörden haben nach Angaben des Weißen Hauses keine Hinweise auf konkrete Terrordrohungen in den USA. Das sagte Regierungssprecher Josh Earnest nach Beratungen von Präsident Barack Obama mit seinem Sicherheitsteam am Donnerstag. Einzelheiten nannte er nicht. Zugleich besuchte Obama am Abend die französische Botschaft in Washington. TV-Bilder zeigten, wie er sich dort in das Kondolenzbuch eintrug. Obama hatte das Attentat auf das Satiremagazin in Paris bereits zuvor als feige Tat und als Anschlag auf die Meinungsfreiheit verurteilt.

Shebab-Miliz: Attentäter sind "Helden"

Die radikalislamische Shebab-Miliz in Somalia hat die Attentäter von Paris als "Helden" gefeiert. Mit ihrem Angriff auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo" hätten die mutmaßlichen Islamisten "Millionen Muslimen eine Freude gemacht", erklärten die Extremisten am Freitag in einer über ihren Radiosender Andalus verbreiteten Mitteilung. Die französische Satire-Zeitung habe "unseren Propheten beleidigt und Millionen Muslime empört". Die beiden Täter seien die ersten, die sich dafür gerächt hätten.

Dann zitierte die Miliz den getöteten Gründer des Extremisten-Netzwerks Al-Kaida, Osama bin Laden. Dieser habe dem Westen gesagt, dass Blut fließen werde, wenn der Meinungsfreiheit keine Grenzen gesetzt würden. Die mit Al-Kaida verbündete Shebab-Miliz kämpft seit Jahren in Somalia für einen islamischen Staat. Sie kontrolliert Gebiete im Zentrum und Süden des nordostafrikanischen Landes und verübt immer wieder Anschläge. Auch ist sie verantwortlich für eine Reihe von Angriffen im Nachbarland Kenia.

dpa/afp

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