Gegen Rassismus

Hunderte protestieren gegen Poggenburg-Auftritt in Hamburg

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Demonstration gegen Poggenburg-Besuch in Hamburg

In Hamburg haben sich mehrere Hundert Demonstranten gegen den Auftritt des AfD-Politikers André Poggenburg versammelt. Die AfD distanzierte sich von dem Auftritt.

Hamburg - Mehrere Hundert Demonstranten haben gegen einen Auftritt des AfD-Rechtsaußen André Poggenburg in Hamburg-Wilhelmsburg demonstriert. Die Polizei sprach am Donnerstagabend von 400 bis 500 Kundgebungsteilnehmern.

Die Veranstaltung im Privathaus der AfD-Bezirkschefin von Hamburg-Mitte, Nicole Jordan, hatte auch parteiintern in der Hansestadt für Unmut gesorgt. Die AfD-Bürgerschaftsfraktion distanzierte sich von dem Treffen, zu dem der Bezirksvorstand den früheren AfD-Landesvorsitzenden von Sachsen-Anhalt und Mitbegründer des rechtsnationalen „Flügels“ eingeladen hatte.

Ein Transparent mit der Aufschrift „Our love is louder than fear“

Ein Teil der Demonstranten war am Donnerstagabend mit einem Floß auf einem Kanal bis ganz in die Nähe des Hauses zu einem Anleger gefahren. Auf einem Banner stand „Solidarity will win - Rassismus ist keine Option“. Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf der Protestkundgebung. Zu der Veranstaltung selbst im Privathaus von Jordan waren nach ersten Schätzungen der Polizei 30 Personen gekommen. Ob Poggenburg dabei war, blieb zunächst unklar.

Poggenburg hatte 2015 zusammen mit seinem Thüringer Parteikollegen Björn Höcke den Flügel als Rechtsaußengruppierung innerhalb der AfD gegründet. Anfang des Jahres hatte er bei einer Rede in Sachsen durch türken- und ausländerfeindliche Äußerungen für Empörung gesorgt.

dpa

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