Vorwurf an die Regierung

Grüne: Schönrechnerei bei Kita-Plätzen

Berlin - Mit dem Wirksamwerden des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz für Ein- und Zweijährige an diesem Donnerstag haben die Grünen der Bundesregierung Tricksereien vorgeworfen.

 „Die Bilanz ist schöngerechnet“, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Renate Künast, der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstag. „Und dass die Zahl statistisch am Ende gerade so reicht, ist sicher nicht das Verdienst von Frau Schröder“, fügte sie mit Blick auf Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hinzu.

In vielen Regionen wie etwa Bayern gebe es außerdem noch erhebliche Lücken. Dort liege die Versorgungsquote in Wahrheit unter 30 Prozent. „Vor allem aber gibt es ein Defizit in der Qualität“, sagte Künast. Die Grünen wollten im Fall eines Wahlsiegs dafür Sorge tragen, dass der Bund im gesamten Bildungsbereich mehr Kosten übernimmt. „Mit unserem Steuerpaket wollen wir auch Geld dafür freimachen, den Ausbau von Kitas und Ganztagsschulen zu finanzieren.“

dpa

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