1. come-on.de
  2. Politik

Greta Thunberg attackiert schottische Klimapolitik

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nadja Austel

Greta Thunberg
Aktivistin Greta Thunberg. (Archivfoto) © Odd Andersen/AFP

Zwei Monate vor der UN-Klimakonferenz kritisiert Aktivistin Greta Thunberg die Klimapolitik des Gastgeberlands Schottland.

Glasgow – In zwei Monaten findet im schottischen Glasgow die 26. UN-Klimakonferenz statt. Trotz aller Beteuerungen sei das Gastgeberland dabei keineswegs ein vorbildliches Beispiel für den Kampf gegen den Klimawandel, wie Thunberg gegenüber der BBC betonte.

Ein Beispiel: Nahe der Shetlandinseln wird derzeit ein neues Ölfeld geplant. Thunberg zufolge sage das bereits genug über Schottlands klimapolitische Strategie aus. Der Ausrichter der Klimakonferenz plane die Infrastruktur für fossile Brennstoffe noch weiter aus-, statt abzubauen, so die Klimaaktivistin im Interview.

Greta Thunberg bemängelt fehlende Bereitschaft zum Klimaschutz

„Es gibt einige Länder, die etwas mehr tun als andere, aber wenn wir es aus einer breiteren Perspektive betrachten, können wir mit Sicherheit sagen, dass es – zumindest im globalen Norden – keine Länder gibt, die auch nur annähernd das tun, was nötig wäre“, sagte Thunberg.

Zum Eintritt der Scottish Green Party in die Regierung äußerte sie sich ebenfalls kritisch: „Natürlich mag es einige Politiker geben, die etwas weniger schlimm sind als andere. Das war sehr gemein, aber Sie verstehen meinen Punkt.” Es sei ein Hoffnungszeichen, dass die Menschen sich etwas wünschten, dass „grüner“ ist, was auch immer das heiße. Aber die Klimakrise zu bewältigen sei nicht so leicht wie für eine grüne Partei abzustimmen.

UN-Klimakonferenz: Nimmt Greta Thunberg teil?

Ob sie an der Konferenz im November teilnehmen werde, habe sie noch nicht entscheiden. Grundvoraussetzung sei, dass die Tagung „sicher und demokratisch” ablaufe. Das bedeute auch, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ärmeren Ländern vollständig gegen Corona* geimpft sein müssten und die Möglichkeit bekommen, anzureisen, so Thunberg. Falls sie teilnehme, werde sie mit dem Zug anreisen. Allerdings betonte sie auch: Die Konferenz werde zu nichts führen, „wenn wir diese Krise nicht auch wie eine Krise behandeln.”

Greta Thunberg
Klimaaktivistin Greta Thunberg 2020 in Brüssel. © Virginia Mayo/AP/dpa

Die 18-jährige Schwedin rief mit ihren Schulstreiks vor drei Jahren die Initiative Fridays for Future ins Leben*. (Nadja Austel mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare