"Gorch Fock": Bericht liegt vor

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Der Untersuchungsbericht zur "Gorch Fock" wurde in Berlin vorgelegt.

Berlin/Glücksburg - Der mit Spannung erwartete Untersuchungsbericht zur "Gorch Fock" liegt vor - und entlastet möglicherweise den suspendierten Kommandanten. 

Rund vier Monate nach dem Unfalltod einer jungen Kadettin auf dem Segelschulschiff “Gorch Fock“ ist der Untersuchungsbericht an Marineinspekteur Axel Schimpf übergeben worden. Der Leiter der Untersuchungskommission und Chef des Marineamtes, Horst-Dieter Kolletschke, habe den Bericht überreicht, erklärte ein Marinesprecher am Mittwoch in Glücksburg. Jetzt soll er an den Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus und die Mitglieder des Verteidigungsausschusses im Bundestag übergeben werden.

Die Offiziersanwärterin Sarah Lena S. war am 7. November im brasilianischen Hafen von Salvador da Bahia aus 27 Meter Höhe aus der Takelage des Segelschiffes auf Deck gestürzt und später gestorben. Anschließend waren Vorwürfe laut geworden, an Bord würden Kadetten drangsaliert. Daraufhin hatte der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg den Kommandanten Norbert Schatz suspendiert und eine Untersuchungskommission auf das Schiff geschickt. Am 11. Februar beendete die Kommission ihre Arbeit auf dem Schiff und kehrte zur Auswertung nach Deutschland zurück.

Es gibt Hinweise, die auf eine mögliche Entlastung des Kommandanten hindeuten. Der inzwischen zurückgetretene Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte den Kapitän bis zum Ende der Untersuchungen suspendiert.

Am 16. März soll der Marineinspekteur den Untersuchungsbericht im Verteidigungsausschuss des Bundestages vorstellen.

dpa/dapd

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