480 Gaza-Aktivisten im Gefängnis

Tel Aviv - Nach dem blutigen Militäreinsatz Israels gegen die Gaza-Hilfsflotte im Mittelmeer sind bislang 480 internationale Aktivisten ins Gefängnis gebracht worden.

Der israelische Rundfunk meldete, Sicherheitskräfte hätten sie im Verlauf der Nacht in das Gefängnis Beerscheva in der Negev-Wüste transportiert. Sie sollen dort verhört werden. 48 weitere Aktivisten seien zum internationalen Flughafen Ben Gurion gebracht worden und sollen direkt abgeschoben werde. Unterdessen werden in den kommenden Tagen zwei weitere Solidaritätsschiffe vor dem Gazastreifen erwartet.

Israelische Soldaten hatten am Montag sechs Schiffe der “Solidaritätsflotte“ aufgebracht und dabei neun Aktivisten getötet und Dutzende verletzt. Die israelische Armee veröffentlichte Videobilder, die beweisen sollen, dass die Soldaten auf dem unter türkischer Flagge fahrenden Schiff “Marmara“ angegriffen wurden. Es sind darauf Menschen zu sehen, die mit Stangen wütend auf die Soldaten einschlagen. Einer der Soldaten wird kopfüber von einem der oberen Decks auf ein unteres Deck geworfen. Insgesamt wurden bei der Aktion fünf israelische Soldaten verletzt. Sie berichteten, in Notwehr gehandelt zu haben. Die Organisatoren der Hilfsflotte wiesen das zurück.

Noch 45 internationale Aktivisten

Nach israelischen Rundfunkangaben sind noch 45 internationale Aktivisten in ärztlicher Behandlung. Sie befänden sich in verschiedenen Krankenhäusern in Israel. Die meisten von ihnen seien Türken, Passagiere der angegriffenen “Marmara“. Die israelische Militäraktion hat eine Welle weltweiter Kritik ausgelöst.

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