Frauenquote: FDP auf Distanz zu von der Leyen

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Seine Partei wundere sich über von der Leyens Optimismus, noch in diesem Jahr eine gesetzliche Quote auf den Weg zu bringen, sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner am Dienstag in Berlin.

Berlin - Die FDP geht in der Debatte um eine Frauenquote in Unternehmen klar auf Distanz zu Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

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Seine Partei wundere sich über von der Leyens Optimismus, noch in diesem Jahr eine gesetzliche Quote auf den Weg zu bringen, sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner am Dienstag in Berlin. “Für die FDP kann ich sagen: Das wird sicher nicht der Fall sein.“ Von der Leyens Konzept einer starren Frauenquote per Gesetz sei “kein akzeptables Konzept“, kritisierte Lindner. Etwas milder äußerte er sich zu dem Vorschlag von Frauenministerin Kristina Schröder (CDU) für eine flexible Lösung je nach Unternehmen.

Dieser Idee stehe die FDP mit “skeptischer Diskussionsbereitschaft“ gegenüber, sagte Lindner. In ihrem Koalitionsvertrag hatten Union und FDP das Ziel ausgegeben, den Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst “maßgeblich“ zu erhöhen. Den konkreten Weg dahin ließen sie allerdings offen - ebenso die Frage, ob dafür Gesetze geändert werden sollen.

Von der Leyen macht sich nun für eine feste gesetzliche Quote und klare Sanktionen stark. Sie plädiert für einen 30-Prozent-Schlüssel in den Führungsetagen. Schröder will dagegen “keine staatliche Einheitsquote über alle Branchen hinweg“, sondern eine “Pflicht zur Selbstverpflichtung“ für Unternehmen. Sie schlägt eine gesetzliche Regelung vor, wonach Firmen selbst eine Frauenquote festlegen und veröffentlichen sollen, die dann innerhalb von zwei Jahren zu erreichen ist.

dapd

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