Frankreich: Bald Truppenabzug aus Mali

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Laurent Fabius

Paris - Bei ihrem Einsatz gegen islamistische Rebellen in Mali kommen die französischen Truppen gut voran. Paris denkt bereits über den Abzug nach. Doch nach wie vor ist die Lage gefährlich.

Die islamistischen Rebellen im Norden Malis setzen offenkundig auf einen Guerilla-Krieg. Seitdem Soldaten in der Umgebung der befreiten Städte mit Patrouillen begonnen hätten, gebe es Zusammenstöße mit kampfbereiten Dschihadisten-Gruppen, bestätigte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian am Mittwoch in Paris. In der Region Gao hätten zurückgebliebene Aufständische am Vortag sogar Raketen abgefeuert.

Le Drian sagte allerdings gleichzeitig, dass die ersten der mittlerweile 4000 französischen Soldaten bereits in einigen Wochen wieder abziehen sollten. Er erklärte dies mit der fortschreitenden Stationierung von Unterstützungstruppen aus anderen afrikanischen Ländern und verwies auf den bisherigen Erfolg des Militäreinsatzes. Seit Beginn der französischen Intervention seien auf der Seite des Gegners mehrere Hundert Kämpfer getötet worden. Auch die materiellen Schäden seien erheblich, sagte Le Drian. Auf französischer Seite kam bislang ein Soldat ums Leben.

Außenminister Laurent Fabius nannte zuvor als frühesten Termin für den Beginn des Truppenabzugs den nächsten Monat. „Ich denke, wenn alles wie geplant klappt, sollte die Zahl der französischen Truppen von März an sinken“, sagte er der Zeitung „Metro“ vom Mittwoch. „Die Afrikaner und Malier selbst sollen die Garanten für die Sicherheit, territoriale Integrität und Souveränität des Landes sein.“ Le Drian bezeichnete die aktuelle Zahl von 4000 französischen Soldaten als „Maximalformat“.

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Französische Einheiten hatten am 11. Januar damit begonnen, gemeinsam mit malischen Truppen gegen die aus dem Norden vorrückenden islamistischen Rebellen vorzugehen. Seither wurden die Städte Timbuktu und Gao, die sich über Monate in der Hand der Islamisten befanden, zurückerobert. In der Stadt Kidal im Nordosten Malis, sicherten französische Soldaten den strategisch wichtigen Flughafen, während die Stadt selbst nach Angaben der französischen Regierung von rund 1800 Soldaten aus dem zentralafrikanischen Tschad kontrolliert wird.

In Bezug auf mögliche Unterstützung internationaler Partner verwies Le Drian in einem Radiointerview erneut auf nicht ausreichende Mittel zur Luftbetankung der französischen Kampfjets. Zudem fehlten Drohnen für Aufklärungsmissionen, sagte er. Außenminister Fabius zeigte sich hingegen erfreut über die große Unterstützung für den Einsatz, national wie international.

Deutschland hatte zuletzt eine deutliche Aufstockung der Militärhilfe für Mali zugesagt. Neben Transport- und Tankflugzeugen sowie Militärausbildern sollen nun auch 40 Sanitäter in das westafrikanische Krisenland geschickt werden. Die Zahl der deutschen Soldaten im Mali-Einsatz wird damit auf mehr als 150 anwachsen. Darunter sind nach einer Einigung vom Dienstag auch 40 Pioniere, die sich an einer EU-Ausbildungsmission mit insgesamt 500 Soldaten beteiligen sollen. Nur ein deutscher Kampfeinsatz gegen islamistische Rebellen im Norden Malis ist weiterhin tabu.

dpa

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