Steuersenkungen: Wer davon profitiert

Mit dem “Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ wollen Union und FDP das erste Steuersenkungspaket umsetzen. Von links der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer, der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die von Schwarz-Gelb beschlossenen Entlastungen von jährlich 8,5 Milliarden Euro sollen von Januar 2010 an greifen. Es gibt aber Widerstand aus den Ländern. Das sind die Eckpunkte der Steuersenkungen:

FAMILIEN: Der jährliche Kinderfreibetrag soll von 6024 auf 7008 Euro angehoben werden.

Das monatliche Kindergeld wird um jeweils 20 Euro erhöht - also auf 184 für das erste und zweite Kind, auf 190 Euro für das dritte Kind und auf je 215 Euro für das vierte sowie weitere Kinder.

Kosten pro Jahr: bis zu 4,6 Milliarden Euro.

MEHRWERTSTEUER: Zum 1. Januar 2010 soll für Übernachtungen im Hotel- und Gaststättengewerbe der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gelten.

Kosten pro Jahr: fast eine Milliarde Euro.

UNTERNEHMENSSTEUER: Elemente der Unternehmenssteuerreform von 2008 werden korrigiert.

Kosten pro Jahr: fast 2,4 Milliarden Euro.

Einige Punkte der Unternehmenssteuerreform: Die “Zinsschranke“ - der Aufwand für Zinsen bei der Berechnung der Steuerlast - wird gelockert.

Sanierungs-Übernahmen werden erleichtert.

Bei der Gewerbesteuer soll der Teil der Aufwendungen für Immobilienmieten gekürzt werden, der bei Ermittlung der Gewerbesteuerlast hinzugerechnet und versteuert werden muss.

ERBSCHAFTSTEUER: Geschwister, Nichten und Neffen werden entlastet.

Für sie soll es einen neuen Stufentarif von 15 bis 43 Prozent geben.

Für Firmenerben wird die Arbeitsplatzauflage für eine Steuerbefreiung gelockert.

Kosten pro Jahr: bis zu 420 Millionen Euro.

BIOKRAFTSTOFF: Der Steuervorteil für reine Biokraftstoffe wird nicht reduziert und der Entlastungssatz in den Jahren 2009 bis 2011 fortgeschrieben.

Kosten pro Jahr: bis zu 127 Millionen Euro.

Berlin - Steuersenkungen: Wer davon profitiert

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Berlin
Kommentare zu diesem Artikel