Flüssigkeitsverbot bei Flügen soll bis 2013 wegfallen

Brüssel - Achteinhalb Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September werden die Sicherheitsbeschränkungen im europäischen Luftverkehr teilweise zurückgenommen.

Ein EU-Maßnahmenpaket zur Vereinfachung der Kontrollen trat am Donnerstag in Kraft. Wichtigste Nachricht: Bis spätestens zum April 2013 dürfen wieder Getränke und andere Flüssigkeiten mit an Bord genommen werden. Das Aussortieren von Getränken, Zahnpastatuben oder anderen Kosmetika mit mehr als 100 ml Volumen aus dem Handgepäck entnervt täglich tausende Passagiere. Die neuen Regeln sollten das Wohlbefinden der Reisenden “erheblich verbessern“, versprach Kommissionssprecherin Helen Kearns am Donnerstag.

Bis zum Frühjahr 2013 müssen alle Flughäfen in der EU mit Flüssigkeitsscannern ausgestattet sein, so dass das Aussortieren überflüssig wird. Schon ab April 2011 werden Getränke und Kosmetika, die in Dutyfree-Shops einiger Drittstaaten gekauft werden, nicht mehr konfisziert. Weitere Erleichterung: Sicherheitschecks für Reisende aus Drittstaaten, die an EU-Flughäfen umsteigen, werden künftig wegfallen.

Damit würden nicht nur erhebliche Kosten von Airlines und Flughäfen gespart, sondern auch die Zeit für die Passagiere gewonnen, heißt es in der Kommissionserklärung. Auch beim Verladen von Fracht sollen Doppelkontrollen abgebaut werden. Die Sicherheit werde nicht beeinträchtigt, sagte Verkehrskommissar Siim Kallas. Seit Einführung der ersten EU-weiten Regeln für den Luftverkehr im Jahr 2002 habe man aber einen Menge gelernt, so dass die Prozeduren nun verschlankt werden könnten.

dapd

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