Offenbar ein Brandanschlag

Flüchtlingsunterkunft auf Usedom ausgebrannt

Usedom - Auf der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern ist in der Nacht zum Sonntag eine geplante Flüchtlingsunterkunft ausgebrannt. Der Bürgermeister geht von einem Brandanschlag aus, da das Feuer offenbar vor allem im Dachstuhl gewütet habe.

Das sagte der Bürgermeister des Ortes Trassenheide, Horst Freese, der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei konnte zur Ursache des Feuers bislang noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen liefen, sagte ein Polizeisprecher in Neubrandenburg.

Auf eine Wand des Hauses hatten unbekannte Täter bereits vor sechs Wochen zwei mit Brandbeschleuniger gefüllte Glasflaschen geworfen. Damals entstand geringer Sachschaden.

Freese hatte am vergangenen Donnerstag auf einer gut besuchten Bürgerversammlung darüber informiert, dass am kommenden Donnerstag 15 Asylbewerber in das zweigeschossige Gebäude auf dem Gelände einer früheren Metallbaufirma einziehen würden. Vor allem Familien seien dafür vorgesehen gewesen, sagte er AFP.

Brand in Flüchtlingsunterkunft: Haus gerade frisch renoviert

Die Gemeinde hatte das 50 Meter lange Haus, das seit zehn Jahren leer stand, frisch renovieren lassen. Am frühen Sonntagmorgen konnten 48 Feuerwehrmänner nicht verhindern, dass das Haus nach dem Brand unbewohnbar ist, sagte der Polizeisprecher.

Anfang Oktober war in Boizenburg im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns ein dreistöckiges Fachwerkhaus in Brand gesteckt worden. In ihm hätten wenig später knapp 50 Flüchtlinge einziehen sollen. In diesem Jahr hat es in Deutschland immer wieder Brandanschläge auf geplante Flüchtlingsheime gegeben.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Symbolbild

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