Nicht nur Sparen: Experten fordern Kurswechsel

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Proteste in Athen gegen Auswirkungen des Sparkurses, der Griechenland abverlangt wird.

Berlin - Ist der Zwang zum strikten Sparen der falsche Weg? Experten der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung haben einen Kurswechsel in der europäischen Krisenpolitik gefordert.

Der Kampf gegen die Krise konzentriere sich immer noch zu stark auf einen konjunkturschädlichen Sparkurs, heißt es in der Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Stattdessen sei solides Wachstum nötig, um Europas Staatsfinanzen zu sanieren.

Diese Erkenntnis breite sich aus. „Aber der grundsätzliche Paradigmenwechsel steht noch aus“, sagte der Wissenschaftliche Direktor Gustav Horn. Als Schritt in die richtige Richtung bewerten die Wissenschaftler die Bereitschaft der Europäischen Zentralbank (EZB), notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern zu kaufen. Zugleich begrüßten sie das Plädoyer des Internationalen Währungsfonds zur Streckung von Reformprogrammen und die Versicherung von Finanzminister Wolfgang Schäuble, keinen Staatsbankrott Griechenland zuzulassen.

dpa

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