EU-Hilfen für Airlines in Sicht

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EU-Kommissar Siim Kallas verspricht den Airlines EU-Hilfen wegen der Flugausfälle.

Brüssel/London - Die scharfe Kritik der Luftfahrtbranche an dem Flugverbot über Europa hat Erfolg: Die Airlines sollen EU-Gelder bekommen, um die Kosten durch die Flugausfälle abzufedern.

Nach scharfer Kritik der internationalen Luftfahrtbranche an der Verhängung von Flugverboten will die EU-Kommission rasch staatliche Hilfen für die von dem Flugverbot über Europa geplagten Airlines ermöglichen. “Das haben wir schon nach dem 11. September getan“, sagte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas am Montag in Brüssel. Etwaige staatliche Zuschüsse für die Fluggesellschaften müssten auf die Auswirkungen der Vulkan-Krise beschränkt bleiben und dürften zu keinen Wettbewerbsverzerrungen führen.

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Die EU kommt damit entsprechenden Forderungen europäischer Fluglinien entgegen, die eine finanzielle Entschädigung wegen der weitgehenden Sperrung des europäischen Luftraums und der damit verbundenen Flugausfälle gefordert haben. Der Luftfahrtbranchenverband IATA kritisierte vor allem das Krisenmanagement der Behörden. Man sei sehr unzufrieden damit, “wie die Regierungen damit umgegangen sind, ohne Risikoabschätzung, ohne Konsultationen, ohne Koordination und ohne Führung“.

Die Schließung von wichtigen Lufträumen wegen der Wolke aus Vulkanasche aus Island koste die Fluglinien rund 200 Millionen Dollar (150 Millionen Euro) täglich und betreffe Millionen von Reisenden. Wegen der unterschiedlichen Regelungen auf nationaler Ebene zur Sperrung oder Öffnung des jeweiligen Luftraums forderte Spanien, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, eine einheitliche EU-Linie. Die Verkehrsminister der EU-Staaten wollten dazu am Montagnachmittag in einer Videokonferenz über Wege aus dem seit Tagen anhaltenden Chaos im Luftverkehr beraten.

DAPD

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