Gegenseitige Vorwürfe

Ermittlungen gegen AfD-Abgeordneten wegen Vergewaltigungsverdachts

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Matthias Büttner äußert sich am 31. Januar 2017 zum Vergewaltigungsverdacht gegen ihn.

Magdeburg/Erfurt - Die Erfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Sachsen-Anhalter AfD-Landtagsabgeordneten Matthias Büttner wegen des Verdachts der Vergewaltigung.

Eine ehemalige AfD-Referentin hatte ihn wegen sexueller Nötigung angezeigt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Erfurt, wo sich die Tat angeblich ereignet haben soll, bestätigte am Dienstag Vergewaltigungsermittlungen gegen einen Landtagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt. Aufgrund der Aktenlage bestehe der Verdacht, dass es sich nicht nur um eine versuchte, sondern eine vollzogene Vergewaltigung handele, sagte er. Zuvor hatte die Mitteldeutsche Zeitung (Dienstag) über die neue Einschätzung berichtet. Die Vorwürfe gegen Büttner sind bereits seit einigen Wochen bekannt. Er selbst hatte am Montag seine Unschuld beteuert.

Die frühere Mitarbeiterin wirft Büttner vor, sie nach einem Treffen mehrerer AfD-Fraktionen Mitte November in Erfurt sexuell bedrängt zu haben. Angezeigt hatte sie ihn, nachdem sie von der AfD-Fraktion entlassen worden war.

Büttner seinerseits warf der Frau am Montag vor, ihre Noten geschönt zu haben, um an den Job zu kommen. Die AfD-Fraktion sprach von einem Rachefeldzug der Ex-Mitarbeiterin. Ihr war nach nur wenigen Wochen - und kurz nach dem Erfurter AfD-Treffen - gekündigt worden. Die Fraktion begründet den Rausschmiss mit schlechter fachlicher Arbeit.

dpa

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