Rebellenhochburg

Menschenrechtler: Erneut Luftangriffe auf Idlib

Eine Rauchwolke steigt nach einen Luftangriff der syrischen Regierung auf Hobeit bei Idlib auf. Foto: Syrian Civil Defense White Helmets/AP

Zivilschutzarbeiter vor einem Gebäude in Hobeit bei Idlib, das durch einen Luftangriff der syrischen Regierung zersört wurde. Foto: Syrian Civil Defense White Helmets/AP

Zivilisten und Zivilschutzarbeiter neben einem zerstörten Gebäude in Hobeit bei Idlib. Foto: Syrian Civil Defense White Helmets/AP

Der südliche Teil der Provinz Idlib und der Norden der angrenzenden Region Hama seien von etwa 90 Bombardements erschüttert worden, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Foto: Anas Alkharboutli

Personen durchsuchen die Trümmer nach den Luftangriffen der syrischen Regierung auf Hass in der Region Idlib. Foto: Anas Alkharboutli

Spuren des Angriffs in einem Krankenhaus. Foto: Anas Alkharboutli

Die Luftangriffe im syrischen Idlib haben offenbar erneut eingesetzt. Beobachter rätseln, ob die befürchtete Großoffensive bereits startet.

Damaskus (dpa) - Nach einer relativ ruhigen Nacht im syrischen Idlib haben die Luftangriffe auf die Rebellenhochburg Menschenrechtlern zufolge am Sonntag erneut eingesetzt.

Im Süden der Provinz und im Norden der angrenzenden Region Hama hätten russische Flugzeuge 14 Bombardements ausgeführt. Die Luftwaffe der Regierung habe zudem mindestens 25 Fassbomben über Rebellengebieten abgeworfen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag. Eine Zahl von Toten und Verletzten wurde zunächst nicht genannt.

Am Samstag hatten russische Kampfjets und die syrische Luftwaffe die schwersten Angriffe auf Idlib seit einem Monat geflogen. Dazu gab es Beschuss mit Artillerie und Raketen. Wegen der Angriffe seien in den vergangenen zwei Tagen etwa 5000 Menschen innerhalb der Region geflohen. Ob es sich schon um den Start der befürchteten Großoffensive handelt, bewerteten Beobachter aber zurückhaltend.

Idlib ist das letzte große Rebellengebiet in Syrien. Die Regierung hatte dort in den vergangenen Wochen ihre Truppen zusammengezogen und mit einer Offensive gedroht. Sie will nach eigenen Angaben das ganze Land wieder unter ihre Kontrolle bringen. Syrien und sein Verbündeter Russland wollen in Idlib nach eigenen Angaben "Terroristen" bekämpfen. In der Region ist die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Miliz Haiat Tahrir al-Scham, die sich früher Al-Nusra-Front nannte, sehr stark.

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