Dresden: Ruhige Nacht nach Nazi-Krawallen

Dresen - Nach dem verhinderten Nazi-Aufmarsch in Dresden hat sich in der vergangenen Nacht die Lage in der Stadt wieder beruhigt. Am Samstag waren bis 30 Personen festgenommen worden.

Nach den teilweise gewaltsamen Konfrontationen bei einer Versammlung von Neonazis hat Dresden nach Angaben der Polizei eine ruhige Nacht erlebt.

Mehrere tausend Gegendemonstranten hinderten die Rechtsextremisten am Samstag an einem geplanten Demonstrationszug durch Dresden-Neustadt. In dem Stadtteil kam es allerdings mehrfach zu Zusammenstößen zwischen beiden Lagern sowie mit der Polizei.

Nach vorläufigen Angaben wurden 25 bis 30 Personen festgenommen. Zur Zahl von Verletzten gebe es bislang noch keine genauen Informationen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen.

Mehrere Blockaden von Gegendemonstranten machten einen Abmarsch der Rechtsextremisten vom Bahnhofsvorplatz in Dresden-Neustadt unmöglich. Dort fand dann lediglich eine mehrmals unterbrochene Kundgebung statt.

Auf der anderen Seite der Elbe demonstrierten mehr als 10.000 Bürger mit einer Menschenkette friedlich gegen den Rechtsextremismus. “Dresden will sie nicht, und diese Bande gehört nicht hierher“, sagte Oberbürgermeisterin Helma Orosz.

Dresden gedachte am Samstag der Opfer der allierten Luftangriffe in der Nacht zum 14. Februar 1945.

dapd

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