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Wirbel um Treffen im Weißen Haus - verfolgt Donald Trump einen perfiden Plan?

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Von: Felix Durach

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US-Präsident Donald Trump will seine Wahlniederlage offenbar weiterhin nicht anerkennen. Ein Beratertreffen im Weißen Haus sorgt in den USA nun für Aufsehen.

Washington D.C. - Auch über eineinhalb Monate nach der US-Präsidentschaftswahl* kämpft der abgewählte Präsident Donald Trump weiterhin um seinen Verbleib im Weißen Haus. Dabei scheint der 74-Jährige jetzt wohl alle Register ziehen zu wollen, denn die Zeit bis zur Amtseinführung des gewählten Präsidenten Joe Biden* wird immer knapper.

Am 20. Januar 2021 wird der Demokrat als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt*. Bis dahin versucht das Trump-Team noch einmal alles, um den Demokraten Wahlbetrug vorzuwerfen und Donald Trump im Weißen Haus zu behalten.

Donald Trump will US-Präsident bleiben - Wirbel um Treffen im Weißen Haus

Für Aufsehen sorgte dabei nun vor allem auch ein Treffen im Weißen Haus*, das sich am Freitag ereignet haben soll. Wie unter anderem die New York Times unter Berufung auf Insider berichtet, sollen daran neben Trumps Beraterteam und seinem persönlichen Anwalt Rudy Giuliani, auch die Anwältin Sidney Powell und Trumps ehemaliger Sicherheitsberater Michael Flynn teilgenommen haben.

Den Berichten zu Folge soll Donald Trump dabei unter anderem darauf gedrängt haben Powell als Sonderberaterin in die Untersuchungen um einem potenziellen Wahlbetrug einzubinden. Die Rechtsanwältin hatte bereits in der Vergangenheit wegen verschwörungstheoretischen Aussagen für Schlagzeilen gesorgt.

So behauptet Powell unter anderem, dass die Regierung Venezuelas gemeinsam mit dem Wahlmaschinen-Hersteller „Dominion“ einen Komplott entwickelt hätten, um die Wiederwahl von US-Präsident Trump zu verhindern.

US-Präsident Donald Trump steht im Oval Office vor einem goldenen Vorhang.
US-Präsident Donald Trump zieht im Kampf um das Weiße Haus alle Möglichkeiten in Betracht. © Patrick Semansky/AP/dpa

Donald Trumps Beratertreffen läuft komplett aus dem Ruder - Teilnehmer sollen sich angeschrien haben

Powell, die während des Gesprächs auch anderen Teilnehmern vorgeworfen haben soll, nicht für Trump kämpfen zu wollen, gilt auch im engeren Beraterstab des US-Präsidenten als äußert umstritten. So sollen sich bei diesem Meeting gleich mehrere Berater gegen ein Miteinbeziehen der Anwältin gestellt habe. So auch Rudy Giuliani, der als Trumps persönlicher Anwalt bisher die Klagen des US-Präsidenten gegen die Wahlbehörden angeführt hatte.

Das Meeting im Weißen Haus soll dabei teilweise komplett aus dem Ruder gelaufen sein, zwischenzeitlich sollen sich sogar mehrere Teilnehmer gegenseitig angeschrien haben. Der Streit könnte dabei auch in Verbindung mit Trumps ehemaligem Sicherheitsberater Michael Flynn stehen.

Flynn, der gleichzeitig ein Klient von Sidney Powell ist, hatte in der vergangene Woche in einem Gespräch mit dem konservativen Nachrichtensender Newsmax mit kontroversen Aussagen für Aufsehen gesorgt.

Trumps ehemaliger Sicherheitsberater Michael Flynn verlässt mit der Rechtsanwältin Sidney Powell das Bundesgericht in Washington.
Trumps ehemaliger Sicherheitsberater Michael Flynn (r) mit der Rechtsanwältin Sidney Powell. © Manuel Balce Ceneta

Um US-Präsident zu bleiben - will Donald Trump das Kriegsrecht ausrufen?

Dabei hatte der 61-Jährige dem Noch-Präsidenten geraten, das Kriegsrecht auszurufen, um das Militär in den Staaten zu stationieren, die Trump verloren hatte und so den Wahlvorgang wiederholen zu lassen. Insidern zu Folge erkundigte sich Donald Trump auch bei dem Treffen im Weißen Haus bei Flynn über dessen Idee. Der Präsident scheint wohl alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, um einen Verbleib im Weißen Haus zu sichern.

Auch wenn sowohl Sprecher von Rudy Giuliani, als auch von Sidney Powell sich über die Inhalte des Treffens am Freitag bedeckt hielten, hat zumindest US-Präsident Trump* über Twitter auf die Medienberichte reagiert. „Kriegsrecht = Fake News. Nur mehr wissentlich schlechte Berichterstattung“, schrieb der 74-Jährige.

Bisher konnte das Trump-Lager jedoch keine Beweise vorbringen, die die Wahlbetrugs-Theorien unterstützen würden. (fd)

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