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Trump-Minister schockt mit zweifelhafter Aussage zur Amtsübergabe des Präsidenten - danach wird er dünnhäutig

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Von: Marcus Giebel

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Nach wie vor gesteht sich Donald Trump seine Wahlniederlage gegen Joe Biden nicht ein. Außenminister Mike Pompeo geht sogar noch einen Schritt weiter.

Washington D.C./München - Donald Trump* sorgt auf der ganzen Welt für Kopfschütteln mit seiner Weigerung, seine Wahlniederlage gegen Joe Biden* einzugestehen. Wirklich auf der ganzen Welt? Nun ja, in seinem Lager gibt es schon noch diverse Personen, die wie der US-Präsident von einem Verbleib im Weißen Haus über den 20. Januar 2021 hinaus ausgehen. Oder wollte Mike Pompeo mit seiner Aussage vor Journalisten einfach nur provozieren?

Der Außenminister antwortete auf die Frage, ob sein Ministerium eine Übergabe an das Team von Biden vorbereite, ganz ungeniert: „Es wird einen reibungslosen Übergang zu einer zweiten Trump-Regierung geben.“ Zudem empfahl Pompeo, den in der Verfassung festgelegten weitere Prozess abzuwarten. Die Welt könne jedoch „volles Vertrauen“ darin haben, dass das Ministerium sofort nach der Vereidigung des neuen Präsidenten am 20. Januar voll einsatzfähig sei.

Trump-Team zur Machtübergabe: Pompeo vertraut auf das Wahlsystem und fährt Journalisten an

Von einer Anerkennung des Wahlergebnisses, nach dem der demokratische Herausforderer bereits vor der Auszählung aller Stimmen in allen Staaten mehr als die benötigten 270 Wahlleute* auf sich vereint, also weiter keine Spur. Doch es kam noch verrückter. So reagierte Pompeo dünnhäutig auf die Frage, ob Trumps Weigerung, eine Niederlage einzugestehen, nicht Aufrufe des Außenministeriums an andere Länder für faire und freie Wahlen diskreditiere. Dies sei „lächerlich“, denn: „Die Vereinigten Staaten haben ein Wahlsystem, das tief in unserer Verfassung verankert ist.“ Diesem System werde sein Team folgen.

Trump wirft den Demokraten bekanntlich wie vor vier Jahren Betrug vor, hat dafür jedoch noch keinerlei Beweise vorgelegt. Die
Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hatten bei der US-Wahl keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Der Leiter der OSZE-Mission, Michael Georg Link, hatte Trumps Manipulationsvorwürfe als „haltlos“ bezeichnet.

US-Außenminister Mike Pompeo bei einer Pressekonferenz
Geht offenbar noch immer wohl Wahlsieg von Donald Trump aus: US-Außenminister Mike Pompeo überrascht mit einer fragwürdigen Aussage. © Jacquelyn Martin/dpa

Trump-Team zur Machtübergabe: Ergebnisse in mehreren Staaten werden angefochten

Der Amtsinhaber schien am Wahlabend noch gute Siegchancen zu haben. Allerdings geriet er in mehreren Staaten nach Auszählung der zumeist demokratischen Briefwähler noch ins Hintertreffen und hat den Popluar Vote bereits deutlich verloren. In den erst nach mehreren Tagen ausgezählten Staaten will Trump das Ergebnis anfechten. Nach wie vor garantiert der Republikaner auch keine friedliche Machtübergabe. (mg, dpa) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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