News-Ticker aus dem Weißen Haus

Reporter: Trump löste mit geplantem Nordkorea-Tweet Alarm im Pentagon aus

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Donald Trump.

Eine Psychologin hält US-Präsident Trump für äußerst gefährlich und attestiert ihm Wahnvorstellungen. Ein Reporter verkündet Neuigkeiten nach einem geplanten Tweet. Die News aus dem Weißen Haus.

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22.57 Uhr: John Bolton, Nationaler Sicherheitsberater der US-Regierung, greift den Internationalen Strafgerichtshof scharf an. Haager Richtern und Anklägern soll die Einreise in die USA verwehrt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

11.27 Uhr: Nach einem Tweet von US-Präsident Donald Trump zu möglichen Auswirkungen des Handelskonflikts mit China auf Preise von Apple-Produkten sind Kurse deutscher Halbleiteraktien am Montag unter Druck geraten. Sie folgten damit im frühen Handel den Vorgaben aus Asien, wo vor allem die Papiere von Apple-Zulieferern verkauft worden waren.

Trump hatte am Samstag getwittert, die Preise der Apple-Produkte könnten wegen der massiven Zölle, die gegen China verhängt werden, steigen. Es gebe allerdings „eine einfache Lösung mit null Prozent Abgaben und sogar Steueranreizen“, hieß es in dem Tweet. „Stellen Sie Ihre Produkte in den Vereinigten Staaten statt in China her“, forderte Trump von Apple.

10.54 Uhr: Die USA und die EU haben am Montag Gespräche über die Lösung ihres Handelskonflikts aufgenommen. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer kam am Vormittag in Brüssel mit EU-Außenhandelskommissarin Cecilia Malmström zusammen. Es ist das erste Treffen beider, seitdem US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sich im Juli auf Verhandlungen zur Beilegung de transatlantischen Handelskonflikts verständigten. Malmström und Lighthizer sollen nun insbesondere über einen Zeitplan für die Gespräche beraten.

Trump wirft der EU bei einer ganzen Reihe von Produkten eine unfaire Handelspolitik vor. Nach Strafzöllen auf Stahl und Aluminium drohte er den Europäern auch mit Aufschlägen auf Auto-Einfuhren in die USA. Trump und Juncker konnten sich dann Ende Juli in Washington darauf einigen, Gespräche über den fast vollständigen Abbau von Handelsbeschränkungen bei Industriegütern aufzunehmen.

10.50 Uhr: Die USA wollen nach Angaben der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) die Vertretung der Palästinenser in Washington schließen. Ein Vertreter der US-Regierung habe die PLO über die Entscheidung informiert, teilte PLO-Generalsekretär Saeb Erekat am Montag mit. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte erst vor gut einer Woche entschieden, die Zahlungen für das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) einzustellen.

Trump löste offenbar mit geplantem Nordkorea-Tweet Alarm im Pentagon aus

7.22 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat nach den Worten von Reporter-Legende Bob Woodward mit einem geplanten Tweet zu Nordkorea das US-Verteidigungsministerium in höchste Alarmstufe versetzt. Trump habe eine Twitter-Botschaft mit dem Inhalt entworfen, die Familienangehörigen sämtlicher 28.000 in Südkorea stationierten US-Soldaten sollten abgezogen werden, sagte Woodward dem Sender CBS in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview.

Dies habe höchste Unruhe im Pentagon ausgelöst, beschrieb der legendäre Reporter Woodward, der gemeinsam mit dem "Washington Post"-Kollegen Carl Bernstein durch Enthüllungen zur Watergate-Abhöraffäre maßgeblich zum Rücktritt von Präsident Richard Nixon 1974 beigetragen hatte. Den Militärexperten sei klar gewesen, dass eine solche Botschaft von Nordkorea als Hinweis auf einen unmittelbar bevorstehenden US-Militärangriff verstanden worden wäre. Letzten Endes habe Trump dann darauf verzichtet, die Twitter-Botschaft zu verschicken.

7.20 Uhr: US-Präsident Donald Tump will einem Zeitungsbericht zufolge bis Ende September schriftlich unter Eid zu den Belästigungsvorwürfen einer früheren Kandidatin seiner Fernsehshow "The Apprentice" aussagen. Darauf hätten sich die Anwälte der Klägerin Summer Zervos und des Präsidenten geeinigt, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf ein Gerichtsdokument. Zervos hatte 2017 Klage gegen Trump eingereicht, weil er sie 2007 sexuell belästigt haben soll. Der heutige US-Präsident weist die Vorwürfe zurück.

Zervos wirft Trump "zahlreiche falsche, diffamierende Erklärungen" vor, die er im Anschluss an ihre Vorwürfe abgegeben habe. Die von ihr geltend gemachte Belästigung soll sich 2007 in einem Hotel in Beverly Hills abgespielt haben. Trump habe sich gegen ihren Willen an sie gepresst und ihr an die Brust gefasst - sie habe ihn jedoch zurückgestoßen, gab die Klägerin an.

Trump leidet an „krankhaften Wahnvorstellungen“ - die News vom Sonntag

19.05 Uhr:

US-Präsident Donald Trump hat eine Militärparade in Pjöngjang als Zeichen der Kooperationsbereitschaft Nordkoreas mit den Vereinigten Staaten gewertet. „Nordkorea hat gerade seine Parade anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung aufgeführt, ohne die übliche Zurschaustellung von Atomraketen“, schrieb Trump am Sonntag auf Twitter.

Das Thema sei Frieden und wirtschaftliche Entwicklung gewesen. Unter Berufung auf seinen Haussender Fox News schrieb Trump, der Verzicht sei wohl ein Zeichen an ihn selbst, als Bekenntnis zur Absicht einer atomaren Abrüstung. „Dies ist ein großes und sehr positives Statement von Nordkorea“ schrieb Trump und bedankte sich bei Machthaber Kim Jong Un.

„Wir werden beide allen zeigen, dass sie falsch liegen“, schrieb Trump mit Blick auf die weltweite Skepsis gegenüber tatsächlichen Fortschritten bei der Abrüstung in Nordkorea. „Es gibt nichts Besseres als einen guten Dialog zweier Leute, die sich gegenseitig mögen“, fuhr der US-Präsident fort. Die Situation sei jetzt deutlich besser als vor seiner Präsidentschaft.

14.20 Uhr: Die Psychologin Suzanne Lachmann, die auch mit Opfern des 11.Septembers zusammengearbeitet hat, sagt im Gespräch mit der Bild, dass Trump eine Gefahr für die Allgemeinheit sei, da er an krankhaften Wahnvorstellungen leiden würde. Trump lebe quasi in seiner eigenen Scheinwelt, weshalb ihm zum Teil die Konsequenzen seines eigenen Handelns nicht bewusst seien. Er halte sich, da er komplett losgelöst von der Realität sei, für unfehlbar.

„Er ist ungeeignet für das Amt, da es für ihn schier unmöglich ist, seine Handlungen bezüglich der Auswirkungen auf andere Menschen abzuwägen. Sein Tun dient nur einem Zweck: Wie bringt es IHN weiter – ohne Rücksicht auf andere. Was ihn treibt, ist pures Eigeninteresse. Und er duldet keinerlei Widerspruch“, so Lachmann. „Meine größte Sorge aber ist, dass er – in die Ecke getrieben – einen Bürgerkrieg anzettelt“, erläutert Lachmann ihre Analyse weiter. Für sie ist Trump ein Wahnhafter, wenn auch kein Psychopath, der in Rage gerät, wenn sich jemand über ihn lustig macht. Zuzutrauen ist ihm daher leider viel. Der Massenexodus vieler Mitarbeiter ist daher nicht überraschend und eine logische Konsequenz für Lachmann. 

Donald Trumps Ex-Berater Papadopoulos zu Gefängnis verurteilt 

Update 12.20 Uhr: Mit ihm kamen die Ermittlungen zu möglichen Russland-Kontakten des Wahlkampfteams des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ins Rollen - nun ist Trumps ehemaliger Wahlkampfberater George Papadopoulos verurteilt worden. Angesichts seines Schuldeingeständnisses und seiner Reue wegen einer Falschaussage muss er nur 14 Tage ins Gefängnis, ein US-Bundesgericht in Washington verhängte am Freitag (Ortszeit) außerdem eine einjährige Bewährungsstrafe. Es war das erste Urteil gegen einen Ex-Trump-Mitarbeiter im Zusammenhang mit Russland-Kontakten im Wahlkampf.

Papadopoulos habe die Bundespolizei FBI bei den Ermittlungen zur Russland-Affäre belogen, erklärte Bundesrichter Randolph Moss. Damit habe er in "einer Ermittlung von großer Bedeutung für die nationale Sicherheit" die Unwahrheit gesagt. Strafmildernd wirkte sich dem Richter zufolge jedoch aus, dass der Angeklagte sich schuldig bekannt und Reue gezeigt hatte.

Der 31-Jährige hatte vor Gericht erklärt, er habe "einen schrecklichen Fehler" begangen, für den er "teuer bezahlt" habe und sich schäme. "Ich war jung und ehrgeizig", erklärte Papadopoulos sein Verhalten. Abgesehen von der 14-tägigen Haft und der einjährigen Bewährungsstrafe wurde er zu gemeinnütziger Arbeit sowie zu einer Geldstrafe in Höhe von 9500 Dollar (8170 Euro) verurteilt.

Trump-Regierung sprach über Sturz von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro

08.54 Uhr: Wie die New York Times berichtet hat, gab es heimliche Treffen zwischen der Trump-Regierung und rebellischen Offizieren des Militärs aus Venezuela. In diesen soll darüber gesprochen worden sein, wie man den amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro stürzen könnte. Jedoch wurden die Pläne nicht weiterverfolgt, da sie zu kritischen waren, gerade da Maduro der amerikanischen Regierung immer wieder vorgeworfen hat, ihn absetzten zu wollen. 

Die US-Regierung antwortete auf Nachfrage der New York Times lediglich, dass es wichtig sei, mit allen Venezolanern zu sprechen, die ein Bedürfnis nach mehr Demokratie haben, um so einen positiven Umbruch für das Land, das so sehr unter Maduro gelitten hat, voranzutreiben. 

Maduro wird unter anderem vorgeworfen, Foltermethoden zur Befragung einzusetzen, mit Drogen zu handeln, hunderte politische Gegner einfach einzusperren, die Wirtschaft des Landes zerstört zu haben, wodurch Lebensmittel und Medizin knapp im Land sind. 

Donald Trumps Ex-Anwalt will Deal mit Erotik-Sternchen Stormy Daniels machen

21.40 Uhr: Der Ex-Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, will laut US-Medienberichten den Rechtsstreit mit Porno-Darstellerin Stormy Daniels um Schweigegeldzahlungen beilegen. Es geht dabei um eine angebliche Affäre Daniels' mit Trump. Wie der Sender CNN am Freitagabend (Ortszeit) berichtete, hat Cohens Firma Daniels ein Angebot unterbreitet: Sie soll demnach ein Schweigegeld in Höhe von 130 000 Dollar zurückzahlen, damit eine 2016 unterzeichnete Schweige-Vereinbarung für nichtig erklärt wird. CNN beruft sich auf einen Anwalt Cohens.

Daniels (39), die mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford heißt, klagt gegen die Vereinbarung, nach der sie über eine angebliche Affäre mit Trump schweigen sollte. Ihr Anwalt Michael Avenatti erklärte, man werde an der Klage festhalten. „Wir sind der Wahrheit verpflichtet, und wir sind verpflichtet, diese dem amerikanischen Volk zu liefern“, twitterte er. Er hat Interesse, den Streit aufrechtzuerhalten, weil er hofft, so auch Trump vernehmen lassen zu können.

Clifford behauptet, 2006 mit Trump Sex gehabt zu haben - kurz nachdem dessen Frau Melania den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt gebracht hatte. Trump bestreitet die Affäre. Cohen hatte zuletzt vor Gericht erklärt, im Jahr 2016 an Clifford und eine weitere Frau Schweigegeldzahlungen veranlasst zu haben; das Geld sei von Trump später zurückerstattet worden.

Frust für Donald Trump: China streicht neues Rekordergebnis ein

16.46 Uhr: Die US-Regierung von Donald Trump hat Berichten zufolge zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen Finanzhilfen für die Palästinenser gekürzt. Nach Direkthilfen zum wirtschaftlichen Aufbau und den Geldern für das UN-Hilfswerk UNRWA seien nun auch Zuwendungen in Höhe von 25 Millionen Dollar für sechs Krankenhäuser in Ost-Jerusalem gekappt worden, berichteten die Stationen des öffentlich-rechtlichen US-Radiosenders NPR unter Berufung auf das US-Außenministerium. Die Krankenhäuser behandeln unter anderem Patienten aus dem Gazastreifen, wo die medizinische Versorgung unterentwickelt ist.

15.15 Uhr: Inmitten des sich weiter verschärfenden Zollstreits hat China im Handel mit den Vereinigten Staaten im August erneut ein Rekordergebnis erzielt. Der Handelsbilanzüberschuss der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft mit den USA kletterte im Vergleich zum Vormonat um rund 10 Prozent auf etwas mehr als 31 Milliarden Dollar, wie die chinesische Zollbehörde am Samstag in Peking mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zog der Überschuss Chinas im Handel mit der größten Volkswirtschaft der Welt sogar um fast ein Fünftel an.

Die Ausfuhren chinesischer Waren in die Vereinigten Staaten sind laut Zollbehörde im August im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 Prozent auf 44,4 Milliarden Dollar gestiegen. Damit konnten die Exporte das Wachstumstempo im Vergleich zu den bereits deutlichen Anstiegen der Vormonate sogar noch mal leicht steigern. Bei den Importen von Waren aus den USA ging der Anstieg dagegen auf nur noch zwei Prozent auf 13,3 Milliarden Dollar zurück. Zuvor waren die Einfuhren noch zweistellig gestiegen.

Fake-Bilder? Fotos von Donald Trumps Amtseinführung offenbar nachträglich bearbeitet

14.48 Uhr: Ein vom Weißen Haus beauftragter Fotograf hat zugegeben, die offiziellen Bilder von der Zuschauermenge bei der Amtseinführung von US-Präsisdent Donald Trump bearbeitet zu haben. Das berichtete der Sender CNN am Samstag. Über die Größe der Menge hatte es nach der Vereidigungszeremonie im Januar 2017 erhebliche Auseinandersetzungen gegeben. Trumps damaliger Sprecher Sean Spicer hatte erklärt, die Zahl der Zuschauer sei die größte gewesen, die jemals der Vereidigung eines US-Präsidenten beigewohnt habe.

Luftbilder zeigten jedoch erhebliche Lücken im Zuschauerbereich auf der Washingtoner Mall. Die offiziellen Bilder des Weißen Hauses waren dagegen so bearbeitet worden, dass die Menge geschlossener aussieht als in der Realität, berichteten mehrere US-Medien, darunter die US-Ausgabe des „Guardian“. Sie berufen sich auf öffentlich gemachte Dokumente des US-Innenministeriums.

Die Amtseinführung von Barack Obama (l.) im Vergleich zur Amtseinführung von Donald Trump. 

Trump hatte den Unterlagen zufolge am Morgen nach seiner Amtseinführung, den für die Mall zuständigen National Park Service angerufen. Eine Mitarbeiterin der Kommunikationsabteilung habe dann vom Behördenleiter den Auftrag bekommen, Bilder zu besorgen. Sie habe nicht den Auftrag erhalten, die Menge größer wirken zu lassen. Aber es sei ihr Eindruck gewesen, dass Trump eine möglichst große Menge sehen wollen. Ähnlich äußerte sich der Fotograf, der letztlich Hand anlegte.

Der Zwist um die Größe der Zuschauermenge war der erste große öffentliche Disput um die Wahrheitstreue des Weißen Hauses - am ersten Arbeitstag der Regierung von Präsident Trump.

Stürmische Wahlkampfrede in Montana: Doch ein Mann stiehlt Trump die Show

10.20 Uhr: Donald Trump hat am Donnerstagabend eine stürmische Wahlkampfrede in Montana gehalten - doch dabei stand nicht der US-Präsident selbst im Mittelpunkt. Zwar wütete Trump wie üblich gegen die Medien, die Demokraten und allerlei andere Themen, wie beispielsweise die Enthüllungen des Mitarbeiters seiner Administration in der New York Times. Doch tausende Internet-User hatten kein Interesse am Inhalt der Rede des US-Präsidenten. Ein Mann im Flanellhemd stahl Trump die Show.

Trump fabulierte nämlich darüber, dass es schwieriger sei, die US-Wahl über das Electoral College zu gewinnen, als über die einfache Mehrheitswahl. Das Electoral College besteht aus Wahlmännern und Wahlfrauen aus den einzelnen Bundesstaaten. Zur Erinnerung: Die Mehrheit der US-Wähler hatte Hillary Clinton und nicht Trump gewählt. Trump verdankt seinen Wahlsieg dem System des Electoral College. Trump meint: „Es ist wie ein Hundertmeter-Rennen gegen einen Meilenlauf, das funktioniert verschieden.“ Kein Wunder also, dass dem Mann im Flanellhemd hinter Trump die Gesichtszüge komplett entgleisten.

Das Netz lacht jedenfalls ordentlich. So schreibt ein Nutzer: „Wer ist dieses Kind? Ich möchte ihm ein Bier kaufen. Oder Besser, einen ganzen Pitcher Bier und Abendessen.“ Ein anderer schreibt: „Kann ich das eine Million Mal liken?“ Auch ein Mädchen hinter Trump ist Thema für die Nutzer: „Das Mädchen das hinter Trump gähnt“ - der Post ist mit einem Lach-Smiley versehen, wie auch viele andere, die sich um den Typen im Flanell-Hemd drehen.

Doch das Vorgehen des jungen Mannes war den Medienberatern von Trump offenbar zu offensiv. Denn kurze Zeit darauf, während Trump gerade über Steuersenkungen spricht, taucht eine schwarz gekleidete Frau im Hintergrund auf. Sie bittet den Mann im Flanellhemd offenbar, sich woanders hinzustellen. 

Irans Präsident Ruhani: USA führt Krieg gegen uns

09.55 Uhr:

Der Iran befindet sich nach Ansicht von Präsident Hassan Ruhani in einem regelrechten Krieg mit den USA. Die Kriegsführung habe sich geändert, Kriege würden nicht mehr mit Panzern und Bomben geführt, sondern als Wirtschafts-, Psycho- und Propagandakriege, sagte Ruhani am Samstag in Teheran. „Genau diesen Krieg führen die USA und ihre Verbündeten derzeit gegen uns“, fügte er hinzu.

Ruhani forderte alle politischen Fraktionen im Iran auf, auf diesem „Schlachtfeld“ zusammenhalten, um den Amerikanern zu zeigen, dass das Volk nicht kapitulieren werde und bereit sei, den Preis für seine Unabhängigkeit zu bezahlen.

Der einseitige Ausstieg der USA aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 und die Wiedereinführung von ausgesetzten Sanktionen haben den Iran in eine akute Wirtschaftskrise geführt. Die nationale Währung hat fast 60 Prozent an Wert verloren, die Inflation erreicht jeden Tag neue Dimensionen. Ruhani und seine Regierung werden von verschiedenen Seiten für die Krise verantwortlich gemacht. Der Präsident selbst weist die Kritik zurück und gibt der Anti-Iran Politik von US-Präsident Donald Trump die Schuld.

„Einerseits üben die USA jeden Tag Druck auf unser Volk aus, andererseits schicken sie uns alle zwei Wochen eine Botschaft und wollen mit uns verhandeln“, sagte Ruhani. Die Probleme könnten aber nicht gelöst werden, solange solch ein immenser wirtschaftlicher Druck auf die Iraner ausgeübt werde.

08.28 Uhr: Mit ihm kamen die Ermittlungen zu möglichen Russland-Kontakten des Wahlkampfteams des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ins Rollen - nun ist Trumps ehemaliger Wahlkampfberater George Papadopoulos verurteilt worden. Angesichts seines Schuldeingeständnisses und seiner Reue wegen einer Falschaussage muss er nur 14 Tage ins Gefängnis, ein US-Bundesgericht in Washington verhängte am Freitag (Ortszeit) außerdem eine einjährige Bewährungsstrafe. Es war das erste Urteil gegen einen Ex-Trump-Mitarbeiter im Zusammenhang mit Russland-Kontakten im Wahlkampf.

Papadopoulos habe die Bundespolizei FBI bei den Ermittlungen zur Russland-Affäre belogen, erklärte Bundesrichter Randolph Moss. Damit habe er in "einer Ermittlung von großer Bedeutung für die nationale Sicherheit" die Unwahrheit gesagt. Strafmildernd wirkte sich dem Richter zufolge jedoch aus, dass der Angeklagte sich schuldig bekannt und Reue gezeigt hatte.

News-Ticker aus dem Weißen Haus: Das waren die Meldungen von Freitag, 7. September 2018

21.08 Uhr: In seiner Rede vor Studenten in Urbana-Champaign im US-Bundesstaat Illinois sagte Barack Obama in Anspielung auf Donald Trump, über Parteigrenzen hinweg sollte klar sein, dass der Generalstaatsanwalt nicht dazu gedrängt werden dürfe, politische Gegner zu bestrafen oder Angehörige der eigenen Partei zu schützen. „Es sollte nicht demokratisch oder republikanisch sein zu sagen, wir bedrohen die Freiheit der Presse nicht, weil sie Dinge sagen oder Geschichten publizieren, die sie nicht mögen“. 

Auch habe es nichts mit Parteizugehörigkeit zu tun, „dass wir sagen, wir nehmen keine bestimmten Menschengruppen auf der Basis ins Visier, wie sie aussehen oder wie sie beten. Wir sind Amerikaner. Wir sollen Tyrannen die Stirn bieten, nicht ihnen folgen. Wir sollen Diskriminierung die Stirn bieten. Und wir sollen ganz sicher klar und eindeutig Nazi-Sympathisanten die Stirn bieten! Wie schwierig kann es sein zu sagen, dass Nazis schlecht sind!“

20.28 Uhr: Der frühere US-Präsident Barack Obama hat Amerikaner über Parteigrenzen hinweg dazu aufgefordert, die Regierung seines Nachfolgers Donald Trump bei den Zwischenwahlen abzustrafen. In einem ungewöhnlichen Schritt zwei Monate vor den Kongresswahlen übte der Ex-Präsident in einer Rede vor Studenten in Urbana-Champaign im US-Bundesstaat Illinois scharfe Kritik an der Trump-Regierung. Obama sagte, auch wer mit ihm politisch nicht übereinstimme, „sollte dennoch besorgt sein über unseren derzeitigen Kurs und sollte dennoch die Wiederherstellung von Ehrlichkeit, Anstand und Rechtmäßigkeit in unserer Regierung sehen wollen“.

19.36 Uhr: Das US-Justizministerium soll nach dem Willen von Präsident Donald Trump nach dem Maulwurf in den Reihen der Regierung suchen. Das sagte Trump nach Angaben von mitreisenden Reportern an Bord der Regierungsmaschine Air Force One. Es gehe hier um eine Frage nationaler Sicherheit. Die New York Times hatte am Mittwoch einen anonymen Beitrag eines Regierungsvertreters veröffentlicht, der in drastischen Worten mit dem Präsidenten ins Gericht geht. Nach Angaben des Autors gibt es einen Kreis von Regierungsmitarbeitern, die ihre Aufgabe darin sähen, Trump am Schlimmsten zu hindern.

Trump hatte auch die Zeitung scharf angegriffen für diesen Schritt. Auf die Frage, ob er gegen das Blatt vorgehen wolle, sagte Trump, das habe er noch nicht entschieden. Mit Blick auf den Autor selbst sagte Trump, er wolle nicht, dass dieser an vertraulichen Besprechungen, etwa zur Außenpolitik, im Weißen Haus teilnehmen könne. Deshalb werde genau untersucht, welche Zugänge die Person hatte und wo sie sich derzeit aufhalte.

19.29 Uhr: US-Präsident Donald Trump weitet die Drohkulisse gegenüber China aus und droht Peking weitere Zölle auf Waren im Wert von 267 Milliarden Dollar an. Konkret im Raum stehen darüber hinaus jedoch zunächst Sonderzölle auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar, die nach Angaben Trumps „sehr bald“ verhängt werden könnten. Sein Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte kurz zuvor gesagt, Gespräche mit Peking liefen noch.

Trump sagte nach übereinstimmenden Berichten mitreisender US-Reporter an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One, die Verhängung der Sonderzölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar werde sehr bald erfolgen, „abhängig davon, was passiert“. „Ich sage das nicht gerne, aber dahinter sind weitere 267 Milliarden Dollar kurzfristig startbereit, wenn ich das möchte.“

News-Ticker: Außenministerin nennt Trump „undemokratischsten Präsidenten der modernen USA“

18.58 Uhr: Die ehemalige US-Außenministerin Madeleine Albright wirft US-Präsident Donald Trump vor, das Land zu spalten und die Demokratie zu unterlaufen. „Er ist der undemokratischste Präsident in der modernen Geschichte der USA“, sagte Albright in Washington bei einer Diskussionsrunde zu ihrem neuen Buch „Faschismus. Eine Warnung“. Trump halte nichts von institutionellen Strukturen und sehe etwa die Medien als Feinde des Volkes. „Dagegen müssen wir etwas unternehmen“, mahnte die 81-Jährige. Trump versuche, die USA als Opfer darzustellen. „Er sagt, dass uns alle ausnutzen - vor allem Ausländer und Immigranten“, beklagte sie.

16.07 Uhr: Die US-Streitkräfte verlegen 1500 zusätzliche Soldaten nach Deutschland. Diese sollten „für die Stärkung der Nato und der europäischen Sicherheit im Einsatz sein“, teilte US-Botschafter Richard Grenell am Freitag in Berlin mit. „Die Amerikanerinnen und Amerikaner sind entschlossen, das transatlantische Bündnis zu stärken, und Präsident (Donald) Trumps Zusage, die Verteidigungsfähigkeit der Vereinigten Staaten zu erhöhen, trägt erheblich dazu bei“, teilte er mit.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die von den USA angekündigte Verlegung zusätzlicher Soldaten nach Deutschland begrüßt. „Die US-Entscheidung die militärische Präsenz bei uns in Deutschland zu verstärken, ist ein willkommenes Zeichen für die Vitalität der transatlantischen Beziehungen“, erklärte die CDU-Politikerin am Freitag in Berlin. „Und sie ist auch ein Bekenntnis zur gemeinsamen Sicherheit.“

Dabei hatten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zuletzt Fragen zur künftigen Rolle der USA in der Nato aufgeworfen.

14.06 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat das Enthüllungsbuch von Reporterlegende Bob Woodward über das Weiße Haus als "Betrug" bezeichnet und sich über "erfundene" Zitate beklagt. "Ich rede nicht so, wie ich zitiert werde", schrieb Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Wenn ich so reden würde, wäre ich nicht zum Präsidenten gewählt worden." Die Zitate in dem Buch seien "erfunden".

12.01 Uhr: Hilfsorganisationen und mehrere Regierungen warnen bei einem Angriff auf Idlib vor einer neuen humanitären Katastrophe. US-Präsident Donald Trump warnte den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vor einem „Gemetzel“. In der Region leben den UN zufolge rund drei Millionen Zivilisten, fast die Hälfte davon Vertriebene. Alle Infos zur drohenden Katastrophe finden Sie hier.

News-Ticker: Donald Trumps Politik macht Deutschen am meisten Angst

10.48 Uhr: Die Politik von US-Präsident Donald Trump jagt den Deutschen nach einer repräsentativen Umfrage die größte Angst ein. Das ist das Ergebnis der Langzeit-Studie „Die Ängste der Deutschen“. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten hatten danach große Sorge, dass Trumps Politik die Welt gefährlicher macht.

Ängste vor einer Überforderung von Deutschen und Behörden durch Flüchtlinge folgten mit 63 Prozent auf Platz zwei. Ebensoviele Befragte hatten Sorge davor, dass Spannungen zwischen Deutschen und hier lebenden Ausländern durch weiteren Zuzug zunehmen. Für die Umfrage wurden im Juni und Juli 2300 Bundesbürger ab 14 Jahren persönlich interviewt. Auftraggeber für die Studie ist seit 1992 die R+V-Versicherung.

„So politisch war diese Umfrage noch nie“, urteilt Manfred Schmidt, Politikwissenschaftler an der Universität Heidelberg. Persönliche Sorgen hätten es in diesem Jahr nicht auf die Spitzenplätze der größten Ängste geschafft. Die Angst vor Trump als Hauptergebnis sei für ihn eine kleine Sensation, sagte Schmidt. Die Sorge sei aber aus seiner Sicht berechtigt, da der US-Präsident in internationalen Beziehungen für ein großes Maß an Unberechenbarkeit und Destabilisierung sorge.

“Sie sabotieren das Land“: Melania gibt Donald Trump Rückendeckung

06.42 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat mit neuen wütenden Äußerungen auf den anonymen Gastbeitrag eines ranghohen Regierungsmitarbeiters in der New York Times reagiert. „Keiner weiß, wer zur Hölle er oder sie ist“, sagte Trump am Donnerstagabend bei einem Auftritt vor Anhängern in Billings im Bundesstaat Montana. „Anonyme Staatsbedienstete, die sich den Wählern wiedersetzen, um ihr eigenes geheimes Programm zu befördern, sind in Wahrheit eine Gefahr für die Demokratie selbst“, sagte Trump. 

Donald und Melania Trump.

Im Namen der nationalen Sicherheit solle die Zeitung den Namen des Beamten nennen, bekräftigte Trump. Anschließend forderte er die Journalisten auf, in der Sache zu recherchieren: „Das wäre ein guter Exklusivbericht!“ Ähnlich hatte sich der Präsident bereits vor dem Auftritt in Montana bei Twitter geäußert: „Werden die Investigativ-'Journalisten' der 'New York Times' selbst recherchieren, wer der anonyme Briefeschreiber ist?“, twitterte Trump.

Auch First Lady Melania Trump verurteilte am Donnerstag die Entscheidung der New York Times, den Artikel zu veröffentlichen und warf dem anonymen Autor vor, das Land zu „sabotieren“. „An den Autor des Leitartikels: Sie schützen dieses Land nicht, Sie sabotieren es mit Ihrem eigenen feigen Verhalten“, erklärte Melania Trump. Für viele kommt diese Rückendeckung etwas überraschend. Melania hatte zuletzt eher andere Sichtweisen als ihr Mann vertreten.

Twitter sperrt Account von Trump-Unterstützer dauerhaft

6.03 Uhr: Twitter hat den persönlichen Account des ultrarechten US-Verschwörungstheoretikers Alex Jones dauerhaft gesperrt. Auch der Account seiner Internetseite "Infowars" werde dauerhaft gesperrt, teilte der Kurzbotschaftendienst am Donnerstag mit. Twitter begründete den Schritt mit neuen Verstößen von Jones gegen die Unternehmensrichtlinien.

In seinen Verschwörungstheorien behauptet Jones unter anderem, dass die US-Regierung in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt war, und dass das Schulattentat an der Sandy-Hook-Schule 2012 vorgetäuscht war, um eine Verschärfung des Waffenrechts durchzusetzen. Im Wahlkampf 2016 unterstützte Jones den heutigen US-Präsidenten Donald Trump.

News-Ticker aus dem Weißen Haus: Das waren die Meldungen von Donnerstag, 6. September 2018

22.30: Nach dem Willen der US-Regierung sollen Migrantenkinder nach der illegalen Einreise in die USA länger als bisher in Gewahrsam genommen werden können. Die neuen Regeln, die das Heimatschutzministerium am Donnerstag in Washington ankündigte, sollen eine Vereinbarung aus dem Jahr 1997 ersetzen, wonach eine Inhaftierung von Kindern auf 20 Tage begrenzt ist. Künftig sollen sie - zusammen mit ihren Eltern - länger festgesetzt werden können.

Das Ministerium sprach von einem wichtigen Schritt, um die Kontrolle an der Grenze zurückzugewinnen. Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen beklagte, heute gebe es bei der Festsetzung illegaler Einwanderer noch rechtliche Schlupflöcher. Ziel sei es, Anreize für die illegale Migration zu beseitigen.

19.27 Uhr: Wegen einer Serie von globalen Hackerangriffen geht die US-Regierung gegen einen nordkoreanischen Programmierer vor, der im Auftrag seiner Staatsführung gehandelt haben soll. Das Finanzministerium in Washington beschuldigte den Computerspezialisten Park Jin Hyok am Donnerstag, unter anderem an der Verbreitung der gefährlichen Schadsoftware "WannaCry" beteiligt gewesen zu sein.

Das US-Finanzressort verhängte Sanktionen gegen den Mann, außerdem erhob das Justizministerium formelle strafrechtliche Beschuldigungen gegen ihn. Das "WannaCry"-Virus hatte im Mai vergangenen Jahres hunderttausende Computer in rund 150 Ländern blockiert. Betroffen waren etwa Krankenhäuser in Großbritannien, die Deutsche Bahn, der französische Automobilkonzern Renault und der spanische Telefon-Riese Telefónica.

Die Angreifer hatten Computerdaten verschlüsselt und ein Lösegeld verlangt, um die Daten wieder freizugeben. Die nordkoreanische Regierung bestritt damals, für "WannaCry" verantwortlich zu sein. Laut den jetzigen Angaben des US-Finanzministeriums war der beschuldigte Hacker jedoch an einer Cyber-Verschwörung staatlicher nordkoreanischer Stellen beteiligt.

18.26 Uhr: Zwei Wochen vor dem nächsten Gipfeltreffen von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In hat US-Präsident Donald Trump Zuversicht verbreitet. "Wir bekommen das zusammen hin", twitterte Trump am Donnerstag. Sein Außenminister Mike Pompeo sah dagegen noch "enorm viel Arbeit" auf dem Weg zur atomaren Abrüstung Nordkoreas. Über die nächsten Schritte beraten Kim und Moon vom 18. bis 20. September in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang.

18.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat das Abkommen zwischen Mazedonien und Griechenland mit dem Ende des jahrzehntelangen Namensstreits gelobt. Das Abkommen, das die Umbenennung Mazedoniens in Nord-Mazedonien vorsieht, „ebnet den Weg für die Mitgliedschaft in der Nato und der EU“, heißt es in einem Schreiben Trumps, das von der US-Botschaft in Skopje am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Trump schrieb anlässlich des Nationalfeiertags an den mazedonischen Staatspräsidenten Djordje Iwanow, der ein entschiedener Gegner der Vereinbarung zwischen den beiden Nachbarländern ist. Athen hatte auf die Änderung des mazedonischen Staatsnamens bestanden, um eine Verwechselung oder gar Gebietsansprüche auf seine gleichnamige nördliche Provinz zu verhindern.

Pompeo und Pence bestreiten Gastbeitrag über Trump

15.40 Uhr: Trump schäumt nach den Enthüllungen in derNew Y0rk Times vor Wut. In einem wütenden Tweet hat der die Offenlegung des Namens des anonymen Autoren gefordert: "Wenn die feige anonyme Person wirklich existiert, muss die 'Times' ihn oder sie zum Zweck der nationalen Sicherheit sofort an die Regierung ausliefern!", schrieb er am Mittwoch.

Auch sonst dreht sich in Washington alles um die Frage: Wer ist die Person, die den Enthüllungsbericht geschrieben hat? Der mysteriöse Autor berichtet, dass es innerhalb der US-Regierung aktiven Widerstand gegen den US-Präsidenten gebe, um die Nation vor Schlimmerem zu bewahren. Die New York Times schreibt lediglich von einem „Senior Official in the Trump Administration”, gibt aber an, selbst den Namen des Autos zu kennen.

Ein CNN-Reporter hat laut bild.de eine Liste mit 13 Namen veröffentlicht, die hinter den Enthüllungen stecken könnten. Er nennt unter anderem Vize-Präsident Mike Pence, Stabschef John Kelly, Justizminister Jeff Sessions, aber auch Familienmitglieder wie Ivanka Trump, Jared Kushner und sogar Ehefrau Melania Trump.

Donald Trump wehrt sich gegen schwerwiegende Enthüllungen.

15.20 Uhr: US-Außenminister Mike Pompeo und Vizepräsident Mike Pence haben bestritten, hinter dem anonymen Gastbeitrag über Präsident Donald Trump in der New York Times zu stecken. Pence habe den Artikel nicht verfasst, erklärte sein Sprecher Jarrod Agen am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der Vizepräsident schreibe grundsätzlich seinen Namen unter seine Kommentare. "Die 'New York Times' sollte sich schämen, genau wie die Person, die diesen falschen, unlogischen und feigen Gastbeitrag geschrieben hat", erklärte Agen.

Einige Beobachter vermuten Pence hinter dem brisanten Meinungsstück, da darin das Wort "lodestar" (Leitstern) auftaucht, das der Vizepräsident offenbar regelmäßig in seinen Reden verwendet.

Auch Außenminister Pompeo dementierte, für die Enthüllungen verantwortlich zu sein. Er nannte die Veröffentlichung "traurig". Falls es sich bei dem Verfasser tatsächlich um einen Mitarbeiter im Weißen Haus handele, sei dieser ein "schlechter Schauspieler", der unzufrieden und illoyal sei.

Trump-Enthüllungen: Der Gastbeitrag im Wortlaut

13.50 Uhr: Ein anonymer Gastbeitrag in der New York Timessorgt für Aufruhr in den USA und bringt US-Präsident Trump in Rage. Ein US-Regierungsmitarbeiter beschreibt darin, wie er und andere in der Verwaltung aktiv Widerstand gegen Präsident Donald Trump leisten - um Schlimmeres zu verhindern.  Im Folgenden Auszüge aus dem Gastbeitrag mit der Überschrift „Ich bin Teil des Widerstandes innerhalb der Trump-Regierung“ im Wortlaut:

Präsident Trump sieht sich einer Prüfung seiner Präsidentschaft gegenüber, wie sie derart keine andere amerikanische Führungsperson der Moderne erlebte. (...) Das Dilemma - welches er nicht ganz versteht - ist, dass viele hochrangige Mitarbeiter in seiner eigenen Regierung von innen heraus unablässig daran arbeiten, Teile seines Programms und seiner schlimmsten Neigungen zu verhindern. (...) Ich bin einer von ihnen.

Um es klar zu sagen, unsere Sache ist nicht der populäre „Widerstand“ der Linken. Wir wollen, dass die Regierung erfolgreich ist und denken, dass viele ihrer politischen Entscheidungen Amerika bereits sicherer und wohlhabender gemacht hat.

Aber wir glauben, dass wir zu allererst dem Land dienen müssen und der Präsident handelt weiterhin in einer Weise, die dem Wohlergehen unserer Republik abträglich ist. Deshalb haben viele derjenigen, die Trump ernannt hat, gelobt, zu tun, was wir können, um unsere demokratischen Institutionen zu schützen, indem wir den eher fehlgeleiteten Impulsen von Herrn Trump entgegenwirken, bis er nicht mehr im Amt ist.

Die Wurzel des Problems ist die Amoralität des Präsidenten. Jeder, der mit ihm arbeitet, weiß, dass er keinen erkennbaren Grundprinzipien folgt, die seine Entscheidungsfindung leiten. Obwohl er als  Republikaner gewählt wurde, zeigt der Präsident nur wenig Neigung für die lange von Konservativen unterstützten Ideale: freie Meinungsäußerung, freie Märkte, freie Menschen. (...)

Verstehen Sie mich nicht falsch. Es gibt Lichtblicke (...): effiziente Deregulierung, historische Steuerreform, ein robusteres Militär und mehr. Doch diese Erfolge gab es trotz - und nicht wegen - des Führungsstils des Präsidenten (...)

Das unberechenbare Verhalten (des Präsidenten) könnte besorgniserregender sein, wenn es nicht die unbesungenen Helden im und um das Weiße Haus gäbe. Einige seiner Berater wurden von der Presse als Bösewichter dargestellt. Aber insgeheim haben sie große Mühen auf sich genommen, um schlechte Entscheidungen im Westflügel (des Weißen Hauses) zu halten, obwohl sie natürlich nicht immer erfolgreich sind.

Es ist vielleicht ein schwacher Trost in dieser chaotischen Zeit, aber Amerikaner sollten wissen, dass Erwachsene im Raum sind. Wir erkennen in vollem Umfang, was passiert. Und wir versuchen, das Richtige zu tun, selbst wenn Donald Trump es nicht tut. Das Ergebnis ist eine zweigleisige Präsidentschaft. (...)

Angesichts der Instabilität, die viele beobachteten, gab es schon früh Geraune innerhalb des Kabinetts, den 25. Verfassungszusatz anzurufen, was einen komplexen Prozess zur Amtsenthebung des Präsidenten in Gang gesetzt hätte. Doch niemand wollte eine konstitutionelle Krise herbeiführen. Also werden wir tun, was wir können, um die Regierung in die richtige Richtung zu lenken, bis es - auf die eine oder andere Art und Weise - vorbei ist.

Die größere Sorge ist nicht, was Herr Trump der Präsidentschaft angetan hat, sondern eher, was wir als Nation ihm erlaubt haben, mit uns zu machen. Wir sind tief gesunken mit ihm und haben zugelassen, dass unser Diskurs der Höflichkeit beraubt wurde. (...)“

Donald Trump mit wütendem Tweet

11.50 Uhr: Donald Trump hat sich auf Twitter erneut zu dem anonymen Artikel eines Regierungsbeamten in der New York Times geäußert.„Ich trockne den Sumpf aus und der Sumpf versucht, sich zu wehren. Keine Angst, wir werden gewinnen!“, schreibt er. 

11.15 Uhr: Donald Trump soll auf den Enthüllungs-Leitartikel eines ranghohen Regierungsmitglieds mit einem „vulkanischen Wutausbruch“ reagiert haben. Das berichtet die Washington Post und beruft sich dabei auf zwei Vertraute des US-Präsidenten. Der US-Präsident sei auf Hundertachzig gewesen angesichts des Berichts, den er als einen Akt des Verrats betrachte. 

Trump vermute, dass der anonyme Autor, der in derNew York Times über eine aktive Widerstandsgruppe gegen Trump innerhalb seiner eigenen Regierung schreibt, im Bereich der nationalen Sicherheit oder im Justizministerium arbeite.  Innerhalb des Weißen Hauses sei verzweifeltes Rätselraten ausgebrochen, wer der anonyme Verfasser sein könnte. Analysten würden derzeit versuchen, Sprachmuster des Autors zu analysieren, um Rückschlüsse auf dessen Identität zu ziehen. „Das Problem für den Präsidenten ist, dass es so viele Menschen sein können“, wird ein Verwaltungsmitarbeiter zitiert. 

10.20 Uhr: Der anonyme Leitartikel in der New York Times schlägt hohe Wellen. Geschrieben haben soll ihn ein hoher Regierungsmitarbeiter im Weißen Haus, der Titel lautet "Ich bin Teil des Widerstands innerhalb der Trump-Regierung" (siehe unten). Die Zeitung hat nun eingeräumt, dass es sich um einen "seltenen Schritt" handle, einen anonymen Leitartikel zu veröffentlichen. Der Arbeitsplatz des Autors sei aber in Gefahr, wenn sein Name genannt werde. "Wir glauben, dass die anonyme Veröffentlichung dieses Essays der einzige Weg ist, unseren Lesern eine wichtige Perspektive zu geben", hieß es von Seiten der Zeitung.

Trump reagierte wütend auf die Veröffentlichung und forderte die "Auslieferung" des Autors.

06.51 Uhr: Nach dem anonymen Bericht eines mutmaßlich ranghohen US-Beamten zur aktiven Untergrabung der Politik von Donald Trump durch Mitarbeiter des Weißen Hauses hat der US-Präsident die Offenlegung des Namens des Autoren gefordert. "Wenn die feige anonyme Person wirklich existiert, muss die 'Times' ihn oder sie zum Zweck der nationalen Sicherheit sofort an die Regierung ausliefern!", forderte ein erboster Trump am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter.

"Existiert der sogenannte 'ranghohe Regierungsbeamte' wirklich, oder ist es nur die angeschlagene 'New York Times' mit einer weiteren erfundenen Quelle?", twitterte Trump. Zuvor hatte er den anonymen Bericht bereits mit dem Wort "Verrat?" bei Twitter kommentiert. Auch die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, verurteilte den Gastbeitrag in der "New York Times". "Knapp 62 Millionen Menschen haben 2016 Präsident Donald J. Trump gewählt", erklärte sie. "Niemand von ihnen hat eine feige, anonyme Quelle der angeschlagenen 'New York Times" gewählt."

06.43 Uhr: Ranghohe Mitglieder der Regierung von US-Präsident Donald Trump arbeiten einem in der "New York Times" veröffentlichten Gastbeitrag eines anonymen Autors zufolge aktiv daran, die Politik des Präsidenten zu untergraben. "Das Dilemma - welches er nicht ganz begreift - ist, dass viele ranghohe Beamte seiner eigenen Regierung unablässig daran arbeiten, Teile seiner Politik und seiner schlimmsten Einfälle zu vereiteln", heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Beitrag. "Ich sollte das wissen, ich bin einer von ihnen", heißt es weiter. Der Beitrag trägt den Titel "Ich bin Teil des Widerstands innerhalb der Trump-Regierung".

Der Autor betont, er oder sie fühle sich der Politik der Republikaner weiterhin verpflichtet und stehe nicht auf Seiten der Demokraten. Aber: "Wir glauben, unsere erste Verpflichtung gilt diesem Land, und der Präsident handelt weiterhin in einer Weise, die der Gesundheit unserer Republik schadet. Deshalb sind wir entschlossen, alles zu tun, was wir können, um unsere demokratischen Institutionen zu bewahren und die am meisten fehlgeleiteten Impulse von Herrn Trump zu konterkarieren, bis er aus dem Amt ist."

Donald Trump in der Kritik: eigener Regierungsmitarbeiter äußert sich anonym

06.30 Uhr: Innerhalb der US-Regierung gibt es nach einem Bericht eines anonymen hochrangigen Regierungsmitarbeiters in der „New York Times“ aktiven Widerstand gegen Präsident Donald Trump. Die Zeitung veröffentlichte am Mittwoch (Ortszeit) in einem seltenen Schritt einen anonymen Gastbeitrag. Dort heißt es: „Viele von Trump Ernannte haben gelobt, dass wir tun, was wir können, um unsere demokratischen Institutionen zu schützen, während wir Herrn Trumps verfehltere Impulse vereiteln, bis er nicht mehr im Amt ist.“

Trump wies den Gastbeitrag als „anonym, das heißt feige“ zurück. Seine Sprecherin Sarah Sanders nannte den Beitrag „erbärmlich, unverantwortlich und selbstsüchtig“ und forderte die „New York Times“ dazu auf, sich zu entschuldigen. Der Autor hintergehe den gewählten Präsidenten, statt ihn zu unterstützen, kritisierte Sanders. „Dieser Feigling sollte das Richtige tun und zurücktreten.“ Die „New York Times“ berichtete, ihr sei der Name des Autors bekannt. Seine Anonymität werde auf seine Bitte hin gewahrt, weil sein Job sonst in Gefahr sei. „Wir glauben, dass die anonyme Veröffentlichung dieses Essays die einzige Möglichkeit ist, unseren Lesern eine wichtige Sichtweise zu übermitteln.“

„Die Wurzel des Problems ist die Amoralität des Präsidenten“, schreibt der Regierungsmitarbeiter in dem Gastbeitrag. „Das Dilemma - was er nicht ganz versteht - ist, dass viele hochrangige Mitarbeiter in seiner eigenen Regierung von innen heraus unablässig daran arbeiten, Teile seines Programms und seiner schlimmsten Neigungen zu verhindern. (...) Ich bin einer von ihnen.“

Das waren die News zu Donald Trump am Mittwoch 

22.34 Uhr: Die Internetgiganten Twitter und Facebook haben eingeräumt, unzureichend auf Versuche russischer Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahlen 2016 vorbereitet gewesen zu sein. „Wir waren zu langsam, das zu bemerken, und haben zu langsam gehandelt“, sagte Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg am Mittwoch dem Geheimdienstausschuss im US-Senat. Auch Twitter-Chef Jack Dorsey sagte, man sei „unvorbereitet und schlecht ausgestattet“ gewesen. Beide sicherten Schritte zu, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Dorsey sagte: „Wir übernehmen die volle Verantwortung, das in Ordnung zu bringen.“ Twitter unternehme Schritte gegen Manipulationen und identifiziere „jede Woche acht bis zehn Millionen verdächtige Konten“. Sandberg sagte: „Sicherheit ist nie ein abgeschlossener Job.“ Facebook habe die Anzahl der Mitarbeiter in dem Bereich verdoppelt und setze zudem Künstliche Intelligenz ein. Auch Facebook gehe gegen falsche oder Hass verbreitende Accounts vor.

Vor erwartetem Angriff in Syrien: Trump warnt Assad vor „Gemetzel“

21.49 Uhr: Bei seiner Anhörung im US-Senat hat sich der von Präsident Donald Trump nominierte und umstrittene Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh bemüht, seinen Kritikern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Kavanaughs Gegner befürchten unter anderem, er könne mit seiner Stimme dazu beitragen, das Abtreibungsrecht für Frauen in den USA einzuschränken. In seiner Befragung am Mittwoch deutete Kavanaugh aber erneut an, er sehe keine Veranlassung, an einem Grundsatzurteil von 1973 zu dem Thema zu rütteln. Er beteuerte auch seine richterliche Unabhängigkeit, an der viele Trump-Gegner zweifeln. Kritischen Nachfragen dazu, ob die strafrechtliche Verfolgung eines amtierenden Präsidenten möglich sein sollte, wich Kavanaugh jedoch aus.

Trump lobte seinen Wunschkandidaten in den höchsten Tönen. Er sei sehr zufrieden mit dem Verlauf von Kavanaughs Anhörung, sagte Trump in Washington. „Er ist ein herausragender Richter.“ Kavanaugh sei gemacht für diesen Posten, es gebe keinen besseren Kandidaten dafür. Auch die „andere Seite“ sollte das erkennen, betonte er.

21.35 Uhr:

Vor dem erwarteten Angriff syrischer Truppen auf die Rebellenhochburg Idlib hat US-Präsident Donald Trump den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vor einem „Gemetzel“ gewarnt. „Wenn es ein Gemetzel ist, wird die Welt sehr, sehr wütend werden und die Vereinigten Staaten werden ebenfalls sehr wütend werden“, sagte Trump am Mittwoch am Rande eines Treffens mit dem Emir von Kuwait, Scheich Sabah, im Weißen Haus. „Die Welt schaut zu.“ Die Lage in Idlib sei „sehr, sehr traurig“. Die Provinz, in der drei Millionen Menschen lebten, sei umstellt.

Der Präsident trat der Darstellung in dem neuen Buch des Pulitzer-Preisträgers Bob Woodward entgegen, wonach Trump Assad nach einem Chemiewaffenangriff in Syrien im April 2017 habe töten lassen wollen. Woodward berichtet nach vorab erschienenen Auszügen, Trump habe Verteidigungsminister James Mattis damals angerufen und gesagt: „Lass ihn uns verdammt nochmal töten.“ Trump sagte am Mittwoch, eine solche Idee sei „nie auch nur diskutiert“ worden.

Bereits am Dienstag hatte das Weiße Haus eine scharfe Warnung an Assad gerichtet. Falls die syrischen Truppen erneut Chemiewaffen einsetzen sollten, würden die USA und ihre Verbündeten darauf schnell und „in angemessener Weise“ reagieren, hieß es in der Mitteilung.

Nach Manipulations-Vorwürfen gegen Google und Co.: Trump-Regierung zieht Konsequenz

21.17 Uhr: Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will einen angeblich manipulativen Umgang der Onlinenetzwerke mit politischen Inhalten untersuchen. Das Justizministerium in Washington kündigte am Mittwoch an, es werde dem Verdacht nachgehen, dass diese Plattformen gezielt "den freien Austausch von Ideen ersticken".

Viele Konservative in den USA beschuldigen die Onlinenetzwerke, durch die Gestaltung ihrer Feeds konservative politische Inhalte zu unterdrücken und linksliberale Inhalte zu favorisieren.

Die Debatte wurde zuletzt durch Präsident Donald Trump befeuert, der den Unternehmen mit Konsequenzen drohte. "Google und Twitter und Facebook - sie begeben sich wirklich auf sehr, sehr schwieriges Terrain, und sie müssen auf der Hut sein", warnte er in der vergangenen Woche.

Die jetzt vom Justizministerium angekündigte Untersuchung soll offenbar die erste praktische Konsequenz aus der Kritik des Präsidenten sein. Ressortchef Jeff Sessions habe noch für diesen Monat ein Treffen mit einer Reihe von Generalstaatsanwälten aus den US-Bundesstaaten zu den Onlinenetzwerken angesetzt. Darin werde es um die "wachsende Sorge" gehen, dass diese Unternehmen "absichtlich" den Wettbewerb der Ideen auf ihren Plattformen unterdrückten, teilte das Ministerium mit.

Trump hatte sich vor allem über Google beschwert. Die Suchmaschine des Unternehmens liefere für die Stichworte "Trump Nachrichten" nur Links zu solchen Medien, die ihn attackierten, kritisierte er. Dies sei "sehr gefährlich" und möglicherweise illegal.

Julianne Moore: „Ich glaube, dass Frauen im Zuge von Trump ultimativ angeekelt sind“

19.08 Uhr:

Die USA und Kanada haben am Mittwoch ihre Verhandlungen über eine Nachfolge des nordamerikanischen Handelsabkommens Nafta fortgesetzt. Die Gespräche waren am vergangenen Freitag vorübergehend abgebrochen worden. Zuvor war eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump bekanntgeworden, er wolle gegenüber Kanada keine Zugeständnisse machen.

Bei den Gesprächen geht es unter anderem um Agrarsubventionen in Kanada. Das Land schirmt seine Milchbauern mit hohen Schutzzöllen ab. Ferner gibt es keine Einigung bei der Frage, wie die Schiedsgerichtsbarkeit in Streitfällen geregelt werden soll. Kanadas Premierminister Justin Trudeau hatte wiederholt erklärt, er werde nur einem Deal zustimmen, der Vorteile für Kanada bringe.

18.46 Uhr:

Julianne Moore bezeichnet sich selbst als Feministin. „Wer nicht Feministin ist, ist nicht menschlich“, sagt die 57-Jährige im Interview mit der deutschen Harper‘s Bazaar. Bewegungen wie #MeToo und Time’s Up sieht sie als revolutionär. „Ich kann mich an keinen Zeitpunkt in meinem Leben erinnern, zu dem sich Frauen ihrer gegenseitigen Hilfe so sicher sein konnten“, so Moore. „Es ist ein universeller Weckruf, endlich zu handeln.“ Warum das erst jetzt passiert? „Ich glaube, dass Frauen im Zuge von Trump ultimativ angeekelt sind.“

Die Oscarpreisträgerin hat in ihrer beruflichen Laufbahn fast ausschließlich mit männlichen Regisseuren zusammengearbeitet. „Herrje! Bei über siebzig Filmen nur vier Regisseurinnen. Denken Sie doch mal an all die Schauspielerinnen, die vielleicht auch ganz tolle Regisseurinnen gewesen wären, wenn sie weibliche Rollenvorbilder gehabt hätten.“ Selbst einmal hinter der Kamera zu stehen, kann sich Julianne Moore durchaus vorstellen. „Ich möchte aber zuerst ein Drehbuch schreiben.“

Enthüllungsbuch über Trump schlägt hohe Wellen - „Ist es nicht eine Schande?“

15.09 Uhr: Nach der Veröffentlichung erster Auszüge eines Enthüllungsbuchs über Donald Trump im Weißen Haus hat der US-Präsident eine Änderung des Persönlichkeitsrechts ins Spiel gebracht. In dem Buch „Fear“ zitiert der Watergate-Enthüller und Pulitzerpreis-Träger Bob Woodward Mitarbeiter Trumps mit kritischen bis schmähenden Äußerungen über den Präsidenten.

„Ist es nicht eine Schande, dass jemand einen Artikel oder ein Buch schreiben kann, Geschichten frei erfinden kann und ein Bild von einer Person entwerfen kann, das buchstäblich das genaue Gegenteil der Tatsachen ist, und damit durchkommt, ohne Bestrafung oder Kosten?“, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. „Ich weiß nicht, warum die Washingtoner Politiker nicht den Persönlichkeitsschutz ändern“, fügte er hinzu.

12:46 Uhr: Obwohl es erst am 11. Oktober in Deutschland erscheinen wird, schlägt das neue Enthüllungsbuch des US-Journalisten Bob Woodward bereits hohe Wellen. Das liegt vor allem an den steilen Thesen, die der Enthüllungsautor aufstellt. Die wichtigsten davon sind: 

1) Trumps engste Mitarbeitern nennen ihn demnach „Idiot“, „Dummkopf“, „ausgeklinkt“, „Fünftklässler“ oder „Lügner“. Seine Mitarbeiter beleidigen ihn intern, so wie Stabschef John Kelly etwa gesagt haben soll: „Er ist ein Idiot. Es ist sinnlos zu versuchen, ihn von irgendetwas zu überzeugen. Das ist der schlimmste Job, den ich je hatte.” 

2) Sein damaliger Wirtschaftsberater Gary Cohn habe eine Anweisung vom Schreibtisch des Präsidenten verschwinden lassen, mit der Trump das Freihandelsabkommen mit Südkorea auflösen wollte. Dieser habe das nicht einmal bemerkt. 

3) Andere Mitarbeiter lügen den Präsidenten offenbar an. Gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad habe er hingegen am Telefon gegenüber Verteidigungsminister Mattis gewütet: „Lasst uns ihn verdammt nochmal töten. Lasst uns da reingehen. Lasst uns ganz viele von ihnen töten.“ Mattis habe Trump zunächst seine Unterstützung zugesichert, nach dem Ende des Telefonats aber gemeint: „Wir machen nichts von alledem. Wir werden viel maßvoller sein.” 

4) Trump lässt selbst ebenfalls den Respekt vermissen: Seinen Justizminister Sessions habe er als „mental zurückgeblieben“ und „dummen Südstaatler“ bezeichnet, weil ihm sein Dialekt nicht passe.

5) Glaubt man Woodward, habe letztlich auch Trumps Anwalt John Dowd dafür gesorgt dass der Präsident noch nicht auf dem Weg ins Gefängnis sei. Trump selbst habe vor Sonderermittler Robert Mueller aussagen wollen, er sei „ein richtig guter Zeuge“. „Nein, das wären Sie nicht“, habe Dowd entgegnet. „Sagen Sie nicht aus! Entweder Sie folgen meinem Rat, oder landen in einem orangenen Gefängnisanzug!“. Trump wird tatsächlich keine Aussage tätigen. Dowd hat inzwischen gekündigt. 

Trump schießt gegen NFL-Star Kaepernick

9.36 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat mit seiner scharfen Kritik an American-Football-Star Colin Kaepernick auch dessen Sponsor Nike unter Druck gesetzt. Die Werbe-Zusammenarbeit des Sportartikel-Riesen mit Kaepernick sende eine „furchtbare Botschaft“ aus, sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus der konservativen Internetseite „The Daily Caller“. Die Aktien des Konzerns aus Beaverton (Bundesstaat Oregon) reagierten spürbar auf die Verbalattacke, sie verloren an der New Yorker Börse 3,2 Prozent.

8.15 Uhr: Trump verurteilt ein neues Enthüllungsbuch über das Weiße Haus und seine Präsidentschaft als „Betrug an der Öffentlichkeit“. Angebliche Zitate von Verteidigungsminister James Mattis und Stabschef John Kelly seien erfundene Betrügereien, schrieb er am Dienstag bei Twitter. Ebenso verhalte es sich mit anderen Geschichten und Zitaten in dem Buch. „Woodward ist ein Agent der Demokraten? Timing bemerkt?“, fragte er mit Blick auf Bob Woodward, den Autor des Buches.

Das waren die News zu Donald Trump vom Dienstag

22.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seinem argentinischen Kollegen Mauricio Macri bei der Bewältigung der Finanzkrise in dem südamerikanischen Land die Unterstützung der USA zugesichert. Er habe am Dienstagmorgen (Ortszeit) mit Macri gesprochen. „Argentinien ist seit langem ein strategischer Partner der Vereinigten Staaten und ein wichtiger Verbündeter außerhalb der Nato“, heißt es in einer Mitteilung des Weißen Hauses.

Trump habe Vertrauen in die Führungsqualitäten Macris. Der US-Präsident befürworte und unterstütze seine Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), um Argentiniens Geld- und Wirtschaftspolitik zu stärken und gegenwärtige Herausforderung für das Land zu meistern. Wirtschaftsminister Nicolas Dujovne sollte in Washington noch am Abend (Ortszeit) mit IWF-Chefin Christine Lagarde zusammentreffen.

US-Präsident Donald Trump.

Trump ein Idiot? Weißes Haus reagiert auf Enthüllungsbuch

22.21 Uhr: Das Weiße Haus hat die Darstellungen des Pulitzer-Preisträger Bob Woodward in dessen neuem Enthüllungsbuch über die Regierung von Präsident Donald Trump scharf zurückgewiesen. Das Buch enthalte nichts anderes als „Lügengeschichten, viele davon von verärgerten früheren Mitarbeitern“, teilte Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Dienstag mit. Trumps Stabschef John Kelly wies besonders die Darstellung Woodwards zurück, wonach er - Kelly - Trump als „Idioten“ bezeichnet habe. „Das ist ein weiterer erbärmlicher Versuch, die Menschen zu beschmutzen, die Präsident Trump nahestehen, und von den vielen Erfolgen der Regierung abzulenken.“

21.56 Uhr: Angesichts der zugespitzten Lage in der Rebellenhochburg Idlib in Syrien hat das Weiße Haus den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad vor einem Chemiewaffeneinsatz gewarnt und in einem solchen Fall mit Konsequenzen gedroht. Falls Assad erneut Chemiewaffen einsetzen sollte, würden die USA und ihre Verbündeten darauf schnell und „in angemessener Weise“ reagieren, erklärte eine Sprecherin von US-Präsident Donald Trump am Dienstag in Washington. Man beobachte die Situation in Idlib genau. Dort seien Millionen unschuldiger Zivilisten von einer Attacke durch das Assad-Regime bedroht.

Die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens ist das letzte große Gebiet des Bürgerkriegslandes, das noch von Rebellen beherrscht wird. Syriens Regierung hat dort Truppen zusammengezogen und droht mit einem Angriff. Der Iran hat bereits angekündigt, die syrische Führung bei ihrem erwarteten Großangriff auf die Rebellenhochburg zu unterstützen. Am Freitag wollen Russland und der Iran als Unterstützer der Regierung und die Türkei als Schutzmacht der Opposition über die Krise in Syrien beraten. Beobachter rechnen damit, dass sich dort das Schicksal Idlibs entscheiden könnte.

Trump hatte Russland und den Iran gewarnt, im Falle einer Schlacht um Idlib in die Kämpfe einzugreifen. „Die Russen und Iraner würden einen schwerwiegenden humanitären Fehler machen, wenn sie bei dieser möglichen menschlichen Tragödie mitmachen“, hatte Trump am Montag (Ortszeit) getwittert.

Trump soll über Assad gesagt haben: „Lasst uns ihn verdammt nochmal töten“

21.18 Uhr: Die Bild-Zeitung hat weitere Zitate und Insider-Infos aus dem neuen Buch von Bob Woodward veröffentlicht. So soll Trump nach dem Giftgas-Anschlag von Syriens Diktator Assad im April 2017 zu seinem Verteidigungsminister Mattis gesagt haben: „Lasst uns ihn verdammt nochmal töten. Lasst uns da reingehen. Lasst uns ganz viele von ihnen töten.“ So zitiert der Autor Woodward den US-Präsidenten. Mattis habe Trump daraufhin versichert, dass er sich darum kümmern werde - ohne dies tatsächlich zu tun. Außerdem soll er zu einem anderen Mitarbeiter danach gesagt haben: „Wir machen nichts von alle dem. Wir werden viel maßvoller sein.”

Eine weitere Anekdote, die tief blicken lässt, dreht sich um Trumps Handelspolitik. So habe er bereits einen Brief auf seinem Tisch gehabt, der das Handelskommen mit Südkorea beendet hätte. Gary Cohn, Trumps ehemaliger wirtschaftlicher Chef-Berater, sah dann offenbar keinen anderen Weg, als den Brief vom Schreibtisch des Präsidenten zu klauen, um Schlimmeres zu verhindern. Das Gleiche soll Cohn getan haben, um einen Rückzug von Trump aus dem NAFTA-Handelsabkommen zu verhindern.

20.50 Uhr: US-Präsident Donald Trump will sich am Rande der UN-Vollversammlung Ende September in New York mit seinem südkoreanischen Kollegen Moon Jae In treffen. Das gab das Weiße Haus am Dienstag nach einem Telefonat Trumps mit Moon bekannt. Moon hatte angekündigt, an diesem Mittwoch einen Sondergesandten nach Nordkorea zu schicken, wo dieser in der Hauptstadt Pjöngjang mit Machthaber Kim Jong Un zusammenkommen soll. Die Gespräche sollen einen weiteren Korea-Gipfel zwischen Moon und Kim vorbereiten.

Neues Buch setzt Donald Trump wohl unter Druck: „Er ist ein Idiot“

20.34 Uhr: US-Präsident Donald Trump droht von einem neuen Buch von Pulitzer-Preisträger Bob Woodward Ungemach: Die „Washington Post“ berichtete am Dienstag unter Berufung auf das der Zeitung vorab vorliegende Buch mit dem Titel „Angst - Trump im Weißen Haus“ von beängstigenden Zuständen dort. Woodward zitiert unter anderem Stabschef John Kelly, der im Kreis von Mitarbeitern über den Präsidenten gesagt haben soll: „Er ist ein Idiot. Es ist sinnlos zu versuchen, ihn von irgendetwas zu überzeugen. Er ist entgleist.“

Woodward schreibt auch für die „Washington Post“. In dem Buch berichtet er nach Angaben der Zeitung, der damalige Wirtschaftsberater Gary Cohn habe „einen Brief von Trumps Schreibtisch gestohlen“, mit dem der Präsident ein Handelsabkommen mit Südkorea habe auflösen wollen. Cohn habe einem Mitarbeiter später gesagt, er habe damit die Nationale Sicherheit schützen wollen - und dass Trump das Fehlen des Schreibens nicht bemerkt habe.

Die „Washington Post“ veröffentlichte auch einen Mitschnitt und ein Transkript eines Telefonats Trumps mit Woodward nach Abschluss des Buch-Manuskripts. Woodward hatte sich zuvor um ein Interview mit Trump bemüht, das aber nicht zustande kam. Trump sagte in dem Telefonat, niemand habe ihn darüber informiert.

Der Präsident äußert in dem Gespräch bereits die Erwartung, dass das Buch negativ ausfällt, versucht aber, das als belanglos abzutun. „Also habe ich ein weiteres schlechtes Buch, das rauskommt. Große Sache.“ Woodwards Buch erscheint am 11. September im Verlag Simon & Schuster. Der Verlag teilte mit, der Autor decke „das erschütternde Leben im Inneren von Präsident Donald Trumps Weißem Haus“ auf.

17.50 Uhr: Nach Protest und Rückzug zahlreicher prominenter Teilnehmer hat ein von der Zeitschrift „New Yorker“ veranstaltetes Festival den ehemaligen Berater von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, wieder ausgeladen. „Ich habe nochmal darüber nachgedacht, ich habe mit Kollegen gesprochen - und ich habe es mir anders überlegt“, schrieb „New Yorker“-Chefredakteur David Remnick in einer via Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichten Mitteilung. Bannon kritisierte die Entscheidung als „feige“, wie er am Dienstag der „New York Times“ sagte.

Zuvor hatten zahlreiche andere Prominente scharfe Kritik an der Einladung Bannons geäußert und ihre Teilnahme abgesagt, darunter die Schauspieler Jim Carrey und John Mulaney, der Produzent Judd Apatow und der Musiker Jack Antonoff. Bannon gilt als Rechtsideologe und ist für viele Liberale ein Feindbild. Das „New Yorker Festival“, das hauptsächlich aus Lesungen und Diskussionsveranstaltungen besteht, soll vom 5. bis 7. Oktober in der Millionenmetropole stattfinden.

Nominierungsanhörung des Kandidaten von Trump: Tumulte im Senat

16.48 Uhr: Die Nominierungsanhörung des stramm konservativen Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für das Oberste Gericht hat am Dienstag mit Tumulten im Senat begonnen. Senatoren der oppositionellen Demokraten forderten lautstark eine Verschiebung der Anhörung: Sie begründeten dies damit, dass ihnen das Weiße Haus nicht genügend Dokumente zu Trumps Richterkandidat Brett Kavanaugh zur Verfügung gestellt habe. Demonstranten im Zuschauerraum unterbrachen wiederholt die Eröffnungsrede des republikanischen Ausschussvorsitzenden Chuck Grassley.

Die Demokraten wollen Kavanaughs Berufung verhindern und verlangen weitere Informationen über seine frühere Tätigkeit als Rechtsberater im Weißen Haus unter Präsident George W. Bush. Insbesondere wollen sie wissen, ob der Jurist mit den rechtlich fragwürdigen Folterpraktiken zu tun hatte, derer sich die USA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bedienten.

16.38 Uhr: Angesichts der akuten Wirtschaftskrise im Iran hat Staatspräsident Hassan Ruhani seine Bevölkerung zu Geschlossenheit aufgefordert und ein Einknicken vor den USA zum No-Go erklärt. Die Vereinigten Staaten wollten den Iran zu dem Eingeständnis zwingen, „dass wir in den letzten 40 Jahren einen Fehler gemacht haben und daher kapitulieren sollten“, sagte Ruhani am Dienstag mit Blick auf die islamische Revolution von 1979. Damals wurde die 2500 Jahre alte Monarchie abgeschafft und eine neue Staatsform geschaffen worden, seither entscheidet der schiitische Klerus in zentralen Fragen.

15.24 Uhr: Der US-Footballstar und NFL-Rebell Colin Kaepernick ist ein Gesicht einer neuen Werbekampagne des Sportartikelherstellers Nike. "Glaub an etwas. Selbst wenn es bedeutet, alles zu opfern", ist auf den Fotos des früheren Quarterbacks der San Francisco 49ers in der US-Profiliga NFL zu lesen, die Kaepernick über den Kurzbotschaftendienst Twitter verbreitete. Im Netz machten die Bilder schnell die Runde.

Neben Kaepernick sind die Tennisspielerin Serena Williams und der Basketballstar LeBron James Teil der Kampagne zum 30. Geburtstag des berühmten Nike-Slogans "Just do it" (Mach es einfach). Kaepernick polarisiert in den USA wie kaum ein anderer Sportstar: In der Spielzeit 2016/17 hatte er mit einer provozierenden Geste für Aufsehen gesorgt. Vor NFL-Spielen ging er beim Abspielen der Nationalhymne aus Protest gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA auf die Knie. Dafür wurde er von Präsident Trump scharf kritisiert. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Probleme für Trump nach Kritik an Sessions?

14.31 Uhr: 

US-Präsident Donald Trump ist erneut wegen einer möglichen Einmischung in das Justizsystem in die Kritik geraten. Trump hatte sich am Montag auf Twitter abfällig über Justizminister Jeff Sessions geäußert (s.u.), weil dessen Ministerium zwei republikanische Kongressabgeordnete wegen Finanzkriminalität angeklagt hatte. Die beiden Abgeordneten Duncan Hunter and Chris Collins hatten zu den ersten gehört, die sich im Wahlkampf 2016 hinter Donald Trump gestellt hatten.

Der demokratische Senator Chris Coons warf Trump vor, damit einen erneuten Eingriff in das Justizsystem vorgenommen zu haben. Trump hatte mit Blick auf die Ermittlungen gegen die beiden Politiker geschrieben: „Zwei einfache Siege stehen nun in Zweifel. Gut gemacht, Jeff....“.

13.25 Uhr: Die nördliche Provinz Idlib ist das letzte große Gebiet in der Hand islamistischer Regierungsgegner. Kämpfe in der Region würden aber mehr als drei Millionen Zivilisten gefährden. Peskow kritisierte US-Präsident Donald Trump, der gefordert hatte, in Idlib Blutvergießen zu vermeiden. Trump ignoriere die Gefahr, die von der Region ausgehe; das sei ein nicht durchdachter Ansatz.

Donald Trump attackiert Sessions erneut scharf

12.37 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seine  Angriffe auf Justizminister Jeff Sessions fortgesetzt. In einer Twitter-Botschaft hielt er seinem Minister am Dienstag vor, dass dieser Mitschuld daran trage, wenn die Republikaner bei den bevorstehenden Midterm-Wahlen im November zwei als sicher geltende Kongresssitze verlören.

"Zwei lang andauernde, Obama-Ära, Untersuchungen gegen zwei sehr populäre Kongressabgeordnete zu einer schön an die Öffentlichkeit gebrachten Anklage gemacht, genau vor den Mid-Terms, vom Justizministerium des Jeff Sessions. Zwei leichte Siege nun gefährdet", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst und schickte ein sarkastisches "Gute Arbeit, Jeff" hinterher.

Bei den Kongressabgeordneten handelt es sich um Chris Collins aus New York und Duncan Hunter aus Kalifornien. Collins wurde wegen Insiderhandels angeklagt. Er bestreitet die Vorwürfe. Hunter soll zusammen mit seiner Frau Wahlkampfunterstützung veruntreut haben. Er gibt an, seine Frau sei für die Wahlkampfkasse zuständig gewesen.

Trump bekommt Applaus - von Ecclestone

12.00 Uhr: Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist der erste Gast von Nico Rosbergs neuem Podcast. Und dort spricht er Klartext - auch über Donald Trump. Laut Bild sagt er darin: „Das Beste, was der Welt passieren konnte. Er weckt jeden auf. Ihn kümmert es nicht, was er sagt und tut, er geht seinen Weg. Er hat bis jetzt nichts falsch gemacht. Er geht gegen die Leute in seinem Land, die nicht dort sein sollten.“ Die Unterstützung aus dem Formel-1-Zirkus kommt doch ein wenig überraschend. Kümmern wird es ihn nicht, nach viel Kritik zuletzt von vielen Seiten wird es ihn umso mehr freuen.

9.50 Uhr: Nach massiver Kritik hat der "New Yorker" den Rechtspopulisten Stephen Bannon von einem Festival ausgeladen. Das renommierte US-Magazin hatte am Montag das Programm für die Veranstaltung im Oktober vorgelegt, darunter eine Podiumsdiskussion mit dem früheren Chefstrategen von US-Präsident Donald Trump. Nach Boykottdrohungen anderer Teilnehmer lud Chefredakteur David Remnick den umstrittenen Gast über den Kurzbotschaftendienst Twitter wieder aus.

"Ich will nicht, dass wohlmeinende Leser und Mitarbeiter den Eindruck haben, dass ich ihre Bedenken ignoriere", schrieb Remnick. Er habe noch einmal über die Einladung an Bannon nachgedacht und mit Kollegen gesprochen. Nun habe er seine Meinung geändert. Remnick fügte hinzu, dass der "New Yorker" Bannon zwar bei Gelegenheit wieder interviewen werde - aber "in einem traditionelleren journalistischen Rahmen" und nicht auf einer Bühne.

Donald Trump warnt Syrien, Russland und Iran vor einer „menschlichen Tragödie“ bei Angriff auf Idlib

6.54 Uhr: 

US-Präsident Donald Trump hat Syrien vor einem Angriff auf die Rebellenhochburg Idlib mit Hilfe Russlands und des Iran gewarnt. "Präsident Baschar al-Assad von Syrien darf die Provinz Idlib nicht unbesonnen angreifen", schrieb Trump am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Die Russen und Iraner würden einen schweren humanitären Fehler machen, sich an dieser potenziellen menschlichen Tragödie zu beteiligen." Derzeit wird mit einer baldigen Offensive in der letzten syrischen Rebellenbastion gerechnet.

"Hunderttausende Menschen könnten getötet werden. Lasst das nicht geschehen!", schrieb Trump mit Blick auf die drohende Offensive in Idlib.

Die Provinz im Nordwesten des Landes wird überwiegend von islamistischen Rebellen kontrolliert. Assad hat in den vergangenen Wochen eine große Zahl von Truppen um Idlib zusammengezogen. Russland und der Iran betonen, dass Extremistengruppen in Idlib besiegt werden müssen. Es wird erwartet, dass beide Länder die syrischen Regierungstruppen bei einer Offensive unterstützen.

Die Krankenhäuser dort sind beschädigt, die Anwohner auf Hilfsgüter angewiesen und die Fluchtrouten in die Türkei blockiert: Wenn die syrische Regierung ernst macht mit einer Offensive auf die Rebellenbastion Idlib, droht dort eine humanitäre Katastrophe. Hilfsorganisation fürchten eine Wiederholung des Szenarios in Homs, Aleppo oder Ost-Ghuta, wo Machthaber Baschar al-Assad systematisch die zivile Infrastruktur zerstören ließ, bevor er die Rebellenhochburgen schließlich einnahm.

Die Meldungen vom 3. September: Streit mit McCain verfolgt Trump - darum steht nun Tochter Ivanka in der Kritik

17.25 Uhr: Die Animositäten zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem verstorbenen Kritiker John McCain erweisen sich weiter als Hypothek für die gesamte Familie Trump: In Zusammenhang mit der Gedenkfeier McCains gibt es erneut Ärger - diesmal steht Trumps Tochter Ivanka in der Kritik.

Abschied von McCain: Bilder der bewegenden Trauerfeier

Der Grund: Ivanka Trump und ihr Gatte Jared Kushner hatten sich wesentlich konzilianter als Donald Trump gezeigt und waren zu McCains Gedenkgottesdienst erschienen. Dafür muss sich das Paar nun Kritik gleich aus verschiedenen Richtungen anhören. Gegner Trumps brandmarkten den Auftritt als geschmacklos. „Ivanka und Jared haben nichts gesagt, als ein Mitarbeiter des Weißen Hauses über McCains Tod scherzte. Sie sind stumm geblieben, als Trump immer wieder McCain angriff. Ob sie nun eingeladen waren oder nicht, Ivanka und Jared hätten zuhause bleiben sollen“, schrieb ein Twitter-User.

Gespottet wurde über Ivanka Trump und Kushner aber auch, weil sie im Auditorium regungslos reichlich Seitenhiebe zur Politik der Trump-Administration über sich ergehen lassen mussten. Er habe sich gewundert, dass sich das Paar nicht vor Unbehagen auf den Sitzen „gewunden“ habe, twitterte US-TV-Star Jon Cryer süffisant - dazu zitierte er Trumps Amtsvorgänger George W. Bush, der bei der Trauerfeier kaum verhohlen gegen Trump wetterte: McCain habe „Eiferer und prahlerische Despoten“ nicht ausstehen können, sagte der einst selbst heftig kritisierte Bush.

Klar ist mittlerweile, dass Ivanka Trump und Jared Kushner tatsächlich eingeladen waren. Ihr Erscheinen sei mit der Familie McCains abgesprochen gewesen, berichtet die New York Times. Donald Trump selbst kam nicht zu der Veranstaltung. Sollte sich eine Lehre aus den Verstrickungen ziehen lassen - dann wohl, dass es Regierungsarbeit nicht erleichtert, Konflikte auf einer persönlichen Ebene eskalieren zu lassen. Trump hatte McCain bereits vor seinem Amtsantritt im Januar 2017 mehrfach angegriffen und ihm unter anderem den Status als „Kriegsheld“ abgesprochen.

Peinlich, Mr. President! Darum kommt dieser Trump-Tweet auf ein gigantisches Plakat

14.34 Uhr: Als Vergeltung für US-Sanktionen will der russische Außenminister Sergej Lawrow vermeintliche Gegner Russlands in Amerika bestrafen. Moskau werde nicht Gleiches mit Gleichem vergelten, sagte Lawrow am Montag vor Studenten. Eine spiegelbildliche Reaktion sei nicht immer sinnvoll. Moskau werde genau die Personen treffen, „die am Schwungrad der Russophobie drehen“. Russland-Feindlichkeit brauche „weder Amerika noch Europa, noch Moskau oder sonst jemand in der Welt“.

Mit einem Plakat soll US-Präsident Donald Trump auf einen einstigen Tweet von ihm erinnert werden.

Die USA hatten zuletzt Finanz- und Handelssanktionen verhängt wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien. London und Washington machen Moskau verantwortlich, Russland weist dies zurück. Daneben ist eine Vielzahl anderer Strafmaßnahmen in Kraft.

Montag, 3. September, 8.30 Uhr: Ein Tweet von US-Präsident wird bald auf einem riesigen Werbeplakat prangen. Laut newsweek.com gab es eine Fundraising-Aktion, um das Geld dafür aufzubringen, das Schild in einem texanischen Stadion aufzustellen. Das Ziel von 6000 Dollar wurde locker erreicht, sodass das Riesen-Plakat aufgestellt werden wird.

Mit der Aktion soll zum einem der US-Präsident in Verlegenheit gebracht werden, zum anderem die Wähler daran erinnert werden, wie sehr Trump sich mit seinen Aussagen selbst widerspricht. Konkret geht es um einen Tweet von Trump über Ted Cruz, seinem einstigen Rivalen im Präsidentschafts-Wahlkampf. Der Tweet von 2016 lautet: „Warum sollten die Leute in Texas Ted Cruz unterstützen, der absolut nichts für sie erreicht hat? Er ist nichts als ein Schwätzer“. Trump pflegte Ted Cruz damals außerdem als „Lyin‘ Ted“ zu bezeichnen, also „verlogener Ted“.

Nun aber denkt Trump offenbar ganz anders über den den Republikaner: Er will ihn mit einer politischen Großkundgebung unterstützen - und zwar im Rahmen von dessen Senatswahlkampf, wo er gegen den Demokraten Beto O‘Rourke antritt. Mit einem aktuellen Tweet sprach Trump dem Republikaner seine volle Unterstützung aus.

Das Plakat will Spendensammler David Hogg (18), schon länger bekannt als Anführer einer Anti-Trump-Kampagne, in dem texanischen Stadium aufstellen, wo Trump für Cruz werben will. Der Schriftzug soll sowohl Trump als auch Ted Cruz in eine peinliche Situation bringen. „Ich kann es nicht abwarten, bis unsere Freunde in Texas es sehen, ich liebe es“, schrieb Hogg voller Vorfreude auf Twitter. 

Die Meldungen von Sonntag, 2. September: 

21.06 Uhr: Donald Trump muss offenbar vor einem Klatschblatt zittern. Dieses hat ihn über Jahrzehnte durch das Sammeln seiner Affären beschützt - denn diese wurden nie veröffentlicht. Nun wurde bekannt, dass Trump und sein ehemaliger Anwalt Michael Cohen bereits im Jahr 2016 versucht hatten, alle exklusiven und explosiven Storys der Boulevard-Zeitung National Enquirer zu kaufen - das berichtet die New York Times. Die angehäuften Recherchen über Trump sollen bis in die Achtziger zurückreichen.

Laut dem Bericht hatte das Klatschblatt für Trump jahrzehntelang die Skandale aus dem Weg geräumt. Dabei war laut Bild immer das gleiche Muster zu beobachten: Reporter recherchierten und wühlten Dreck auf, dann kauften sie die Exklusivrechte an der Story, um die Peinlichkeiten dann verschwinden zu lassen. Der Grund: Donald Trump war mit dem Herausgeber des Enquirer, David Pecker, eng befreundet. 

Laut dem bericht der New York Times wollte Trump das Risiko, dass die Geschichten irgendwann doch ans Licht kommen, nicht mehr eingehen - daher der Kaufversuch. Doch dieser scheiterte und es ist derzeit nicht bekannt, wo die Unterlagen lagern. Die explosive „Akte Trump“ ist also noch geheim. Doch was steht mutmaßlich drin? Die Bild spekuliert, es könnten weitere Zahlungen an Frauen enthalten sein, mit denen Trump eine Affäre hatte. Des Weiteren gibt es laut Times eine Akte mit Storys über Trumps Eheprobleme und Scheidungen, Tipps und Hinweise über Affären und Seitensprünge und eine Liste weitere Peinlichkeiten wie beispielsweise Trumps Tricks auf dem Golfplatz. Außerdem soll eine Akte über einen Türsteher im Trump Tower enthalten sein, der behauptete, Trump hätte ein Kind mit einer Haushälterin. Für Donald Trump hochexplosiver Stoff, den er natürlich lieber unter Verschluss halten möchte.

Auf Trauerfeier: McCain-Tochter schießt gegen Trump - der reagiert trotzig über Twitter

17.15 Uhr: In Abwesenheit von Präsident Donald Trump haben führende Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft in Washington Abschied vom verstorbenen US-Senator John McCain genommen. Die Trauerfeier in der Nationalen Kathedrale setzte auch ein Zeichen der Überparteilichkeit gegen die Politik Trumps, der währenddessen Golf spielte.

McCains Tochter Meghan McCain sagte bei ihrer bewegenden Rede in Anlehnung an Trumps Wahlparole „Make America Great Again“: „Das Amerika John McCains hat es nicht nötig, wieder groß gemacht zu werden, weil Amerika immer groß war.“ In einer mutmaßlichen Reaktion darauf schrieb Trump fast schon trotzig am Abend auf Twitter: „MAKE AMERICA GREAT AGAIN!“ Trump nahm an der Trauerfeier nicht teil, sondern besuchte seinen Golfclub im benachbarten Bundesstaat Virginia.

Obama sagte, McCain habe verstanden, „dass manche Prinzipien über Politik hinausgehen, dass manche Werte über Parteien hinausgehen. Deswegen hat er eine freie und unabhängige Presse als lebenswichtig für eine gute Debatte verteidigt.“ Das konnte als Seitenhieb auf Trump verstanden werden, der einen Großteil der US-Medien immer wieder verunglimpft und ihm unterstellt, bewusst unwahr zu berichten.

13.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump soll sich im Wahlkampf 2016 offen für ein Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin gezeigt haben: Dies gab sein damaliger Wahlkampfberater George Papadopoulos in einer schriftlichen Aussage an, die am Freitagabend vor einem US-Gericht eingereicht wurde. Zudem erhob die US-Justiz in der Russland-Affäre Anklage gegen einen früheren Geschäftspartner von Trumps Ex-Wahlkampfchef Paul Manafort - Sam Patten soll illegal als Lobbyist gearbeitet haben.

Das Verhalten von Trumps ehemaligem Wahlkampfberater Papadopoulos hatte die US-Bundespolizei FBI veranlasst, im Wahlkampf 2016 eine Untersuchung zu möglichen Russland-Kontakten des Trump-Teams zu starten. Inzwischen geht auch Sonderermittler Robert Mueller - zum großen Ärger Trumps - diesem Verdacht nach.

Donald Trump droht Kanada mit Ausstieg aus Abkommen

10.55 Uhr: Die USA wollen Pakistan hunderte Millionen Dollar an Hilfsgeldern streichen, weil das Land aus ihrer Sicht nicht entschieden genug gegen Extremismus vorgeht. Grund für die geplante Kürzung um 300 Millionen Dollar (258 Millionen Euro) durch das Verteidigungsministerium sei ein Mangel an "entschlossenen Handlungen" und die fehlende Unterstützung der US-Strategie, teilte Oberstleutnant Kone Faulkner der Nachrichtenagentur AFP am Samstag mit. "Wir drängen Pakistan weiter dazu, gegen sämtliche Terrorgruppen vorzugehen." Laut Faulkner muss der Kongress der Kürzung erst noch zustimmen. In wenigen Tagen reist US-Außenminister Mike Pompeo nach Islamabad und trifft den neuen Premierminister Imran Khan. Khans Kritiker werfen ihm Nähe zu islamistischen Gruppen vor. Bereits im Januar hatte das US-Außenministerium angekündigt, die Finanzhilfen für die pakistanischen Sicherheitsbehörden einzufrieren, da Islamabad nicht genug gegen islamistische Kämpfer unternehme. Dabei ging es um bis zu zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro). In seiner ersten Twitter-Botschaft des Jahres hatte Trump Pakistan vorgeworfen, "Terroristen" Zuflucht zu gewähren. Pakistan selbst gibt an, bereits tausende Menschen seien in dem milliardenschweren Kampf gegen Extremismus getötet worden.

07.36 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Kanada mit einem Ausschluss aus dem Freihandelsabkommen Nafta gedroht. Es gebe keine "politische Notwendigkeit", Kanada in der Neufassung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (Nafta) mit Mexiko zu halten, schrieb Trump am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zuvor hatten sich Kanada und die USA darauf geeinigt, ihre Verhandlungen über das Drei-Länder-Abkommen am Mittwoch in Washington fortzusetzen.

Wenn es keinen "fairen Deal für die USA nach Jahrzehnten des Missbrauchs" gebe, sei Kanada "draußen", twitterte Trump. Auch dem eigenen Kongress drohte er. Sollte sich dieser in die Verhandlungen einmischen, "werde ich Nafta einfach komplett beenden und wir werden viel besser dastehen". Das Weiße Haus hatte den Abgeordneten am Freitag mitgeteilt, binnen 90 Tagen eine "Handelsvereinbarung mit Mexiko - und Kanada, wenn es dazu bereit ist - zu unterzeichnen".

Das waren die Meldungen vom Samstag

18.48 Uhr: US-Präsident Donald Trump soll sich im Wahlkampf 2016 offen für ein Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin gezeigt haben: Dies gab sein damaliger Wahlkampfberater George Papadopoulos in einer schriftlichen Aussage an, die am Freitagabend vor einem US-Gericht eingereicht wurde. Papadopoulos muss sich vor dem Gericht wegen Falschaussagen gegenüber der Bundespolizei FBI zu seinen Russland-Kontakten verantworten. Von der nun eingereichten Aussage erhofft er sich eine Strafmilderung.

Papadopoulos' Anwälte schildern in dem Dokument das erste Treffen des außenpolitischen Wahlkampfteams des damaligen Kandidaten Trump am 31. März 2016. Papadopoulos habe damals "seinen Wert für das Team unter Beweis stellen wollen" und angeboten, ein Treffen zwischen Trump und Putin zu arrangieren.

Weiter heißt es in dem Schriftstück: "Während einige im Raum den Vorschlag zurückgewiesen haben, hat Herr Trump zustimmend genickt und an Herrn Sessions verwiesen, dem die Idee offenkundig gefiel und der sagte, dass das Wahlkampfteam sie prüfen solle." Gemeint ist damit der damalige Senator Jeff Sessions, der inzwischen Justizminister ist.

Das Verfahren gegen Papadopoulos steht kurz vor dem Abschluss. In der schriftlichen Aussage räumt er ein, Ermittler belogen zu haben, und bittet zugleich um eine milde Strafe. Er habe sich bei seinem Verhalten von seiner Begeisterung von Trump leiten lassen. "Er hatte keinerlei Erfahrung im Umgang mit russischer Politik oder russischen Vertretern", heißt es in dem Dokument.

18.08 Uhr: Nun wurde bekannt, was Donald Trump während der Trauerfeier für John McCain machte. Trump traf am Samstag just in jenem Moment an der Sportanlage ein, als der frühere Präsident George W. Bush in der Kathedrale von Washington seine Trauerrede für McCain begann. McCain hatte zu Lebzeiten klar gemacht, dass Trumps Teilnahme an der Trauerfeier nicht erwünscht sei.

17.15 Uhr: Es war schon vorher bekannt, ist aber dennoch eine dieser Peinlichkeiten rund um die Präsidentschaft von Donald Trump: Bei der Trauerfeier für Senator John McCain in Washington sind Staatsgäste aus aller Welt zur Gast - nur Trump fehlt. Er wurde nicht eingeladen. 

Aus Deutschland reiste der Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble an. Der verstorbene Republikaner wurde in aller Welt hoch geachtet, Trump aber hatte sich mit ihm verfeindet. 

Abschied von McCain: Bilder der bewegenden Trauerfeier

Trump twittert gegen Kanada 

14.45 Uhr: Nachdem die Gespräche über ein neues Freihandelsabkommen zwischen den USA und Kanada am Freitag vorerst gescheitert sind, hat US-Präsident Donald Trump erneut Öl ins Feuer gegossen. „Ich liebe Kanada, aber die haben unser Land seit vielen Jahren ausgenutzt“, twitterte Trump am Samstag. Am Freitag war eine Frist im Nafta-Verhandlungsmarathon ohne eine Einigung der beiden Länder verstrichen. Mitte kommender Woche sollen die Gespräche aber fortgesetzt werden.

Eine Indiskretion hatte möglicherweise dazu beigetragen, die Gespräche zwischen den USA und Kanada vorübergehend zum Erliegen zu bringen. Trump hatte am Donnerstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg unter dem Siegel der Vertraulichkeit gesagt, dass er zu keinerlei Kompromissen gegenüber Kanada bereit sei. Dies könne er aber öffentlich nicht sagen. Die Zeitung „Toronto Star“ veröffentliche die Trump-Äußerungen später dennoch.

Trump bei Trauerfeier ausgeladen: Diesen Satz hat McCain ihm nie verziehen

12 Uhr: Wenn heute die Welt in Washington Abschied von John McCain nimmt, wird US-Präsident Donald Trump fehlen. Der Grund: Er ist nicht eingeladen. Das hatte McCain zu Lebzeiten so verfügt. 

Rückblick: Der frühere Senator von Arizona und Trump lagen in einem erbitterten Streit. Als McCain sich einst abfällig über Trumps Kandidatur zum US-Präsidenten geäußert hatte, war es zum Eklat gekommen. Trump sagte laut Bild über McCain, der jahrelang in Vietnam gefangen gehalten und gefoltert worden war: „Wer sich gefangen nehmen lässt, ist kein Held.“ Gleichzeitig hatte Trump McCain imitiert. Dieser konnte seine Arme seit der Gefangenschaft in Vietnam nicht mehr vollständig bewegen. Das hatte McCain ihm nie verziehen. 

Röttgen attackiert Trump

9.55 Uhr: CDU-Außenexperte Norbert Röttgen sieht im Tod von US-Senator John McCain einen weiteren Rückschlag für das bereits angespannte transatlantische Verhältnis. „Mit John McCain ist ein letzter Mohikaner von uns gegangen“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag am Freitag (Ortszeit) vor deutschen Korrespondenten in Washington. Röttgen nimmt am Samstag in der US-Hauptstadt am Trauergottesdienst für McCain teil. McCain war ein innerparteilicher Widersacher von US-Präsident Donald Trump.

Röttgen äußerte seine Hoffnung, dass sich das transatlantische Verhältnis nach dem Ende der Amtszeit des republikanischen Präsidenten wieder verbessern werde. Die Europäer forderte er dazu auf, sich trotz Trumps isolationistischer Politik nicht von Amerika abzuwenden. „Es geht um Schadensbegrenzung, nicht um Abwendung“, sagte der CDU-Politiker. Zugleich kritisierte Röttgen, dass die EU-Staaten außenpolitisch nicht geschlossener auftreten. 

8.10 Uhr: Das Weiße Haus hat neue Termine des US-Präsidenten bekannt gegeben: Zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands zum Ende des Ersten Weltkriegs reist Donald Trump nach Paris. Er werde am 11. November an den geplanten Gedenkfeiern teilnehmen. Trumps Teilnahme solle an die Opfer der amerikanischen Soldaten nicht nur im Ersten Weltkrieg sondern auch in den 100 Jahren danach im Namen der Freiheit erinnern, heißt es in der Mitteilung weiter. Im Rahmen dieses Europabesuchs werde Trump auch nach Irland reisen, „um die tiefen und historischen Beziehungen der beiden Nationen zu erneuern“.

Ende November wird Trump dem Weißen Haus zufolge am G-20-Gipfel in Argentinien teilnehmen. Dort wolle er seine Wachstumsagenda auf internationaler Bühne vorstellen, hieß es. Auch ein Abstecher nach Kolumbien sei geplant. Auf den Regionalgipfeln in Asien, darunter dem ASEAN-Treffen in Singapur und dem Ostasien-Gipfel in Papua Neuguinea lässt sich Trump von Vizepräsident Mike Pence vertreten.

Trump-News: Das waren die Meldungen von Freitag, 31. August

15.54 Uhr: Die Verhandlungen zwischen den USA und Kanada über eine Neufassung des Freihandelsabkommens Nafta sind am Freitag fortgesetzt worden. Nach einem Ergebnis sah es zunächst allerdings nicht aus: Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer erklärte, Kanada mache "keinerlei Zugeständnisse in der Landwirtschaft". Die USA fordern von Kanada vor allem, den Schutz ihrer Milchbauern zu lockern.

In Kanada ist der Milchmarkt stark reguliert; es gelten Quoten für die Produktion, außerdem sind hohe Zölle auf importierte Milchprodukte in Kraft. Das soll die einheimischen Erzeuger schützen.

Trump contra Juncker und Merkel

14.36 Uhr:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt kommende Woche EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker in Berlin. Bei dem Meinungsaustausch am Mittwoch werde es um aktuelle europapolitische Fragen gehen, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag. Unter anderem dürften der Handelsstreit mit den USA sowie eine mögliche Abschaffung der Zeitumstellung in Europa Thema sein.

Derzeit verhandelt die EU-Kommission mit der US-Regierung über die Annullierung sämtlicher Zölle und sonstiger Handelsbarrieren sowie aller Subventionen für industriell gefertigte Waren.

10.29 Uhr: EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat für den Fall von US-Strafzöllen auf Autos Gegenzölle angekündigt. Wenn US-Präsident Donald Trump Strafzölle auf Autos erhebe, "dann passiert, dass wir das auch tun", sagte Juncker am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Trump hatte der Nachrichtenagentur Bloomberg zuvor gesagt, das Angebot zur Aufhebung gegenseitiger Autozölle sei "nicht gut genug".

Der US-Präsident reagierte damit auf ein Angebot von EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström - sie hatte kurz zuvor erklärt, die EU sei bereit, ihre "Autozölle auf null zu reduzieren", wenn die USA dasselbe täten. Bei einem Treffen in Washington Ende Juli hatten Trump und Juncker sich auf Schritte zur Beilegung des Handelsstreits verständigt.

Juncker verspricht: EU-Kommission wird Zeitumstellung abschaffen

10.19 Uhr: US-Präsident Donald Trump könnte bereits kommende Woche neue Strafzölle gegen China im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar verhängen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Zudem kritisierte Trump die Europäische Union und signalisierte, dass auch hier Strafzölle folgen könnten.

Donald Trump: Russland-Ermittlungen illegal

10.14 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die Untersuchungen des Sonderermittler in der Russland-Affäre, Robert Mueller, erneut kritisiert. "Ich betrachte eine
Untersuchung zur Russland-Affäre als illegal", sagte Trump am Donnerstag der Nachrichtenagentur Bloomberg. Trump bezog sich dabei auf Rechtsexperten, ohne jedoch Namen zu nennen. Diesen "großen Spezialisten" zufolge hätte es niemals zur Einsetzung eines Sonderermittlers kommen dürfen, sagte Trump.

Mueller untersucht mutmaßliche russische Einmischungen zugunsten Trumps in den Wahlkampf und mögliche diesbezügliche Absprachen zwischen Trump-Mitarbeitern und Moskau. Mueller untersucht auch, ob Trump nach seinem Amtsantritt versucht hat, die diesbezüglichen Ermittlungen zu behindern. Der US-Präsident weist die Vorwürfe entschieden zurück. Trump bezeichnet die Ermittlungen als "Hexenjagd".

07.28 Uhr: In den Verhandlungen um ein neues Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko steht laut US-Präsident Donald Trump ein Durchbruch bevor. „Ich denke, wir stehen kurz vor einem Deal“, sagte Trump in einem Interview mit der US-Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag (Ortszeit). Am Freitag geht der seit Tagen andauernde Nafta-Verhandlungsmarathon in die entscheidende Runde.

Ob es dann schon ein klares Ergebnis geben wird, sei abzuwarten. „Kanada wird irgendwann einen Deal machen. Das könnte am Freitag sein oder innerhalb eines Zeitraum“, sagte Trump weiter. Kanadas Delegationsleiterin, Außenministerin Chrystia Freeland, hatte am Donnerstag mehrfach mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer beraten und sich optimistisch gezeigt.

Trump: „EU ist fast so schlimm wie China“

06.35 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge ein Angebot der EU zur Aufhebung gegenseitiger Zölle auf Autos zurückgewiesen. "Es ist nicht gut genug", sagte Trump am Donnerstag der Nachrichtenagentur Bloomberg. Wenige Stunden zuvor hatte die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström erklärt, die EU sei bereit, ihre "Autozölle auf null zu reduzieren", wenn die USA dasselbe täten.

"Ihr Kaufverhalten ist, ihre Autos zu kaufen, nicht unsere Autos zu kaufen", sagte Trump mit Blick auf Verbraucher in der EU. "Die Europäische Union ist fast so schlimm wie China, nur kleiner", sagte Trump weiter. Er drohte überdies mit einem Rückzug der USA aus der Welthandelsorganisation (WTO).

Bewegende Rede für verstorbenen McCain

06.24 Uhr: In einer bewegenden Trauerrede hat der frühere US-Vizepräsident Joe Biden den verstorbenen US-Senator John McCain gewürdigt. "Mein Name ist Joe Biden. Ich bin ein Demokrat. Und ich liebe John McCain", begann Biden am Donnerstag seine Rede bei der Trauerfeier in einer Kirche in Phoenix im Bundesstaat Arizona für den verstorbenen Republikaner. McCain sei für ihn wie ein Bruder gewesen, ihre Verbundenheit habe gegenüber politischen Differenzen überwogen.

McCain sei ein "Gigant" gewesen, dessen Charakter, Mut und Integrität die Nation inspiriert habe, sagte Biden. Während seiner Ansprache wischte sich der Ex-Vizepräsident mehrfach Tränen weg, als er auf seine Freundschaft zu McCain zurückblickte, die eine vergangene Ära der Zusammenarbeit zwischen Demokraten und Republikanern in den USA markierte. An der Trauerfeier vom Donnerstag nahmen rund zwei Dutzend Senatoren beider Parteien teil sowie McCains Kinder und seine Frau Cindy.

Das waren die Meldungen vom Donnerstag

15.38 Uhr:US-Präsident Donald Trump hat seine scharfe Kritik an den amerikanischen Medien fortgesetzt und die Entlassung von CNN-Chef Jeff Zucker gefordert. Dieser, den Trump nur „Little Jeff Z“ nennt, habe seinen Job furchtbar gemacht und dazu schlechte Zuschauerwerte, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter. Der Mutterkonzern des Nachrichtensenders, AT&T, „sollte ihn sofort feuern, um die Glaubwürdigkeit zu retten“. In einem weiteren Tweet warf der Präsident zudem NBC News vor, ein Interview mit ihm im Mai 2017 manipuliert zu haben. 

Einen Beleg dafür präsentierte Trump nicht. Das Gespräch war wenige Tage nach der umstrittenen Entlassung des damaligen FBI-Chefs James Comey geführt worden und hatte auch die Russland-Ermittlungen zum Thema. Eine Stellungnahme der Sender lag zunächst nicht vor.

Trump gedemütigt? Ex-Nato-Chefs machen Vorstoß nach John McCains Tod

13.35 Uhr: Gut auf die Nato zu sprechen ist Donald Trump grundsätzlich ohnehin nicht. Nun könnte dem US-Präsidenten auch noch eine Demütigung in Zusammenhang mit dem nordatlantischen Militärbündnis drohen. Denn in einem etwas überraschenden Vorstoß setzen sich mehrere prominenten Politiker nun dafür ein, das Nato-Hauptquartier in Brüssel nach Trumps verstorbenen Kontrahenten John McCain zu benennen.

Die früheren Nato-Generalsekretäre Anders Fogh Rasmussen, Javier Solana und Lord George Robertson sprechen sich in einem offenen Brief in der britischen Zeitung The Times für die Neuerung aus, wie Spiegel Online berichtet. Ihre Begründung klingt teils auch wie eine Spitze gegen den Nato-Kritiker Trump. 

"Wir glauben, dass das transatlantische Abkommen ein Eckpfeiler für eine stabile, friedliche und freie Welt ist", schreiben Rasmussen, Soland und Robertson. McCains Leben habe die Ideale der Nato symbolisiert wie wenig anderes. Das Engagement des Republikaners sei stets hervorgestochen - ob er nun um die „Freiheit in den ehemaligen Sowjetstaaten“ oder „die multilaterale Ordnung in einer Zeit der Skepsis“ gekämpft habe. Als Hauptausleger dieser Skepsis gilt unter anderem: Donald Trump.

13.29 Uhr: In einer außergewöhnlich scharfen Reaktion hat der US-Sender CNN den Watergate-Enthüllungsreporter Carl Bernstein gegen Anfeindungen von Präsident Donald Trump verteidigt. "Machen Sie keinen Fehler, Herr Präsident, CNN lügt nicht. Wir bringen die Nachrichten. Und wir berichten, wenn Leute in Machtpositionen Lügen erzählen", erklärte CNN im Kurzbotschaftendienst Twitter.

"CNN steht zu seiner Berichterstattung und seinen Reportern. Es mag viele Idioten in dieser Geschichte geben, aber Carl Bernstein ist keiner von ihnen." Bernstein war einer der Autoren eines CNN-Berichts über ein Treffen von Trump-Vertrauten mit einer russischen Anwältin im Präsidentschaftswahlkampf 2016, in dem brisantes Material über Trumps Rivalin Hillary Clinton erwartet worden war.

In dem CNN-Bericht wurden Quellen zitiert, denen zufolge Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen gesagt haben soll, Trump habe im Vorfeld von dem Treffen gewusst. Der CNN-Bericht wurde später in Frage gestellt, nachdem eine der Quellen ihre Aussagen zurückzog. Trump hatte Bernstein das "Erfinden" von Geschichten vorgeworfen.

10.03 Uhr: Nach der Attacke von US-Präsident Donald Trump auf Chinas Nordkorea-Politik hat Peking den USA vorgeworfen, einer "verantwortungslosen und absurden Logik" zu folgen. Um den Konflikt mit Pjöngjang zu lösen, sollte Washington "auf sich selbst schauen" und die "Schuld" nicht auf andere "übertragen", sagte Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, am Freitag. Trump hatte Peking zuvor beschuldigt, die Beziehungen der USA zu Nordkorea zu "erschweren".

Donald Trump.

Zugleich erklärte Trump, dass seine Beziehung zu Chinas Staatschef Xi Jinping "großartig" sei. Sein Verhältnis zum nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un beschrieb er als "fantastisch".

Zum Thema gemeinsamer Militärübungen der USA mit Südkorea schrieb Trump am Mittwochabend im Kurzbotschaftendienst Twitter, es gebe "derzeit keinen Grund, große Summen für gemeinsame Kriegsspiele" der beiden Länder auszugeben. Er könne die Manöver jedoch jederzeit wieder anordnen, sollte er das für notwendig halten.

09.38 Uhr: Vor der Gouverneurswahl im US-Bundesstaat Florida im November wird dem von US-Präsident Donald Trump unterstützten Kandidaten der Republikaner Rassismus vorgeworfen. Ron DeSantis hatte kurz nach der Nominierung durch seine Partei bei den Vorwahlen die Wähler am Dienstag vor dem schwarzen Bewerber Andrew Gillum gewarnt, der sich überraschend bei den Demokraten durchsetzte. Im Sender Fox News sagte der 39-jährige DeSantis sinngemäß, mit Gillum drohe ein Affenstall mit einer "sozialistischen Agenda", "enormen Steuererhöhungen" und einem "Staatsbankrott".

Der ebenfalls 39 Jahre alte Gillum, Bürgermeister von Floridas Hauptstadt Tallahassee, sagte dem Sender, DeSantis' Äußerung sei "direkt Trumps Wahlkampfhandbuch entnommen". DeSantis' Sprecher bestritt jeglichen Rassismus. Es sei lediglich darum gegangen, vor Gillums "sozialistischer Politik" zu warnen.

Trump begrüßte im Kurzbotschaftendienst Twitter DeSantis' Sieg und bezeichnete Gillum als "gescheiterten sozialistischen Bürgermeister", der in seiner Stadt "Verbrechen und viele andere Probleme zugelassen" habe. Gillum ist der erste schwarze Bewerber für den Gouverneursposten in Florida. Er gehört zum linken Flügel der Demokraten und wird von seinem Parteifreund, Senator Bernie Sanders aus Vermont, unterstützt.

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8.35 Uhr: Die USA tun sich mit ihrer Nordkorea-Linie schwer: US-Präsident Donald Trump musste am Mittwoch klarstellen, dass er die gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea vor der koreanischen Halbinsel abschaffen möchte. „Es gibt derzeit keinen Grund, große Geldbeträge für gemeinsame Kriegsspiele von Südkorea und den USA auszugeben“, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter.

Nichtsdestotrotz könnten sie wieder begonnen werden, wenn der US-Präsident sich dazu entschließe, schrieb Trump. „Wenn er das tut, werden sie deutlich größer sein als je zuvor.“ Der US-Präsident betonte aber auch sein gutes Verhältnis zu Machthaber Kim Jong Un, sowie auch zu Chinas Präsident Xi Jinping.

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Trump attackiert US-Ikone heftig

06.25 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat einen der Watergate-Enthüllungsreporter, Carl Bernstein, verbal attackiert und ihm das "Erfinden" von Geschichten vorgeworfen. "Der schlampige Carl Bernstein - ein Mann, der in der Vergangenheit lebt und wie ein verdorbener Idiot denkt, eine Geschichte nach der anderen erfindet - wird im ganzen Land verlacht", twitterte Trump am Mittwochabend.

Die Enthüllungen der Reporter Bernstein und Bob Woodward in der Watergate-Affäre hatten 1974 zum Rücktritt des damaligen Präsidenten Richard Nixon beigetragen. Bernstein war zuletzt überdies einer der Autoren eines CNN-Berichts über ein Treffen von Trump-Vertrauten mit einer russischen Anwältin im Präsidentschaftswahlkampf 2016, in dem brisantes Material über Trumps Rivalin Hillary Clinton erwartet worden war.

06.10 Uhr: US-Präsident Donald Trump lässt mit seinem Vorwurf der Parteilichkeit gegen Google, Facebook und Twitter nicht locker. Am Mittwochabend postete er ein Video, mit dessen Hilfe nachgewiesen werden sollte, dass Google die Reden „zur Lage der Nation“ seines Vorgängers Barack Obama intensiver auf der Homepage beworben hatte, als die Trumps. Google konterte und erklärte, Trump habe 2017 noch gar keine „State of the Union“ gehalten. 2018 sei sie sehr wohl mit einem Livestream verbreited worden.

Das waren die Meldungen vom Mittwoch

22.35 Uhr: Vier Tage nach dem Tod von John McCain haben am Mittwoch (Ortszeit) in Phoenix die öffentlichen Trauerfeiern für den US-Senator begonnen. McCains Leiche wurde im Parlament seines Bundesstaates Arizonas aufgebahrt, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Am Donnerstag soll der Verstorbene in einer öffentlichen Prozession zur Baptistenkirche im Norden von Phoenix gebracht werden, wo eine Gedenkveranstaltung geplant ist.

Am Freitag soll die Leiche des Senators dann im Kapitol in der US-Hauptstadt Washington aufgebahrt werden. Wie schon in Phoenix werden auch dort Bürger die Möglichkeit haben, sich von dem republikanischen Ausnahmepolitiker zu verabschieden. Am Samstag findet eine Trauerfeier in der Nationalen Kathedrale in Washington statt. Dort sollen unter anderem die Ex-Präsidenten Barack Obama und George W. Bush Ansprachen halten.

US-Präsident Donald Trump - dessen Widersacher McCain war - nimmt an der Veranstaltung nicht teil. Nach McCains Tod am Samstag war Trump unter Druck geraten, die Verdienste des verstorbenen Kriegsveteranen und Senators öffentlich zu würdigen - was Trump am Montag schließlich tat. McCain hätte am Mittwoch seinen 82. Geburtstag gefeiert. Er war sechsmal als Vertreter von Arizona in den US-Senat gewählt worden.

22.28 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat in seiner Kritik an Google, Facebook und Twitter noch einmal nachgelegt. „Google und Facebook und Twitter behandeln Konservative und Republikaner sehr unfair“, sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalisten am Rande einer Veranstaltung im Weißen Haus. „Sie versuchen wirklich, einen sehr großen Teil dieses Landes mundtot zu machen. Und diese Menschen wollen nicht mundtot gemacht werden. Es ist nicht richtig, es ist nicht fair, es könnte illegal sein.“

Auf die Frage nach möglicher Regulierung von Google sagte Trump: „Wir werden sehen. Wir wollen keine Regulierung, wir wollen Fairness.“ Trump hatte am Dienstag zunächst Google vorgeworfen, konservative Stimmen zu unterdrücken, und seine Kritik dann auch auf Facebook und Twitter ausgeweitet. Via Twitter hatte der US-Präsident zunächst kritisiert, wer auf Google nach „Trump News“ suche, bekomme nur schlechte Nachrichten und Berichte der „Fake News Media“ angezeigt - damit bezeichnet er ihm gegenüber kritisch eingestellte Medien.

Später hatte Trump an die Adresse von Google, Facebook und Twitter gesagt, sie behandelten große Teile der Bevölkerung unfair und sollten „lieber vorsichtig sein“. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte auf die Frage nach einer möglichen Regulierung von Google gesagt: „Wir schauen uns das an.“ Google hat die Vorwürfe Trumps zurückgewiesen.

Verschwörungstheorie: Ist Melania Trump gar nicht Melania Trump?

19.10 Uhr: Ist Melania Trump gar nicht Melania Trump? Wieder einmal schlägt eine krude Verschwörungstheorie hohe Wellen im Internet. Nachdem US-Präsident Donald Trump tagelang wegen seiner schlüpfrigen Vergangenheit unter Beschuss stand, steht nun seine Gattin im Mittelpunkt: Denn dass die mutmaßlich mehrfach betrogene Ehefrau ihrem Donald bei einem Besuch in Ohio treu zur Seite stand, rief bei Beobachtern Stirnrunzeln hervor. 

Im Netz kursieren nun wilde Gerüchte, das Weiße Haus habe wie in einem Hollywood-Streifen ein Double für die First Lady angeheuert. Es ist auch nicht das erste Mal, dass solcherlei Gerüchte auftauchen. Dieses Mal, so mutmaßen die Verschwörungstheoretiker, habe sich die Haarfarbe, die Bluse und auch das Gewicht der Präsidenten-Gattin innerhalb eines Helikopter-Fluges verändert. Eine Twitter-Userin fasst zusammen: „Haarfarbe und Scheitel falsch, Bluse falsch, Jackenkragen falsch, Logo auf der Sonnenbrille fehlt.“ Sie ist überzeugt, dass das nicht Melania Trump sein kann - und mit ihr viele andere Twitter-Nutzer.

17.04 Uhr: US-Präsident Donald Trump trennt sich von seinem Rechtsberater im Weißen Haus, Don McGahn. Dieser werde das Weiße Haus im Herbst verlassen, schrieb Trump am Dienstag auf Twitter. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass McGahn intensiv mit dem Team von Sonderermittler Robert Mueller zusammengearbeitet und bei drei Zeugenterminen mehr als 30 Stunden lang dort ausgesagt hatte.

Zeitungsberichten zufolge soll McGahn unter anderem dargestellt haben, wie es zu der Entlassung des früheren FBI-Chefs James Comey gekommen war. Trump hatte daraufhin klargestellt, dass McGahn nicht etwa belastende Aussagen gegen Trump gemacht hat. Er sei keine „Ratte“, hatte Trump damals auf Twitter geschrieben.

15.26 Uhr: Nach vielen Wochen voller Skandale und persönlicher Affären gibt es nun politische Nachrichten. Denn der Iran hat mit einem Statement auf den Austritt der USA aus dem Atomabkommen reagiert und eine überraschende Entscheidung in Aussicht gestellt.

Donald Trump (l.) und Stormy Daniels.

09.57 Uhr: Ob ihn dieser Skandal jemals loslassen wird? Die angebliche Affäre zwischen Schmuddelfilm-Star Stormy Daniels und US-Präsident Donald Trump schlägt weiter hohe Wellen. In einem aktuellen Interview mit der Vogue wirft Daniels einen Blick zurück auf die Nacht mit Trump im Jahr 2006. Sie habe mit dem aktuellen US-Präsidenten „ganz normalen Sex“ gehabt. Doch bei dieser recht neutralen Beschreibung bleibt es nicht.

Auf die Aufforderung, die Nacht mit Trump genauer zu beschreiben, antwortet Daniels hämisch: „Wie viele Details können sie über etwa zwei Minuten wirklich preisgeben?“ Trumps Stehvermögen im Liebesspiel scheint der 39-Jährigen offenbar nicht gefallen zu haben. Sie habe sich neben Trump, der sie - ganz Geschäftsmann - über die Porno-Industrie ausgefragt habe, nie in Gefahr gefühlt. Der US-Präsident selbst bestreitet eine Liebesnacht mit Daniels gehabt zu haben. Dass er aber jüngst eine Schweigegeld-Zahlung über 130 000 Dollar an Daniels hatte zugeben müssen, wird in den USA aber allgemein als Eingeständnis der Affäre gewertet.


Trump greift Demokraten an und zieht seltsamen Vergleich

09.10 Uhr: US Präsident Donald Trump hat konservative Geistliche vor einem Wahlsieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen im November gewarnt. Die Demokraten würden in diesem Fall alle Erfolge seiner Regierung zunichte machen, und dies „schnell und gewaltsam“, sagte Trump einem Bericht der „New York Times“ vom Dienstag (Ortszeit) zufolge.

Die Demokraten würden sofort die konservative Agenda kippen, sagte Trump demnach. Er sprach von einer linksradikalen Antifa: „Wenn man sich manche dieser Gruppen ansieht, das sind gewalttätige Menschen.“ Trump rückte nicht zum ersten Mal seine politischen Gegner in die Nähe von Gewalt. Ein Sprecher des Weißen Hauses habe keine weitere Erklärung zu den Aussagen des Präsidenten abgegeben, schrieb das Blatt.

Der Präsident forderte die Seelsorger auf, ihre Gemeinden zum Wählen aufzurufen. Dies sei schwierig, da er, Trump, nicht selbst zur Wahl stehe. „Ich glaube wir sind beliebt, aber es ist fraglich, ob die Leute zur Wahl gehen, wenn ich nicht auf dem Stimmzettel bin.“ Wenn nicht, stünden zwei sehr harte Jahre bevor, so Trump. Er malt ein geradezu  „Ihr seid eine Wahl davon entfernt, alles zu verlieren, das ihr habt.“

Kruder Tweet um Mitternacht: So erklärt Trump die Hackerangriffe gegen Clinton

07.47 Uhr: Chinesische Hacker sind nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl von 2016 in das E-Mail-Konto seiner Gegenkandidatin Hillary Clinton eingedrungen. Trump berief sich dabei offensichtlich auf einen Bericht des rechtspopulistischen US-Blogs „Daily Caller“. Dieser beruft sich seinerseits auf eine anonyme Quelle aus Geheimdienstkreisen. Der Blog gilt nicht als seriöse Nachrichtenquelle.

Trump hatte wiederholt im Wahlkampf erklärt, dass die Hackerangriffe gegen Clinton und die Demokraten auch von China und nicht von Russland ausgegangen sein könnten. Er legte jedoch niemals ernsthafte Beweise vor.

In seinem jüngsten Tweet forderte er das FBI und das Justizministerium auf, nun Schritte zu unternehmen. Andernfalls würden beide Organisationen ihre Glaubwürdigkeit verlieren.

Trump hatte den Twittereintrag zu ungewöhnlicher Zeit kurz nach Mitternacht abgesetzt.

07.22 Uhr: Die USA erhöhen den Druck auf Nordkorea: Nach mehrmonatiger Aussetzung ihrer Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea behalten sich die USA eine Wiederaufnahme vor, wie Verteidigungsminister Jim Mattis am Dienstag in Washington sagte. "Wir haben keine Pläne, weitere Manöver auszusetzen." Die Aussetzung sei eine "Geste des guten Willens" gegenüber Nordkorea gewesen. US-Außenminister Mike Pompeo zufolge setzten die USA zwar weiter auf Dialog - aber unter Bedingungen.

Das waren die Meldungen vom Dienstag (28.08.2018)

23.55 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat FIFA-Boss Gianni Infantino am Dienstag im Weißen Haus empfangen. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die von den USA, Kanada und Mexiko gemeinsam ausgerichtet wird, sei ein "sehr bedeutendes und spezielles Event", sagte Trump.

Infantino, Präsident des Fußball-Weltverbandes, schenkte dem Politiker einen Satz mit Gelben und Roten Karten. Der Schweizer empfahl Trump, diese bei Pressekonferenzen einzusetzen. "Das gefällt mir", sagte der US-Präsident und zeigte den versammelten Medienvertretern im Oval Office Rot.

Wenn in acht Jahren die erste Fußball-WM in den USA seit 1994 stattfindet, werde er nicht mehr Präsident sein. "Aber vielleicht verlängern sie meine Amtszeit", scherzte Trump: "Wenn nicht, wird es in den Medien langweilig zugehen."

21.53 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat eine unverhohlene Warnung an die Internetmedien gerichtet. Im Weißen Haus sagte er am Dienstag vor Journalisten: „Google und Twitter und Facebook - sie begeben sich wirklich auf sehr sehr schwieriges Terrain, und sie müssen auf der Hut sein.“ Was den Internetkonzernen im schlimmsten Fall drohe, ließ Trump offen.

Die Warnung folgte auf eine morgendliche Schimpftirade des Präsidenten auf Twitter: Dabei hatte Trump namentlich Google vorgeworfen, Suchergebnisse zu seinem Namen zu manipulieren, um ihn mit möglichst vielen negativen Nachrichten in ein schlechtes Licht zu rücken. Dies sei möglicherweise illegal.

Google wies die Anschuldigungen des Präsidenten zurück. Die Suchmaschine werde nicht für eine „politische Agenda“ missbraucht, die Resultate würden zugunsten keiner politischen Richtung beeinflusst, erklärte ein Sprecher. „Wir ordnen Suchresultate niemals, um politische Stimmungen zu manipulieren.“

Wieder Spott für Trump: Anruf bei Mexikos Präsident wird zum Flop - im Live-TV

17.50 Uhr: Einen Erfolg konnte US-Präsident Donald Trump am Montag vermelden - die USA und Nachbar Mexiko haben ein neues Wirtschaftsabkommen abgeschlossen. Allerdings gibt es einmal mehr einen Wermutstropfen: Das von Trump selbstbewusst zur Live-Übertragung im TV freigegebene Telefonat mit Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto sorgt für massiven Spott.

Grund ist eine veritable Pannenserie rund um das Gespräch. Zunächst gelang es Trump in mehreren Anläufen nicht, die Freisprechanlage des Telefons im Oval Office zu benutzen – die Fernsehbilder zeigen, wie der überforderte Präsident „Hello! Enrique?“ in Richtung Telefon ruft, obwohl keine Verbindung hergestellt ist. Ein herbeibeorderter Mitarbeiter musste helfen.

Später unterläuft Trump ein weiterer Fehltritt: Nach Beendigung des Gesprächs erklärt er, man habe ein hervorragendes Abkommen mit Kanada abgeschlossen. Wenige Minuten zuvor hatte Trump seinem Gesprächspartner Pena Nieto noch erklärt, er wolle Kanada nicht in das Abkommen involvieren – möglicherweise war der Präsident mit den Gedanken also noch woanders.

Aufgegriffen hat die Geschichte unter anderem der US-Guardian. Auf Twitter wird bereits kräftig über Trump gespottet: User verglichen die Szenen mit Bildern aus bekannten Polit-Satire-Serien.

17.08 Uhr: Nach der Aussetzung ihrer Militärmanöver bei Nordkorea behalten sich die USA eine Wiederaufnahme vor. Es gebe "keine Pläne, weitere Manöver auszusetzen", sagte Verteidigungsminister Jim Mattis am Dienstag in Washington. US-Präsident Donald Trump hatte bei seinem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un am 12. Juni überraschend angekündigt, die von Kims Regierung stets scharf kritisierten Manöver mit Südkorea zu "beenden".

15.55 Uhr: Die Absage der Nordkorea-Reise von US-Außenminister Mike Pompeo hat laut US-Medien einen speziellen Grund. So soll der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un einen scharf formulierten Brief an Donald Trump geschrieben haben. Darin wird der US-Regierung laut CNN mangelnde Bereitschaft vorgeworfen, die Erwartungen Nordkoreas bezüglich eines Friedensvertrages zu erfüllen. 

Kim Jong Un (l.) und Donald Trump.

Laut Washington Post war der Brief so böse und streitlustig formuliert, dass sich Außenminister Pompeo gemeinsam mit Präsident Trump für die Absage der Reise entschieden habe. Offiziell hatte Trump die Absage des Treffens mit dem fehlenden Fortschritt bei der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel begründet.

Trump googelt sich selbst - und wittert eine Verschwörung

14.20 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat nach Nachrichten über sich selbst gegoogelt hat und ist mit dem Ergebnis ganz und gar nicht zufrieden. Er droht Google nun mit Konsequenzen. „Sie haben es manipuliert, für mich und andere, sodass fast alle Geschichten und Nachrichten schlecht sind“, schrieb Trump in einem frühmorgendlichen Tweet um 5.24 Uhr (Ortszeit/11.24 Uhr MESZ). Gut eine Woche vor einer Anhörung von Vertretern von Google, Facebook und Twitter im US-Senat erhob der US-Präsident schwere Vorwürfe gegen die Suchmaschine.

„Google und andere unterdrücken Stimmen von Konservativen und verstecken Informationen und Nachrichten, die gut sind“, schrieb Trump zehn Minuten später in einem zweiten Tweet. „Sie kontrollieren, was wir sehen können und was nicht. Das ist eine sehr ernste Situation - wird in Angriff genommen werden!“

Trump kritisierte, wer auf Google nach „Trump News“ suche, bekomme nur Berichte der „Fake New Media“ - gemeint hatte er offenbar „Fake News Media“, womit er pauschal ihm gegenüber kritisch eingestellte Medien bezeichnet. „96 Prozent der Ergebnisse für „Trump News“ sind von überregionalen linksorientierten Medien, sehr gefährlich“, schrieb er. „Republikanische/konservative und faire Medien sind ausgeschlossen.“ Trump warf die Frage auf, ob das „illegal“ sei.

Vor kurzem wurde Trump Opfer eines fiesen Internet-Streichs bei Google: Wer einen bestimmten Begriff suchte, fand Bilder von ihm.

Posthum veröffentlichter Abschiedsbrief von McCain: Seitenhieb auf Trump

9.59 Uhr: First Lady Melania Trump hat McCain ausdrücklich für dessen Dienst an der Nation gedankt. Auch Vizepräsident Mike Pence hat McCains lebenslangen Dienst im Militär und in der Politik gewürdigt. „Gott segne John McCain“, schrieb er. Trumps Sprecherin Sarah Sanders hat McCain „einen großen Amerikaner“ genannt.

9.28 Uhr:  Die Washington Post hat am Montag unter Berufung auf Quellen im Weißen Haus berichtet, Trump habe eine offizielle Würdigung der Verdienste McCains im Militär und im Senat abgelehnt. In einem später nicht veröffentlichten Entwurf für eine Würdigung sei der Vietnam-Kriegsveteran als „Held“ bezeichnet worden.

Die US-Flagge am Weißen Haus war am Samstagabend nach dem Tod des Senators auf Halbmast gesetzt worden, am Montag aber wieder voll gehisst worden. Nach der Verfügung Trumps wurde sie dann ein weiteres Mal auf Halbmast gesetzt.

Dienstag, 28.8.2018, 9.17 Uhr: Einen Seitenhieb auf Donald Trump konnte sich der verstorbene republikanische Senator John McCain auch nach seinem Tod nicht verkneifen. In einem posthum veröffentlichten Abschiedsbrief an das US-amerikanische Volk grenzt er sich klar vom amtierenden US-Präsidenten ab: „Wir schwächen unsere Größe, wenn wir unseren Patriotismus mit Stammesrivalitäten verwechseln. Wir schwächen ihn, wenn wir uns hinter Mauern verstecken, anstatt sie niederzureißen, wenn wir an der Kraft unserer Ideale zweifeln, anstatt ihnen zu vertrauen und sie als die größte Kraft für den Wandel zu sehen.“

Die Botschaft verlas McCains früherer Wahlkampfmanager Rick Davis. Dieser sagte, er rechne nicht mit Trumps Teilnahme an der Beerdigung McCains. "So viel wir wissen, wird der Präsident den Trauerfeierlichkeiten nicht beiwohnen", sagte er. "Das ist einfach eine Tatsache." Die Familie des schwerkranken McCain hatte schon im Mai bekannt gegeben, dass der Präsident nicht bei der Trauerfeier erwünscht sei. Stattdessen wünschte sich der Verstorbene, dass die Ex-Präsidenten Barack Obama und Geoge W. Bush eine Trauerrede halten.

News aus dem Weißen Haus von Montag, 27. August 2018

23.12 Uhr: Nach massivem öffentlichem Druck hat US-Präsident Donald Trump den verstorbenen Senator John McCain und dessen Dienste doch noch in einer offiziellen Mitteilung gewürdigt. Trump ordnete am Montagnachmittag (Ortszeit) zudem an, die US-Flaggen an Regierungsgebäuden bis zur Beerdigung seines parteiinternen Rivalen an diesem Sonntag auf Halbmast zu setzen. Trotz politischer Differenzen „respektiere ich Senator McCains Dienst an unserem Land“, hieß es in einer Mitteilung des US-Präsidenten.

Trump teilte weiter mit, er habe Stabschef John Kelly, Außenminister James Mattis und Sicherheitsberater John Bolton gebeten, seine Regierung bei den Gedenkfeierlichkeiten für McCain zu vertreten. Trump hatte der Familie per Twitter kondoliert, in dem knappen Tweet aber McCains Leben und Wirken nicht gewürdigt.

21.17 Uhr: In seiner letzten Botschaft hat John McCain seine Landsleute „zur Überwindung der Spaltung“ in den USA aufgerufen. Auch einen Seitenhieb auf Donald Trump hatte McCain parat. Mehr erfahren Sie in diesem Artikel.

19.15 Uhr: Nach der turbulenten Woche im Weißen Haus gibt es für Donald Trump kuriose Neuigkeiten aus einer Umfrage. Eine Erhebung von NBC und Wall Street Journal (WSJ) beinhaltet eigentlich alles andere als erfreuliche Erkenntnis für Trump. So glauben 56 Prozent der US-Wähler, dass Trump im Zuge der Russland-Ermittlungen nicht ehrlich war. Zudem sind gerade einmal gut 30 Prozent der Befragten der Meinung, der US-Präsident sei in die Verfehlungen von mittlerweile insgesamt sechs verurteilten oder geständigen Vertrauten nicht involviert.

Donald Trump im Oval Office.

Die überraschende Wendung: Die Zustimmungsraten für den US-Präsidenten scheinen unter diesem eigentlich verheerenden Meinungsbild nicht zu leiden. NBC und WSJ maßen in ihrer aktuellen Umfrage einen Wert von 44 Prozent Trump-Unterstützern unter den US-Wählern. Bei der vorausgegangenen Befragung waren 46 Prozent Zustimmung erhoben worden. Trump sei „bemerkenswert stabil“, folgerte Demoskop Bill McInturff. Dem Bericht zufolge liegen die zwei Prozent Schwankung sogar innerhalb der stets gegebenen Unschärfe der Befragungsmethode.

17.43 Uhr: Die USA und Mexiko haben sich nach Angaben beider Länder auf ein neues Nafta-Abkommen geeinigt. US-Präsident Donald Trump sprach am Montag in Washington von einem "sehr guten" Abkommen mit Mexiko. Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto erklärte, die abschließenden Verhandlungen mit Kanada über das trilaterale Abkommen könnten noch "in dieser Woche" abgeschlossen werden.

Trump will McCain nicht würdigen - wieder Wirbel um den US-Präsidenten

10.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat es einem Bericht zufolge abgelehnt, das Leben und Wirken des verstorbenen US-Republikaners John McCain in einer offiziellen Mitteilung zu würdigen. Der Präsident habe hochrangigen Beratern gesagt, er ziehe es stattdessen vor, einen kurzen Tweet zum Tod seines scharfen Kritikers zu publizieren, berichtete die Washington Post am Sonntag unter Berufung auf ehemalige und aktuelle Berater im Weißen Haus. Dabei hätten unter anderem Trumps Sprecherin Sarah Sanders und sein Stabschef John Kelly für eine offizielle Würdigung plädiert und McCain einen „Helden“ genannt. Sanders habe am Wochenende sogar eine Endfassung einer Mitteilung für Trump fertig gestellt - die dann aber nicht veröffentlicht worden sei.

Denn Trump zog es tatsächlich vor, kurz nach McCains Tod am Samstag eine knappe, unpersönliche Nachricht auf Twitter zu veröffentlichen. In ihr sprach er McCains Familie sein Mitgefühl aus. Würdigende Worte fand Trump nicht, auch das Weiße Haus schickte keine längere Erklärung heraus. Auf Twitter löste Trumps Nachricht einen Sturm der Kritik aus. Andere Politiker in den USA und im Ausland reagierten dagegen mit Bestürzung und Trauer auf den Tod. McCain starb im Alter von 81 Jahren auf seiner Ranch in Arizona. Er litt an einem Gehirntumor.

Mark Corallo, ehemaliger Sprecher von Trumps Anwaltsteam, sagte laut Zeitung über Trumps Reaktion: „Es ist grässlich.“ Zu einem solchen Zeitpunkt würde man von einem US-Präsidenten mehr erwarten, wenn er über den Tod eines wahren amerikanischen Helden spreche.

John McCain starb im Alter von 81 Jahren in Arizona.

News aus dem Weißen Haus von Sonntag, 26. August: Donald Trump darf nicht zur Beerdigung von Senator McCain

21.45 Uhr: Das geplante Treffen zwischen US-Außenminister Mike Pompeo und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wurde abgeblasen (siehe Ticker-Eintrag vom 24. August, 22.48 Uhr). Laut spiegel.de berichtet die nordkoreanische Regierungszeitung Rodong Sinmun (“Arbeiterzeitung“) von einem „doppelten Spiel“ der US-amerikanischen Regierung. Während sich die USA vordergründig um Dialog mit dem kommunistischen Staat bemühten, engagiere sie sich hinterrücks mit geheimen Militärübungen, so die Rodong Sinmun nach Angabe vonspiegel.de. Demnach sei einÜberfall auf Nordkorea seitens der in Japan stationierten US-Spezialeinheiten geplant. Angeblich berichteten südkoreanische Medien davon, dass ein „Verbrechen“ der Amerikaner gegen Nordkorea geplant sei. Inwieweit die Angaben stimmen, lässt sich schwer klären. Laut spiegel.de dementierte ein Sprecher der US-Botschaft in Seoul die Gerüchte um eine Militärübung. Südkoreanische Stellen waren demnach nicht zu erreichen.

20.25 Uhr: Donald Trump macht mit einem neuerlichen Fauxpas von sich reden. Bei seinem Besuch in einem Kinderkrankenhaus in Ohio scheiterte der US-Präsident offenbar an der Aufgabe, eine Schablone der US-amerikanischen Flagge auszumalen.

12.55 Uhr: US-Präsident Donald Trump darf offenbar nicht zur Beerdigung des am Sonntag verstorbenen, republikanischen Senators John McCain erscheinen. Die berichtet bild.de. Demnach habe die Familie des schwerkranken McCain bereits im Mai mitgeteilt, dass ein Erscheinen Trumps bei der Trauerfeier seines größten innerparteilichen Konkurrenten nicht gewünscht sei. Stattdessen solle Vize-Präsident Mike Pence die US-Regierung bei der Beerdigung repräsentieren. 

Durchaus zur Trauerfeier eingeladen seien dagegen die beiden Ex-Präsidenten Barack Obama, gegen den McCain die US-Präsidentschaftswahl 2008 verlor, und George W. Bush, gegen den McCain bei der Nominierung zur Präsidentschaftswahl 2000 unterlag. Die beiden seien sogar gefragt worden, ob sie eine Rede halten wollen. 

11.55 Uhr: Nach dem eher nüchtern gefassten Kondolenz-Tweet zum Tod seines innerparteilichen Konkurrenten John McCain steht Donald Trump auf Twitter in der Kritik. Dabei kommen Vorwürfe aus zwei völlig unterschiedlichen Richtungen: Teils heißt es, Trump habe McCain mit der knappen Nachricht nicht ausreichend gewürdigt - andere User werfen dem US-Präsidenten vor, scheinheilig zu agieren.

McCain zählte zu den schärfsten Kritikern Trumps in Reihen der Republikaner. Zuletzt hatte er den Auftritt des US-Präsidenten mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin in drastischen Worten kritisiert. Trumps Auftritt bei dem Gipfel in Helsinki stelle einen "Tiefpunkt in der Geschichte der amerikanischen Präsidentschaft" dar, erklärte McCain. Trump hatte McCain schon vor seiner Wahl zum Präsidenten wiederholt attackiert und ihm unter anderem einen Rang als „Kriegsheld“ abgesprochen.

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat dem verstorbenen McCain - gegen den er bei der Präsidentschaftswahl 2008 angetreten war - wesentlich ausführlicher Respekt gezollt. „Wenige von uns wurden so herausgefordert, wie John es einst wurde, oder mussten den Mut zeigen, den er gezeigt hat“, hieß es in einer Erklärung Obamas. „Aber wir alle können den Mut haben, das Wohl der Allgemeinheit über unser eigenes zu stellen.“ McCain habe in seinen besten Zeiten gezeigt, wie das gehe. „Und dafür stehen wir alle in seiner Schuld“, fügte Obama hinzu.

5.55 Uhr: Der US-Republikaner John McCain ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren an einem aggressiven Hirntumor. Trump kondolierte den Angehörigen. „Mein tiefstes Mitgefühl und Respekt gehen an die Familie von Senator John McCain“, schrieb er kurz nach Bekanntwerden des Todes auf Twitter. „Unsere Herzen und Gebete sind bei Euch!“, fügte er hinzu. Eine weitere Würdigung McCains folgte zunächst nicht.

News aus dem Weißen Haus von Samstag, 25. August: China kontert Trumps Vorwürfe 

15.20 Uhr: Das chinesische Außenministerium hat die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu Nordkorea und China als „verantwortungslos“ bezeichnet. Trump hatte als einen Grund für die mangelnden Fortschritte bei der atomaren Abrüstung in Nordkorea die zögerliche Hilfe Pekings genannt.

Dies „stehe im Gegensatz zu den grundlegenden Fakten“, sagte Ministeriumssprecher Lu Kang am Samstag. Peking sei sehr besorgt und habe dies bereits den USA gegenüber zum Ausdruck gebracht. China unterstütze unablässig die Abrüstung in Nordkoreas durch Dialog und Beratung, betonte Lu.

11.05 Uhr: Ein Ablenkungsmanöver inmitten zahlreicher Affären? US-Präsident Donald Trump hat nun nach den großen Medien auch den sozialen Netzwerken indirekt „Zensur“ vorgeworfen: Die „Giganten“ unter den Netzwerken würde „Millionen Menschen zum Schweigen bringen“, twitterte Trump. „Die Leute müssen herausfinden was die Wahrheit ist und was nicht, ohne Zensur!“, wetterte der Präsident. Facebook, Twitter und Co. reagierten zunächst nicht auf die Vorwürfe.

Das waren die Meldungen von Freitag, 24. August 2018

22.48 Uhr: Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat 200 Millionen US-Dollar an Hilfe für die Palästinenser gestrichen. Die Gelder sollten nun anderweitig eingesetzt werden, sagte ein ranghoher Vertreter des Außenministeriums, der nicht namentlich zitiert werden wollte, am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Mittel waren ursprünglich für Programme im Gazastreifen und im Westjordanland vorgesehen und stammen aus dem Haushaltsjahr 2017. Auf Anweisung von Trump habe das Außenministerium aber eine Überprüfung vorgenommen, um sicherzustellen, dass die Gelder im Sinne der nationalen Interessen der USA ausgegeben würden, sagte der Vertreter des Außenministeriums. Der Mitarbeiter gab der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas die Schuld für die schlechte humanitäre Lage im Gazastreifen.

Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die alleinige Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Sie wird von der EU, den USA und Israel als Terrororganisation eingestuft. Israel hat seit mehr als zehn Jahren eine Blockade über den Gazastreifen verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Die Lebensbedingungen in dem schmalen Küstenstreifen mit rund zwei Millionen Einwohnern sind sehr schlecht.

Trump hat sich klar pro-israelisch positioniert. Unter anderem beschloss er, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Das löste heftige Proteste in den palästinensischen Autonomiegebieten aus.

19.57 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seinen Außenminister Mike Pompeo angewiesen, nicht wie geplant nach Nordkorea zu reisen. „Ich habe das Gefühl, wir machen nicht ausreichend Fortschritte in Bezug auf die atomare Abrüstung“, schrieb der 72-Jährige auf Twitter. Trump kritisierte im Weiteren China, das auf Grund des Handelsstreits mit den USA nicht genug Druck auf Pjöngjang ausüben würde. 

Pompeo solle allerdings in näherer Zukunft nach Nordkorea reisen, wahrscheinlich wenn der Handelsstreit gelöst sei. Der US-Präsident sendete darüber hinaus „wärmste Grüße“ an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un, mit dem er am 12. Juni zu einem historischen Gipfeltreffen in Singapur zusammengekommen war. Er freue sich darauf, diesen bald wieder zu treffen.

18.38 Uhr: Dem Finanzchef von Donald Trumps Firmenkonsortium, Allen Weisselberg, ist einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge im Zuge der Ermittlungen gegen Trump-Anwalt Michael Cohen Immunität zugesichert worden. Weisselberg hatte vor einer Grand Jury in New York ausgesagt.

Einem Bericht des Senders NBC zufolge handelt es sich bei Weisselberg um denjenigen Manager in der Trump Organisation, dem Cohen eine Rechnung mit der Bitte um Begleichung geschickt hatte. Dies sei die Rechnung gewesen, die zur Erstattung von Schweigegeld geführt hat, das Cohen vorher gezahlt hatte - unter anderem an die frühere Pornodarstellerin Stormy Daniels, die behauptet, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben.

Dem Bericht zufolge hat Weisselberg einen weiteren Manager der Trump Organisation daraufhin angewiesen, die Rechnung zu begleichen. „Bitte aus dem Trust bezahlen“, habe es in einer E-Mail geheißen. Die Anweisung habe enthalten, die Zahlung als „Rechtskosten“ zu deklarieren und in der Beschreibung die Bezeichnung „Pauschale für Januar und Februar 2017“ zu verwenden.

Weisselberg gilt als Schlüsselfigur im Blick auf die Finanzen des Trumpschen Firmenkonsortiums. Er ist einer von zwei Treuhändern, denen Trump die Geschäfte übertragen hat, als er sie nach seiner Wahl zum Präsidenten abgegeben hatte. Insider berichteten dem Sender CNN, Weisselberg kenne jeden Schritt der Trump-Geschäfte, von der Steuererklärung bis zu Firmenverkäufen.

Nächste Eskalationsstufe? Warum „Time“ Donald Trump auf dem Cover (fast) untergehen lässt

17.23 Uhr: Erst ein wenig Wind, dann eine Sturmflut - und jetzt Land unter: Das renommierte „Time Magazine“ lässt US-Präsident Donald Trump auf einem neuesten Cover beinahe im „Oval Office“ ertrinken. Das Titelbild ist das dritte in einer Reihe von Karikaturen: Bereits im Februar 2017 hatte das Magazin Trump im Unwetter abgebildet, damals mit der Überschrift „hier gibt es nichts zu sehen“. Im April 2018 legte „Time“ unter der Zeile „Stormy“ - eine Anspielung auf das Erwachsenenfilm-Sternchen Stormy Daniels, das mit Trump im Clinch liegt- das nächste Cover nach. Nun also die nächste Eskalationsstufe - Nach Ansicht der Magazin-Macher steht Trump das Wasser buchstäblich bis zum Hals.

Hintergrund der aktuellen Version sind die politischen Verwerfungen und Vorwürfe gegen Trump in den USA. Die für Trump wohl herausforderndste Phase seiner Präsidentschaft hatte am Dienstag begonnen, als sein langjähriger Anwalt Michael Cohen sich vor einem Gericht schuldig bekannte und aussagte, er habe im Auftrag Trumps Schweigegelder an zwei Frauen gezahlt, die behaupten, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben. Trump erklärte später, bei dem Geld habe es sich nicht um Wahlkampf-Mittel gehandelt.

Zugleich wehrte sich Justizminister Jeff Sessions gegen Vorwürfe Trumps - dieser hatte Sessions dafür gerügt, sich aus den Russland-Ermittlungen zurückgezogen und damit indirekt Sonderermittler Robert Mueller freie Hand gelassen zu haben. „Solange ich Justizminister bin, wird das Handeln des Justizministeriums nicht unangebracht durch politische Erwägungen beeinflusst werden“, erklärte Sessions.

Es ist die erste Dreier-Abfolge von miteinander verknüpften „Time“-Covern in der Geschichte des Magazins. Gezeichnet hat die Karikaturen der Künstler Tim O‘Brien. Es sei ihm „zu komisch oder vielleicht auch zu morbide“ vorgekommen, Trump unter Wasser an seinem Schreibtisch zu zeichnen, erklärte er. „Aber ihn an der Wasseroberfläche zeigen, deutet an, dass er immer noch kämpft, obwohl sich die Probleme verschärfen.“

11.38 Uhr: Nach der Einmischung von US-Präsident Donald Trump in die Debatte um eine Landreform in Südafrika hat das dortige Außenministerium den Geschäftsträger der US-Botschaft einbestellt. Außenministerin Hon Lindiwe Sisulu wollte die Unzufriedenheit der Regierung und Bevölkerung über den „auf falschen Informationen basierenden Tweet“ des US-Präsidenten zum Ausdruck bringen, hieß es in einer in der Nacht zu Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Mitteilung des Ministeriums bei Facebook.

Trump hatte sich in der Nacht zu Donnerstag per Twitter in die Debatte über die umstrittene Landreform in Südafrika eingemischt. Er habe Außenminister Mike Pompeo angewiesen, Enteignungen von Bauern und Beschlagnahmungen landwirtschaftlicher Betriebe sowie die „großangelegte Tötung von Farmern“ in Südafrika genau zu beobachten, twitterte er. Kurz zuvor war auf Trumps Lieblingssender Fox News ein Bericht über Enteignungen von weißen Landwirten gelaufen. Moderator Tucker Carlson bezeichnete die mehrheitlich schwarze Regierung Südafrikas darin als „rassistisch“.

Apple und Co.: Topmanager schreiben offenen Brandbrief gegen Trumps Politik

9.58 Uhr: Es regt sich mächtig Widerstand gegen Donald Trump. Nun muss er sich auch noch eines öffentlichen Brandbrief aus der Wirtschaft erwehren. 59 Topmanager unterzeichnete das Schreiben, unter ihnen neben Jamie Dimon von JPMorgan Chase und Doug Parker von American Airlines auch Apple-Chef Tim Cook. Ziel: Kritik an Trumps Einwanderungspolitik.

Widersprüchliche Entscheidungen führten dazu, dass viele Angestellte mit Ungewissheiten konfrontiert seien, etwa was die Arbeitserlaubnis ihrer Ehepartner angehe, heißt es in dem an Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen gerichteten Brief. Langjährige Mitarbeiter müssten damit rechnen, ihren Status aberkannt zu bekommen. Die Regierung müsse bei ihrer "legitimen Überprüfung" der Einwanderungsregeln Änderungen vermeiden, die "das Leben Tausender gesetzestreuer und qualifizierter Mitarbeiter durcheinanderbringen und die der Wettbewerbsfähigkeit der USA erheblichen Schaden zufügen".

Der Arbeitskräftemangel führe schon jetzt dazu, dass die Zahl unbesetzter Stellen auf historische Höchststände steige. Da sei es der falsche Zeitpunkt, den "Zugang zu Talenten" zu beschränken, schreiben die Führungskräfte in ihrem auf vergangenen Mittwoch datierten Brief.

Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte als Teil ihrer verschärften Einwanderungs- und Einreisepolitik auch höhere Hürden für die Gewährung von Arbeitsvisa an Ausländer aufgestellt.

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9.53 Uhr: Siemens will nach dem Inkrafttreten der neuen US-Sanktionen gegen den Iran seine Geschäfte in dem Land zurückfahren. Man werde die geeigneten Maßnahmen ergreifen, um die „Geschäftsaktivitäten mit den sich verändernden multilateralen Rahmenbedingungen bezüglich Iran in Einklang zu bringen“, erklärte der Dax-Konzern am Freitag in München. Das Unternehmen werde weiter dafür sorgen, dass alle Exportbeschränkungen sowie alle Vorschriften „einschließlich US-amerikanischer Sekundärsanktionen“ strikt eingehalten würden.

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8.07 Uhr: Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mehr Bereitschaft zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben verlangt. Er finde es gut, dass mit Außenminister Heiko Maas (SPD) „einer der führenden Sozialdemokraten unsere Position stützt, die Ausgaben für Verteidigung zu erhöhen, damit Europa mehr für die eigene Sicherheit tun kann“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er hoffe, „dass die Aussagen des Außenministers beim Finanzminister nun auf fruchtbaren Boden fallen“.

Maas hatte kürzlich Eckpunkte einer neuen USA-Strategie präsentiert, um auf die seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten eingetretenen Veränderungen zu reagieren.

Trump drohen weitere Enthüllungen - durch einen Freund

6.26 Uhr: Wegen der Weitergabe streng geheimer Informationen des Geheimdienstes NSA ist die US-Bürgerin Reality Winner zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Bundesrichter im US-Bundesstaat Georgia verhängte am Donnerstag eine 63-monatige Haftstrafe gegen die 26-Jährige, die für einen Auftragnehmer der NSA gearbeitet hatte.

Winner war im Juni 2017 festgenommen worden. Die Festnahme erfolgte nur Stunden vor der Veröffentlichung eines Berichts durch die Enthüllungsplattform "The Intercept", der auf den von Winner weitergegebenen Dokumenten basierte. Darin ging es um mutmaßliche russische Hackerangriffe in den USA.

Das Urteil erfolgte im Gegenzug für ein Schuldeingeständnis Winners. Es ist das härteste, das in den USA jemals für einen einzigen Anklagepunkt hinsichtlich der Weitergabe vertraulicher Informationen an die Medien verhängt wurde. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte undichten Stellen den Kampf angesagt.

6.17 Uhr: US-Präsident Donald Trump droht offenbar weiteres Ungemach: Der Chef des Boulevardblatts "National Enquirer" und Freund Trumps, David Pecker, hat sich US-Medienberichten zufolge im Gegenzug für strafrechtliche Immunität zur Zusammenarbeit mit den Ermittlern in der Affäre um Schweigegeldzahlungen an zwei mutmaßliche Ex-Geliebte des Präsidenten bereit erklärt. Die Staatsanwaltschaft habe Pecker wegen Informationen über Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen und über Trump Immunität verliehen, berichteten das "Wall Street Journal" und die "New York Times" am Donnerstag unter Berufung auf vertraute Kreise.

Auch der Chefredakteur des "National Enquirer", Dylan Howard, erhielt demnach Immunität. Pecker und Howard könnten Beweise zu Trumps Wissen hinsichtlich der Zahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels und das Ex-"Playboy"-Model Karen McDougal liefern, berichteten die beiden Zeitungen und der Sender CNN. Laut "Wall Street Journal" sollen Pecker und Howard in beide Schweigegeld-Deals involviert sein.

Das waren die News zu Donald Trump vom 23. August 2018

22.44 Uhr: US-Außenminister Mike Pompeo hat seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow dazu aufgefordert, den inhaftierten ukrainischen Filmemacher Oleg Senzow "sofort freizulassen". 

Pompeo habe während eines Telefongesprächs seine "Sorgen über Senzows Gesundheit" zum Ausdruck gebracht und die Freilassung "aller ukrainischer politischer Gefangenen gefordert", sagte Ministeriumssprecherin Heather Nauert am Donnerstag. Senzow befindet sich sei 102 Tagen im Hungerstreik.

20.27 Uhr: US-Justizminister Jeff Sessions hat sich gegen Kritik von Präsident Donald Trump gewehrt. Trump hatte Sessions in einem Interview vorgeworfen, sein Ministerium nicht unter Kontrolle zu haben. Sessions widersprach und betonte die Unabhängigkeit seines Hauses. Er habe die Kontrolle über das Ministerium am Tag übernommen, als er vereidigt worden sei, weswegen man einen „beispiellosen Erfolg“ dabei gehabt habe, Trumps Agenda durchzusetzen, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung des 71-Jährigen.

„Solange ich Justizminister bin, wird das Handeln des Justizministeriums nicht unangebracht durch politische Erwägungen beeinflusst werden“, erklärte Sessions weiter. „Ich fordere die höchsten Standards, und wo sie nicht erfüllt werden, ergreife ich Maßnahmen. Allerdings hat keine Nation eine talentiertere, engagiertere Gruppe von Ermittlern und Staatsanwälten als die Vereinigten Staaten.“

Jeff Sessions.

17.22 Uhr: Die US-Regierung setzt einen Sondergesandten für Nordkorea ein. Wie am Donnerstag in Washington weiter mitgeteilt wurde, wird US-Außenminister Mike Pompeo überdies nächste Woche erneut nach Pjöngjang reisen. Dort will er die diplomatischen Bemühungen um eine atomare Abrüstung Nordkoreas fortsetzen.

16.37 Uhr: Nach dem Schuldeingeständnis von Donald Trumps früherem Anwalt Michael Cohen werden die Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten lauter. Unter anderem forderte der frühere Präsident Jimmy Carter ein solches Verfahren, das vom Repräsentantenhaus angestoßen werden müsste. Die Demokraten im Kongress hielten sich jedoch weitgehend bedeckt. Die Oppositionsführerin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, erklärte, die Partei müsse sich vor den Parlamentswahlen im November auf eine gerechte Wirtschaftspolitik und den Kampf gegen die Korruption konzentrieren.

Die Demokraten wollen die Parlamentswahlen in den Mittelpunkt stellen, um die Mehrheit in der Parlamentskammer zu erlangen. Dies wäre de facto die Voraussetzung für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Auch bei den Trump-Kritikern bei den Republikanern herrschte zunächst Zurückhaltung. „Ich bin sicher, es wird noch mehr Enthüllungen geben“, sagt der scheidende Senator Bob Corker. „Wir sollten den Prozess vorangehen lassen.“

Donald Trump ist nach eigener Einschätzung der erfolgreichste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Donald Trump „The Greatest of All Time?“

14.07 Uhr: Donald Trump ist nach eigener Einschätzung der erfolgreichste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten. „Ich würde mir selber die (Best-) Note A+ geben“, sagte Trump auf eine entsprechende Frage in einem Interview des ihm gewogenen Senders Fox News, das in mehreren Teilen am Donnerstag ausgestrahlt wurde. Kein anderer Präsident habe in so kurzer Zeit so viel erreicht, sagte Trump.

Zur Begründung führte Trump an, er habe großartige Richter für den Obersten Gerichtshof ausgesucht, die größte Steuerreform der US-Geschichte erreicht. Die Volkswirtschaft floriere wie nie zuvor. 

Nicht nur sein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, auch seine Zusammenkunft mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin seien ein „gewaltiger Erfolg“ gewesen, sagte der US-Präsident. In beiden Fällen war er kritisiert worden, im Falle des Putin-Gipfels in Helsinki musste er sogar eine auch in der eigenen Partei harsch kritisierte Äußerung nachträglich korrigieren.

13.39 Uhr: Mit einem Tweet hat sich US-Präsident Donald Trump in die Debatte über eine umstrittene Landreform in Südafrika eingemischt. Er habe Außenminister Mike Pompeo angewiesen, Enteignungen von Bauern und Beschlagnahmungen landwirtschaftlicher Betriebe sowie die „großangelegte Tötung von Farmern“ in Südafrika genau zu beobachten, twitterte Trump in der Nacht zum Donnerstag.

Kurz zuvor war auf Trumps Lieblingssender Fox News ein Bericht über Enteignungen von weißen Landwirten gelaufen. Moderator Tucker Carlson bezeichnete die mehrheitlich schwarze Regierung Südafrikas darin als „rassistisch“. In Südafrika löste Trumps Tweet Entrüstung aus. Die Regierung habe bereits die US-Botschaft um eine Erklärung gebeten, sagte eine Sprecherin von Staatschef Cyril Ramaphosa südafrikanischen Medien. Auf ihrem offiziellen Twitter-Account wies die Regierung Trumps Aussagen scharf zurück. Diese seien ein Versuch, das Land zu spalten.

13.25 Uhr: Die US-Wirtschaft würde nach den Worten von Präsident Donald Trump im Falle seiner Amtsenthebung "zusammenbrechen". "Wenn ich je des Amtes enthoben werden sollte, würde der Markt zusammenbrechen. Ich denke, alle wären dann sehr arm", sagte Trump in einem am Donnerstag ausgestrahlten Fernsehinterview des Senders Fox News. Trump hatte auf eine Frage nach seinen zunehmenden juristischen Schwierigkeiten geantwortet, nachdem ihn sein langjähriger Anwalt Michael Cohen schwer belastet hatte.

"Ich weiß nicht, wie man ein Amtsenthebungsverfahren gegen jemanden einleiten kann, der einen großartigen Job gemacht hat", sagte er mit Blick auf seine bisherige Amtszeit als US-Präsident.

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Trump heftig unter Druck: So schlägt der US-Präsident zurück

Der frühere Anwalt von Donald Trump hat den US-Präsidenten unter Eid schwer belastet: Michael Cohen sagte am Dienstag vor einem Gericht in New York, er habe auf Trumps Anweisung Schweigegeldzahlungen im Wahlkampf 2016 geleistet und damit gegen Finanzierungsregeln verstoßen. Trump sei ein Mittäter gewesen. Fast zeitgleich sprach ein Gericht in Virginia Trumps früheren Wahlkampfmanager Paul Manafort wegen Finanz- und Steuerbetrugs schuldig. Trump wies Cohens Vorwürfe als erfunden zurück.

Der Fall seines früheren Vertrauten ist für den Präsidenten besonders brisant, weil Cohen ihm vor Gericht die Beteiligung an einer Straftat zur Last legte. Cohen gab zu, im Wahlkampf 2016 Schweigegeld an zwei Frauen gezahlt zu haben, die nach eigenen Angaben Sex mit Trump hatten - die Summen betrugen 130.000 und 150.000 Dollar (114.000 und 131.000 Euro).

Der Anwalt betonte, er habe dabei "in Abstimmung mit und auf Anweisung von" Trump gehandelt. Zwar sind Schweigegeldzahlungen als solche nicht illegal - die US-Justiz argumentiert aber, dass es sich dabei de facto um Wahlkampfausgaben gehandelt habe, die als solche hätten deklariert werden müssen. Cohen stützte diese Auffassung vor Gericht: Er habe das Geld gezahlt mit der "Intention, die Wahl zu beeinflussen".

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Donald Trump schaltet in den Angriffsmodus

Wie reagierte Trump? Er schaltet in den Angriffsmodus - mit Twitter-Videos, einem TV-Interview und mithilfe seiner Sprecherin. So bestritt Trump, dass die Schweigegeldzahlungen gegen die Regeln zur Wahlkampffinanzierung verstoßen hätten. Die Gelder seien von ihm selbst gekommen, nicht aus seinem Wahlkampfbudget, sagte Trump im Sender Fox News. "Das ist nicht einmal ein Verstoß gegen die Wahlkampfregeln."

Via Twitter erklärte er: "Michael Cohen bekennt sich in zwei Fällen der Verletzung von Vorschriften der Wahlkampffinanzierung für schuldig, die keine Straftaten sind", schrieb Trump. Cohen habe sich "Geschichten ausgedacht", um mit der Staatsanwaltschaft eine strafmindernde Vereinbarung in seinem Verfahren um Finanzbetrug auszuhandeln.

Donald Trump hebt ausgerechnet Manafort hervor

Seinem früheren Anwalt warf Trump vor, vor der Justiz "eingeknickt" zu sein. Als positives Gegenbeispiel hob er ausgerechnet seinen früheren Wahlkampfchef Manafort hervor - einen Straftäter, der am Vortag von einem Geschworenengericht schuldig gesprochen wurde. Manafort sei vor Gericht nicht eingeknickt, lobte Trump.

Manafort wurde von einer Geschworenenjury vor einem Bundesgericht in Alexandria bei Washington in acht Punkten wegen Steuer- und Bankenbetrugs schuldig gesprochen. In den übrigen zehn Anklagepunkten erzielten die Geschworenen keine Einigung. Ihm droht eine lange Haft. Es war der erste Schuldspruch im Zuge der Untersuchungen des US-Sonderermittlers in der Russlandaffäre, Robert Mueller.

Gerät Trump weiter in Bedrängnis?

Auch das Weiße Haus hat sich nach dem Geständnis von Michael Cohen entschieden gegen die Darstellung gewehrt, Präsident Donald Trump habe sich etwas zu Schulden kommen lassen. Trump habe nichts Falsches getan, es gebe keine Anklage gegen ihn, sagte seine Sprecherin Sarah Sanders am Mittwoch. Nur weil Cohen einen Deal mit der Staatsanwaltschaft eingegangen sei, bedeute das nicht, dass sich dadurch ein Verdacht gegen Trump ergebe.

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Trump dürfte rechtlich weiter in Bedrängnis geraten: Zwar kann der US-Präsident nach geltendem Recht nicht vor Gericht gestellt werden; sollten sich die Vorwürfe jedoch bestätigen, dürften die Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren lauter werden. Dies könnte für ihn besonders gefährlich werden, sollten die oppositionellen Demokraten bei den Wahlen im November wie erwartet die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewinnen.

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SL

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