Kayleigh McEnany

Donald Trumps Pressesprecherin bricht beim ersten Auftritt ihr Versprechen

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Kayleigh McEnany: Donald Trumps neue Pressesprecherin bei ihrer ersten Pressekonferenz im Weißen Haus.

Kayleigh McEnany ist Donald Trumps neue Pressesprecherin. Mit der Wahrheit nimmt auch sie es nicht so genau.

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  • Kayleigh McEnany plant ersten Auftritt vor der Presse
  • Donald Trumps neue Pressesprecherin: „Ich werde sie nie anlügen“

Update, 02. Mai 2020, 9:00 Uhr: Kayleigh McEnany hat in ihrer ersten Pressekonferenz als neue Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump* ihre Ehrlichkeit betont. „Ich werde sie niemals anlügen“, sagte McEnany zu Beginn der Pressekonferenz vor den Medienvertretern am Freitag, den 01. Mai.

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Doch dass sie es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nehmen wird, bewies die McEnany im weiteren Verlauf. Angesprochen auf die Tweets des Präsidenten, in denen er die bewaffneten Demonstranten in Michigan ermutigt hatte, sagte McEnany, Trump habe nur generell das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit betonen wollen.

Kayleigh McEnany bricht ihr Versprechen in der ersten Konferenz

Als die zahlreichen Vorwürfe der sexuellen Übergriffe und Affären gegen Donald Trump von und mit verschiedenen Frauen zum Thema wurde, brach McEnany ihr Versprechen erstmals. Der Präsident habe all diese Vorwürfe immer verneint und „immer die Wahrheit gesprochen“. 

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Das ist mindestens im Fall von Erotik-Darstellerin Stormy Daniels falsch. Trump hatte eine Affäre mit Daniels immer verneint, obwohl sein damaliger Anwalt Michael Cohen nachweislich Schweigegeld an Daniels überwiesen hatte und die Affäre des Präsidenten in einem Enthüllungsbuch von Daniels detailliert beschrieben wird.

Donald Trumps Pressesprecherin: Kayleigh McEnany übernimmt Pressekonferenz

Update vom 01. Mai 2020, 9:00 Uhr: Das Weiße Haus hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass Kalyeigh McEnany, Donald Trumps neue Sprecherin, am Freitag erstmals vor die Presse treten wird. Es wird McEnanys erster Auftritt im Presseraum des Weißen Hauses sein, seit ihrem Amtsantritt vor ca. drei Wochen.

Ihre Vorgängerin im Amt, Stephanie Grisham, war die erste Pressesprecherin in der Geschichte der USA, die kein einziges Mal vor die Presse des Landes getreten war.

Ob die Ankündigung, dass McEnany heute eine Pressekonferenz halten darf, ein Zeichen dafür ist, dass Donald Trump auf seine nahezu täglichen Pressekonferenzen während der Corona-Krise* verzichten wird, ist bislang nicht bekannt. Zahlreiche Experten und Berater des US-Präsidenten hatten ihm in der Vergangenheit erfolglos dazu gedrängt, seine Auftritte zu reduzieren, da sie seinen Zustimmungswerten in der Bevölkerung schaden würden. Trump hatte sich auf Twitter zwar über die „Sinnlosigkeit der Pressekonferenzen“ beschwert und die Anzahl seiner Auftritte reduziert. Ganz darauf verzichten wollte der US-Präsident aber nicht.

Donald Trump hat eine neue Pressesprecherin: Kayleigh McEnany

Update, 09.04.2020, 14:35 Uhr: Die Nachfolgerin von Stephanie Grisham steht fest. Kayleigh McEnany ist die neue und insgesamt vierte Pressesprechin von US-Präsident Donald Trump. Die 31-jährige war zuletzt als Pressesprecherin für Trumps Wahlkampagne tätig.

Kayleigh McEnany gilt als beinharte Trump-Unterstützerin, die keinem Konflikt aus dem Weg geht. In mehreren Auftritten bei CNN verteidigte sie Trump gegenüber vielseitiger Kritik, unter anderem mit dem Satz: „Der Präsident lügt nicht!“

Donald Trumps neue Pressesprecherin verharmloste Corona-Pandemie

Auch zur Corona-Krise äußerte Kayleigh McEnany sich bereits. Gegenüber Fox News sagte die ehemalige Journalistin, dass der Virus ohnehin nicht in die Vereinigten Staaten kommen werde - dank der Einreisebschränkungen, die Donald Trump gegenüber China erlassen hatte. Die Forderungen nach sozialer Isolation seitens der Demokraten nannte sie zu Beginn der Pandemie einen „billigen Versuch, die Wahlkampfveranstaltungen von Donald Trump zu verhindern“.

Erstmeldung

Washington - Wie mehrere US-Medien berichten, ist im Weißen Haus erneut Stühlerücken angesagt. Stephanie Grisham wird ihren Posten als Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump räumen - nach weniger als einem Jahr im Amt.

Nach weniger als einem Jahr gibt sie ihren Posten auf: Stephanie Grisham ist nicht länger Donald Trumps Pressesprecherin.

Grisham ist bereits die dritte Pressesprecherin Trumps, die ihr Amt vorzeitig aufgibt. Sean Spicer schmiss bereits nach 182 Tagen hin, Sarah Sanders hielt sich fast zwei Jahre auf dem Posten. Spicer startete eine Karriere bei „Dancing with the Stars“, Sanders heuerte bei Fox News an.

Stephanie Grisham arbeitet wieder für Melania Trump

Wie der US-Nachrichtensender CNN berichtet, wechselt Grisham zurück in das Team von First Lady Melania Trump. Dort hatte die 43 Jahre alte, zweifache Mutter bereits als Pressesprecherin gearbeitet. Nun soll Grisham im „East Wing“ des Weißen Hauses, in dem traditionell die Büros der First Lady untergebracht sind, als Stabschefin Melanias arbeiten.

In einem Statement sagte Grisham, sie sei weiterhin stolz darauf, beiden, „dem Präsidenten und der First Lady“, zu dienen. Sie werde so lange im Team des Präsidenten bleiben, bis ihre Nachfolgerin eingearbeitet worden sei.

Donald Trump sucht eine Nachfolgerin - aussichtsreiche Kandidatinnen

Wer ihre Nachfolge antritt, ist bislang nicht bekannt, soll aber „in den kommenden Tagen“ bekannt gegeben werden. Aussichtsreiche Kandidatinnen sind laut CNN vor allem Kayleigh McEnany, Sprecherin der Wahlkampfkampagne von Donald Trump, und Alyssa Farah, derzeit Sprecherin beim US-Verteidigungsministerium.

Im Gegensatz zu ihren Vorgängern trat Grisham nur selten öffentlich in Erscheinung. Während sowohl Spicer als auch Sanders in täglichen Pressekonferenzen in die Konfrontation mit Medienverterinnen und -vertretern gegangen waren, hat Grisham in ihrer Amtszeit nicht eine dieser Pressekonferenzen abgehalten. Ihre öffentlichen Auftritte beschränkten sich auf Interviews mit Trumps Haus- und Hofsender, dem konservativen Fernsehsender „Fox News“.

Donald Trump im Weißen Haus - ein hoher Verschleiß an Angestellten

Warum Grisham ihren Posten räumen muss, hängt wohl mit einer anderen Neubesetzung im Weißen Haus zusammen. Donald Trumps neuer Stabschef Mark Meadows, der vor kurzem Mick Mulvaney abgelöst hatte, sei wohl dabei, sich ein neues, eigenes Team aufzubauen. Meadows ist bereits der vierte Stabschef Trumps.

Das zumindest vermutet CNN. Grisham war auch bei Trumps Auftritten zur Corona-Krise in den USA nicht in Erscheinung getreten. Die Pressearbeit zur Corona-Taskforce hatte außerdem das Team von Vizepräsident Mike Pence übernommen.

Grisham gilt als loyale Mitarbeiterin im Team Trump, zu dem sie 2015 im Wahlkampf gestoßen war, und als enge Vertraute von Melania Trump. Die First Lady soll sich bis heute täglich von Grisham beraten lassen. (mit dpa)

von Daniel Dillmann

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