Mordanschlag auf US-Präsidenten

Brief mit Gift an Donald Trump geschickt - Mutmaßliche Absenderin festgenommen

Präsident Donald Trump im Oval Office des Weißen Hauses-USA-vereinigete Staaten
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Präsident Donald Trump im Oval Office des Weißen Hauses.

Donald Trump erhält einen Umschlag mit hochgiftigem Rizin. Der Absender kommt offenbar aus Kanada. Sicherheitsbehörden nehmen die mutmaßliche Täterin fest.

  • Donald Trump* ist offenbar Ziel eines Anschlags geworden.
  • Ein Umschlag wurde an den Präsidenten der USA* geschickt, der das hochgiftige Rizin enthalten hat.
  • Zoll- und Grenzschutzbehörden sollen die mutmaßliche Täterin festgenommen haben.

Update von Montag, 21.09.2020, 11:25 Uhr: Die U.S.-Behörde United States Customs and Border Protection hat die mutmaßliche Absenderin des Giftbriefs festgenommen. Das berichtete das Magazin „Politico“. Die Frau soll von den Beamten in der Nähe von Buffalo verhaftet worden sein und voraussichtlich von der Regierung angeklagt werden.

Das versuchte Attentat auf Donald Trump war nicht das erste dieser Art. Schon 2018 wurde ein ehemaliger Soldat der Navy festgenommen, der gestand, Rizinbriefe an Donald Trump und andere Mitglieder der Regierung zu schicken. Als 2014 ein Mann aus Mississippi dem damaligen Präsidenten Barack Obama einen mit Rizin vergifteten Brief schickte, wurde er zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Erstmeldung von Sonntag, 20.09.2020, 10:23 Uhr: Washington – US-Präsident Donald Trump ist offenbar der Adressat eines Briefes geworden, der hochgiftiges Rizin enthalten hat. Den Sicherheitsbehörden der USA sei es aber gelungen, den Umschlag abzufangen, bevor er den US-Präsidenten erreicht habe. Der Brief habe das Weiße Haus deshalb nie erreicht.

Donald Trump bekommt Umschlag mit Rizin - Sicherheitsbehörden alarmiert

Laut übereinstimmenden Medienberichten von unter anderem der „New York Times“ und „CNN“ gehen die Experten des Secret Service bislang davon aus, dass der Brief mit dem Rizin von Kanada aus an Donald Trump geschickt worden sei. Zwei unabhängige Tests hätten ergeben, dass es sich bei dem in dem Umschlag enthaltenen Pulver um besagtes Rizin gehandelt habe. Sowohl das FBI als auch der Secret Service haben Ermittlungen aufgenommen.

In Kanada zeigte man sich bestürzt. Mary-Liz Power, Sprecherin von Bill Blair, der wiederum Minister für öffentliche Sicherheit ist, sagte gegenüber CNN: „Wir sind uns der besorgniserregenden Berichte bewusst, dass offenbar ein Brief mit Rizin von Kanada aus an den US-Präsidenten geschickt wurde.“ Die kanadischen Sicherheitskräfte würden eng mit ihren Partner-Diensten in den USA zusammenarbeiten, um die Sache rasch aufzuklären.

Anschlag auf Donald Trump: Behörden untersuchen Zusammenhang mit Paketen in Texas

Die US-Behörden untersuchen derzeit auch, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Brief mit Rizin, der an Donald Trump geschickt wurde, und weiteren ähnlichen Paketen gibt, die an verschiedene Adressen in Texas und offenbar vom selben Absender in Kanada verschickt wurden.

US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Der Umschlag mit dem giftigen Rizin hat ihn offenbar nie erreicht.

Bei dem Gift Rizin handelt sich um ein hochgiftiges Eiweiß, das aus dem Samen des Wunderbaums gewonnen wird. Atmet ein Mensch das Gift ein, schluckt es oder wird es im injiziert, führt es zu schweren Organschäden oder - je nach Dosis - zum Tod. Es gibt kein bekanntes Gegengift.

Anschlag mit Rizin auf Donald Trump: Keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit

Laut einer offiziellen Stellungnahme des FBI arbeite man gemeinsam mit dem Secret Service und der US-Post an der Aufarbeitung des Anschlags auf Donald Trump. Eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestehe aber nicht. Trump selbst hat sich zum Zeitpunkt, zu dem der Brief eingegangen ist, wohl gar nicht in Washington aufgehalten, sondern auf einer Wahlkampfveranstaltung* in North Carolina.

Sämtliche Post, die ans Weiße Haus oder Donald Trump adressiert ist, wird zunächst außerhalb der US-Hauptstadt Washington gelagert und dort untersucht. Erst nach ausführlicher Prüfung erreicht die Post den US-Präsidenten. (Von Daniel Dillmann mit afp) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks

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