CSU-Rebellin Pauli bietet Guttenberg Zusammenarbeit an

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Karl-Theodor zu Guttenberg und Gabriele Pauli - arbeiten sie künftig in einer neuen Partei zusammen?

München - Während Karl-Theodor zu Guttenberg die EU-Kommission für seine Rückkehr auf die politische Bühne nutzt, hat CSU-Rebellin Gabriele Pauli Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Ex-Minister geäußert.

Der frühere Verteidigungsminister und CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg nutzt die EU-Kommission in Brüssel für seine Rückkehr auf die politischen Bühne. Zusammen mit der EU-Kommissarin für Digitales, Neelie Kroes, will Guttenberg am Montag eine Initiative zur Freiheit im Internet starten, wie die Kommission am Freitag in Brüssel ankündigte. Unterdessen bot die als CSU-Rebellin bekannt gewordene Landtagabgeordnete Gabriele Pauli dem bisherigen CSU-Politiker eine politische eine Zusammenarbeit an.

Guttenberg war im März wegen einer in weiten Teilen abgeschrieben Doktorarbeit von seinem Amt als Verteidigungsminister zurückgetreten und in die USA gezogen. Eine Begründung, warum am Montag ausgerechnet zu Guttenberg an der Seite von Kroes auftreten soll, war von der EU-Kommission am Freitag zunächst nicht zu bekommen.

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Unterdessen äußerte die einstige CSU-Rebellin und mittlerweile fraktionslose Landtagsabgeordnete Gabriele Pauli ihr Interesse, in einer neuen Partei mit Guttenberg zusammenarbeiten zu wollen. “Das könnte ich mir gut vorstellen“, sagte Pauli der Illustrierten “Bunte“. Die Zeit sei reif für neue Parteien.

“In Deutschland sucht die Bevölkerung nach wählbaren und seriösen Alternativen zu den etablierten Parteien“, meinte die 54-Jährige. Nach dem Ende November veröffentlichten Buch “Vorerst gescheitert“ waren Spekulationen aufgekommen, Guttenberg könne sich die Gründung einer neuen Partei vorstellen.

Pauli war lange Jahre Fürther Landrätin, gehörte bis 2007 der CSU an und saß auch im Landesvorstand. Nach einem Intermezzo bei den Freien Wählern hatte Pauli 2009 mit der “Freien Union“ selber eine Partei gegründet, war dort aber ein Jahr später nach Querelen ausgetreten.

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Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger hingegen schließt eine Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Verteidigungsminister kategorisch aus. “Nein, danke, wir haben kein Interesse an Guttenberg“, sagte Aiwanger der “Süddeutschen Zeitung“. Der Ex-Minister solle es weiter bei der CSU versuchen, “oder was Eigenes gründen“.

Mit Blick auf seine einstige Weggefährtin Gabriele Pauli, die 2009 nach einem Streit aus der FW-Landtagsfraktion ausgeschlossen wurde, sagte Aiwanger, er halte Guttenberg für ein “männliches Gegenstück zu Gabriele Pauli“.

dapd

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